Stärken und Schwächen der Einsteiger-DSLR im Praxiseinsatz
Praxistest: Canon EOS 550D auf Reisen
Im März hat netzwelt Canons neueste Amateur-Spiegelreflexkamera EOS 550D in der Redaktion bereits auf Herz und Nieren getestet. Nun musste sie in einem Praxiseinsatz in Oberägypten – auch stellvertretend für andere Kameras dieser Art – beweisen, dass sie auch auf Reisen als universelle Foto- und Videomaschine geeignet ist. Wie groß die Weiterentwicklung von digitalen Spiegelreflexkameras in den vergangenen Jahren gewesen ist, zeigen einige Vergleiche zum rund vier Jahre alten Vorfahren EOS 400D. In Tempelanlagen zwischen Nil und Sahara kam jedoch auch die ein oder andere Schwäche zum Vorschein, die zwischen den sicheren Redaktions-Wänden noch verborgen geblieben war.

Inhaltsverzeichnis
- 1LCD-Display: Highlight mit Schattenseiten
- 2Fotos: Minimales Rauschen trotz gestiegener Auflösung
- 3RAW-Modus: Warten auf die Freiheit
- 4Video: Steiniger Weg zum Hochglanz-Film
- 5Fazit: Trotz leichter Einschränkungen empfehlenswert
LCD-Display: Highlight mit Schattenseiten
Wer die EOS 550D erstmals in den Händen hält, wird wohl als erstes über das brillante LCD-Display mit Drei-Zoll-Diagonale staunen. Mit einer Auflösung von 1.040.000 Pixel und dem für Fotos geeigneten 3:2-Format wird die Bildbetrachtung bereits an der Kamera zum unterhaltsamen Mäusekino. Das iPhone-Display wirkt mit nur 150.000 Pixeln dagegen schon fast altbacken.
Im Außeneinsatz wird die Freude an der Live-View-Funktion jedoch schnell getrübt: Bei der fast senkrecht stehenden Mittagssonne Ägyptens ist auf dem spiegelnden Bildschirm kaum noch etwas zu erkennen. Der optische Sucher bleibt daher unverzichtbar.
Noch ärgerlicher ist eine andere Schwäche des Displays: Trotz behutsamen Umgangs zeigten sich schon nach zwei Tagen auf der Kunststoffoberfläche kleine, aber dennoch sichtbare Kratzer. Eine Schutzfolie ist daher ratsam. Und Canon sollte darüber nachdenken, bei zukünftigen Kameras den Kunststoff durch kratzfestes Glas zu ersetzen.
Die Bedienung der EOS 550D ist wie schon bei den Vorgängermodellen ergonomisch. Alle Knöpfe und Regler sind leicht zu bedienen, das Bildschirmmenü wirkt aufgeräumt. Wer bereits mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) gearbeitet hat, wird nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch mit der EOS 550D schnell zurecht kommen.

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Da ist wohl jemand dem Marketingtrick verfallen... Korrekt müsste es statt "1.040.000 Pixel", "1.040.000 Sub-Pixel" heißen. Das entspricht nur noch rund 345.600 Pixel (720x480px).