Sony Ericsson Xperia X10 im Test: Android-Erstling
Surfen im Netz: Schnell und fast bequem
Das Xperia X10 greift sowohl per WLAN als auch über das UMTS-Netz auf das Internet zu. Hierbei unterstützt es auch die schnellen HSPA-Varianten zum Up- und Download sowie die langsameren EDGE- und GPRS-Netze. Facebook, Twitter und die VZ-Netzwerke sind standardmäßig in die Timescape-Oberfläche integriert sowie teilweise mit eigenen Widgets vertreten. Im Android Market stehen weitere Apps mit Internetzugriff bereit.
Mit dem Browser erreicht der Nutzer des X10 schnell und problemlos Internetseiten. Das Programm passt Seiten automatisch an den Bildschirm des Smartphones an und beherrscht Javascript -unterstützt jedoch kein Flash. Die Eingabe einer Internetadresse gestaltet sich unnötig kompliziert, da die virtuelle Tastatur nicht erscheint, wenn der Nutzer auf die URL-Zeile tippt. Er muss erst das Programmmenü aufrufen und dort auf "Los" klicken, um eine Domain eingeben zu können.

Der Anwender kann mit dem X10 auch seine E-Mails abrufen. Die Einrichtung des Nutzerkontos gestaltet sich je nach E-Mail-Anbieter sehr leicht oder sehr kompliziert. Teilweise genügt es den Nutzernamen und das Passwort einzugeben, in anderen Fällen klappt der Zugriff trotz der manuellen Eingabe von Server, Port und Sicherheitstyp nicht. In der Quer-Ansicht verschwinden wichtige Schaltflächen, etwa zur Eingabe des Passwortes.
Fazit: Mobile Multimedia-Kommunikationszentrale
Das Sony Ericsson Xperia X10 hinterlässt unterm Strich einen gemischten Eindruck. Auf der einen Seite überzeugt es mit innovativer Software wie Timescape und Mediascape, auf der anderen Seite wirkt Sony Ericssons erster Ausflug in die Android-Welt ein wenig unbedarft. An zahlreichen Stellen benötigt die Software noch einen Feinschliff. Auch die Akkulaufzeit könnte - wie bei fast allen hochgerüsteten Smartphones - besser sein. Beim X10 erweist sich der GPS-Empfänger als großer Stromfresser. Je nach Nutzung hält der Akku mit Ach und Krach einen Tag durch oder verlangt erst nach zwei Tagen nach einer Steckdose.
Die umfangreiche Ausstattung sowie die Bedienung des Handys überzeugen, die Verarbeitung könnte etwas hochwertiger ausfallen. Dafür das Sony Ericsson das X10 auch als Multimedia-Handy versteht, fällt die Tonausgabe des einzigen Lautsprechers zu schlecht aus. Die Einbindung von Twitter. Facebook und den VZ-Seiten in die Timescape-Oberfläche bietet sich nur für einen schnellen Überblick an. Um die Meldungen komplett lesen zu können, muss der Nutzer fast immer auf den Browser zurückgreifen.
Im Internet verkaufen Händler das Xperia X10 ohne Vertrag derzeit für einen Preis rund 480 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung von Sony Ericsson beträgt satte 699 Euro.
