Altes gegen neues Laufwerk austauschen
Hintergrund: Festplatte wechseln - HDD gegen SSD
Seit einigen Jahren übertragen viele private Anwender Dateien nicht mehr über CDs oder Disketten, sondern mit Hilfe flexibler Flash-Speicher. USB-Sticks gibt es mittlerweile in dutzenden Farben, Größen und Formen. Eines haben sie alle gemeinsam: Unter dem Gehäuse werkelt ein Flash-Speicher, der im Gegensatz zum Arbeitsspeicher auch ohne Strom die Daten nicht vergisst. Der größte Vorteil dieser Technologie ist es, dass sie ohne jede bewegliche Bauteile auskommt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Die bessere Alternative zur HDD: Solid State Drive
- 2Geschwindigkeit
- 3Energieverbrauch und Lautstärke
- 4Kosten
- 5Hybrid-Festplatten
- 6Windows ReadyBoost
- 7Festplatte tauschen
- 8Beim Notebook-Kauf direkt auf SSD achten
- 9Fazit: Die Zukunft heißt SSD
Die Mechanik herkömmlicher Festplatten stammt noch aus den 1980er Jahren. Im Inneren rotieren ferromagnetische Scheiben, die binäre Daten aufnehmen. Zwar haben sich die "Hard Disk Drives" über Jahre als sehr zuverlässig erwiesen, doch die mechanischen Bauteile bleiben eine Schwachstelle. Da immer mehr Notebooks im Einsatz sind, müssen sie gegen Erschütterungen gewappnet sein - das lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad sicherstellen.
Die bessere Alternative zur HDD: Solid State Drive
Hier kommen die sogenannten SSDs ins Spiel: Sie sind praktisch ein enorm großer USB-Stick, in dem mehrere Flash-Chips der Typen SLC oder MLC zusammengeschaltet sind. Die SLC-Zellen speichern jeweils genau ein Bit, die MLC-Zellen können auch mehrere Bits aufnehmen. In der Praxis kommen fast ausschließlich MLC-Flashspeicher vor, da sie wesentlicher günstiger in der Anschaffung sind. Die einzelnen Speicherblöcke werden innerhalb der SSD dann zu einem großen Speicher verbunden.
Geschwindigkeit
Weit verbreitet ist in allen Preisklassen die Kombination MLC-NAND-Festplatte. Die erste Eigenschaft, die Hersteller immer wieder bei SSDs anpreisen, ist die deutlich bessere Geschwindigkeit: Es müssen keine Scheiben rotieren, die Daten können ohne mechanische Einflüsse verwendet werden. Beim Lesen erreicht eine SSD gut und gerne über 200 Megabyte in der Sekunde, wohingegen eine klassische HDD bei etwa 100 Megabyte in der Sekunde liegt.
Beim Schreiben kommen moderne SSDs je nach Modell auf über 150 Megabyte in der Sekunde, die HDD schreibt durchschnittlich nur mit 90 Megabyte in der Sekunde. In der Praxis fällt der Unterschied hier also deutlich geringer als beim Lesen aus. Für den gefühlten Geschwindigkeitsunterschied zwischen einem Solid-State-Drive und einer Festplatte sind jedoch die geringen Zugriffszeiten des Flashlaufwerks verantwortlich. Während eine Festplatte bei etwa 15 Millisekunden liegt, agieren SSDs meist im Bereich von 0,1 Millisekunden. Davon profitiert der Nutzer nicht nur beim Start des Betriebssystems sondern auch bei nahezu allen anderen Programmstarts.
Sobald das Betriebssystem Daten von der HDD anfordert, muss diese erst den Spindelmotor anwerfen und die Scheiben an die richtige Position drehen. Die SSD dagegen jagt nur ein wenig Strom durch die richtigen Chips und kann sofort die Daten auslesen - praktisch ohne Verzögerung in der Zugriffszeit (etwa 0,1 - 0,2 Millisekunden). Das wirkt sich, wie bereits erwähnt, vor allem beim Start des Betriebssystems sichtbar aus, das auf einer SSD etwa 30 bis 50 Prozent gegenüber einer HDD gewinnt.

Ich lege mir eine SSD erst zu, wenn die zur Standardausstattung im Rechner gehören. Dann muss ich nix extra bezahlen...