Handlicher E-Book Reader mit starker Software
E-Books für die Hosentasche: Pocketbook 360 im Test
Die ukrainische Firma Pocketbook verkauft seit Dezember 2009 auch in Deutschland den besonders handlichen E-Book-Reader "Pocketbook 360°". Das besondere ist die als Open Source lizensierte Software des Lesegeräts, die eine kleine Entwicklergemeinde beständig weiter entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Gewöhnungsbedürftige Steuerung
- 2Erweiterbare Linux-Software
- 3Unterstützung vieler Formate
- 4Austauschbarer Akku
- 5Fazit: Handliches Gerät mit starker Software
Lesegerät im Hosentaschen-Format
Das Pocketbook 360° gehört mit etwa 150 Gramm zu den leichtesten E-Book-Readern und passt mit 118 x 140 Millimetern so eben in die Hosentasche. Das Lesegerät verfügt über ein fünf Zoll großes E-Ink-Display mit einer Auflösung von 600 x 800 Pixeln bei 16 Graustufen, das sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesen lässt. Ein stilisiertes Plastikcover schützt das Display vor Staub und Kratzern.

Das Display reagiert beim Umblättern vergleichsweise schnell und zeigt die nächste Seite in weniger als einer Sekunde an. Nur bei der Darstellung von großflächigen Bildern und Grafiken mit eingeschalteter Bildverbesserung verlängert sich der Bildaufbau deutlich.
Gewöhnungsbedürftige Steuerung
Auf der rechten Seite neben dem Display des Pocketbook 360° befinden sich zwei große Tasten zum Blättern, die als Teil des Gehäuses recht schwergängig sind. Mit einem Steuerkreuz bewegt sich der Nutzer durch die Menüs. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sind alle Funktionen des Gerätes gut mit der Vier-Wege-Steuerung zu erreichen.
Das Pocketbook 360° verfügt über 512 Megabyte internen Speicher und kann durch eine microSD-Karte erweitert werden. Die Synchronisation mit dem PC oder Mac erfolgt über die USB-2.0-Schnittstelle. Dabei wird das Gerät als Laufwerk erkannt. Alle Daten kann der Anwender so einfach in die dafür vorgesehenen Ordner kopieren. Eine eigene Synchronisationssoftware legt der Hersteller nicht bei.
Erweiterbare Linux-Software
Die Software des Pocketbook basiert auf dem Betriebssystem Linux und ist Open Source. Dadurch können versierte Nutzer die Funktionen des Lesegeräts erweitern und anpassen, sofern sie über Programmierkenntnisse verfügen. Bereits zum zweiten Mal schrieb Pocketbook im Dezember 2009 zur Entwicklung verschiedener Spiele einen Wettbewerb aus.
Das Hauptmenü ist übersichtlich in die neun wichtigsten Funktionen unterteilt und zeigt zum Schnellzugriff außerdem die zuletzt geöffneten Bücher an. Dabei ist das Pocketbook 360° nicht nur zur Darstellung von Büchern geeignet: Auch Bildbetrachter, Kalender, Wörterbuch, RSS-Reader sowie einige Spiele und Werkzeuge beherbergt das Betriebssystem.
Unter dem Menüpunkt "Nachrichten" verbirgt sich ein RSS-Reader, der Nachrichten von Online-Magazinen und Blogs anzeigt. Da das Pocketbook weder über eine WLAN-Schnittstelle noch über eine UMTS-Verbindung verfügt, muss der Leser die Nachrichten über eine auf der Webseite des Herstellers verfügbaren Software mit dem PC synchronisieren. Der Test unter Windows 7 funktionierte reibungslos, allerdings wiesen die umgewandelten RSS-Daten Umlaute als russische Schriftzeichen aus.

Mir gefällt das Teil nicht schlecht, auch wenn sich irgendwie der Begriff "iPad für Arme" aufdrängt. Irre ich mich, oder ist der Preis relativ hoch angesetzt? Vielleicht erscheint ja noch mal...