Vorsicht vor neuen Tricks in E-Mails
Spam-Report: Facebook beliebtes Phishing-Ziel
Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab hat seinen Spam-Report für Februar 2010 veröffentlicht. Gute Nachrichten gibt es vor allem im Bereich des E-Mail-Verkehrs zu berichten. Hier ist kein Anstieg der Spam-Aktivität gegenüber des Vormonats zu verzeichnen, der Anteil bleibt bei 86,1 Prozent.

Vorsicht ist jedoch insbesondere bei Phishing-Mails und Datei-Anhängen geboten. Hier greifen Betrüger gerne auf altbewährte Tricks zurück, um die Spam-Filter der Dienste zu umgehen. Neuerdings senden diese nach Angaben von Kaspersky Labs vorwiegend Spam-Nachrichten mit Werbung für medizinische Produkte wie Viagra und Abnehmpräparate.
Die persönlichen Daten schützen
Phishing-Links befinden sich nach Angaben des Reports in 0,87 Prozent aller E-Mails, was einen Anstieg um 0,06 Prozent zum Monat Januar signalisiert. Der Dienst PayPal ist mit rund 50 Prozent am meisten von Angriffen betroffen, gefolgt vom Online-Auktionshaus Ebay mit 14,05 Prozent. Das soziale Netzwerk Facebook steht mit 6,05 Prozent an vierter Stelle. Hier sind Spammer jedoch wesentlich aggressiver geworden, Aufrufe für eine Profilaktualisierung via E-Mail sind häufig täuschend echt gestaltet.
Achtsam sollten Anwender auch beim Öffnen von E-Mail-Anhängen sein, der Anteil in diesem Bereich nahm um 1,11 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Cyberkriminelle nutzen diese vor allem dazu, Malware in Umlauf zu bringen. Gefälschte Sicherheitsvereinbarungen Facebooks, die per Anhang im Zip-Format gesendet werden, enthalten Trojaner. Im Themenbereich "Medizin und Gesundheit" nahm der Werbeanteil in Spam-Mails nach Angaben von Kaspersky Labs um 40 Prozent zu. Betrüger tarnen sich um Spam-Filter auszutricksen, wie in alten Zeiten, mit Ziffern und grafischen Anhängen, die mit Links zu Produkten verknüpft sind.
