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Apple: Erste Testberichte zum iPad
Überwiegend positive Bewertung der Kritiker

von Lisa Hemmerich Uhr veröffentlicht

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Selten war ein Anwendergerät dermaßen umstritten wie das neue Apple iPad. Am heutigen Samstag, den 3. April kommt es endlich auf den amerikanischen Markt. Einige amerikanische Journalisten hatten im Voraus bereits die Gelegenheit das iPad eine Woche lang zu testen. Hier ihre Meinungen.

Selten war ein Anwendergerät dermaßen umstritten wie das neue Apple iPad. Am heutigen Samstag, den 3. April kommt es endlich auf den amerikanischen Markt. Einige amerikanische Journalisten hatten im Voraus bereits die Gelegenheit das iPad eine Woche lang zu testen. Hier ihre Meinungen.

Wall Street Journal:

Walter Mossberg vom Wall Street Journal zu Folge kommt das neue iPad einem "Laptop-Killer" ziemlich nahe. Der neue Touch-Screen von Apple wird mobile Computer grundlegend verändern und die Vorherrschaft von Laptops in Frage stellen. Womöglich wird die mit den Fingern gesteuerte Multitouch-Oberfläche bald die Maus ersetzen, vermutet der Autor. Allerdings fehlen dem iPad einige wichtige Anwendungen, wie eine Tastatur, eine Webcam und USB-Anschlüsse. Das iPad bietet also weniger als ein Laptop, aber mehr als ein E-Book, wie das Amazon Kindle. Allerdings ist das Gerät schwerer als ein Amazon Kindle und hat nur 60.000 Bücher im Angebot, im Vergleich zu den 400.000 des Kindles. Allerdings stellt es eine echte Weiterentwicklung zum iPhone dar. Alle 150.000 Apps vom iPhone sollen hier laufen. Die virtuelle Tastatur ist einfach zu nutzen.

Mossberg zu Folge kann das iPad den Laptop für einen Großteil der Datenkommunikation ersetzten, ebenso für Inhalte-Konsumierung und teilweise auch für deren Erstellung. Das hängt allerdings davon ab, wie man seinen Computer nutzt. Für solche User, die meist im Web surfen, Notizen und Emails schreiben, sowie Fotos, Videos und andere Medien konsumieren, ist es genau das richtige. Allerdings für solche User, die große komplexere Dokumente erstellen, ist der iPad weniger geeignet. Dem Email-Prgramm fehlen einige Funktionen, wie zum Beispiel zum Erstellen von Verteilern und lokaler Ordner sowie Suchefunktionen.

Apple iPad: Von Kritikern meistens gelobt

Positiv bewertete Mossberg die Haltezeit der Batterie mit 11,5 Stunden, also länger als die von Apple angegebenen zehn Stunden. Zudem bietet Apple zum Start rund 1000 neue Apps speziell für den iPad.

New York Times: 

Insgesamt kritischer bewertet David Pogue das iPad. Normale Menschen würden es generell eher befürworten, Technikfreaks eher kritisieren. Ingesamt hält Pogue fest, dass das iPad ein Riesen
-iPod-Touch ist, mit nur einem Knopf, dem "Home button" wie beim iPhone. Der New-York-Times-Autor kritisiert das beschränkte Angebot an e-Book-Reader-Apps. Nur 60.000 Bücher umfasse die Auwahl, zudem sei im Sonnenlicht schwer auf dem Bildschitm zu lesen. Außerdem lassen sich die Bücher nur auf iPad zu lesen, nicht aber auf einem Mac oder iPhone. Pogue kritisiert, dass sich die Tastatur schlecht bedienen lasse, weil sie größer sei als eine herkömmliche. Später soll zwar eine externe erhältlich sein, aber dann hätte man ja zwei Geräte mit sich herumzutragen.

Außerdem sei kein Multitasking möglich. Es kann nur ein App auf einmal geöffnet werden. Wie Mossberg kritisiert Pogue, dass es keine USB-Anschlüsse und Kamera gebe. Herkömmliche Laptops böten all diese Funktionen inzwischen für weniger Geld. 

Doch Pogue spart nicht mit Lob, zum Beispiel für den schnellen Prozessor. Programme lassen sich schnell öffnen, scrollen und Seiten laden in kürzester Zeit. Druch das große Format werden Karten zu echten Karten. Email-Eingang und offene Nachricht lassen sich gleichzeitig überschauen. Zwar laufen die rund 150.000 Apple Apps auch auf dem iPad, allerding bei älteren Versionen in Originalgröße, nämlich winzig auf dem großen Bildschirm oder groß und verpixelt. Aber wirklichen Spaß machen die Apps, die speziell für den iPad designed wurden. Auch bei Pogue hielt der Aku länger als offiziell angegeben: 12 Stunden.

Sein Fazit: Das iPad ist schnell, leicht. Der Multitouch-Screen ist so einfach zu bedieenen, dass man von einer neuen Kategorie von Gerät sprechen könne. Allerdings ersetzt das iPad keinen Laptop, weil es lange nicht so gut geeiget ist, selbst Dinge zu kreieren, dafür aber bequemer beim Konsumieren solcher. Großer Kritikpunkt ist, das keine Flash-Videos abgespielt werden können.

USA Today:

Dass auch das neue iPad mit großer Wahrscheinlichkeit ein Erfolg wird, schreibt Edward Baig. Mit ihm kann man im Web surfen, Bücher lesen, Spiele spielen, Photos und Karten anschauen, allerdings unterstützt es den Adobe Flashplayer nicht und damit ein Großteil der Videos im Web. Weitere Kritik übt der USA-Today-Autor wegen der fehlenden Kamera und USB-Ausgänge.

Das iPad lässt sich schwer in eine Kategorie einordnen. Es ist größer als ein Smartphone und kleiner als ein Laptop. "Einzigartig macht es weniger, was man damit tun kann, sondern wie", schrieb Baig. Apple schreibt Computergeschichte - ohne Maus und physische Tastatur. Alles basiert auf Berührung. Alle Programme kommen direkt von Apples App Store. "Es macht einfach nur Spaß, ist einfach zu bedienen und vor allem schnell im gewohnt cool Apple Design."     
    
Zeitungs und Magazinlayout sowie Farben sehen auf dem iPad besser aus als auf dem Kindle. Baig kritisiert auch die bislang beschränkte Auswahl an Büchern. Das neue iPad hat noch Fehler, die typisch sind für die erste Version eines Produktes: Es ist nicht fähig zum Mulittasking, außer iTunes im Hintergrund zu spielen. Zudem fehlen eine Webcam und USB-Ausgänge, aber es besteht die Möglichkeit der Standard i-Pod-Verbindung unter dem iPad anzuschließen und damit auch USB. Baig bemängelt, dass die Batterie fest eingebaut ist, man keine Videos editieren kann. Zudem reiche die Tastatur nur zum Mail- oder Notizenschreiben, aber nicht um regelmäßigen Arbeiten. Daher lautet auch seine Bewertung: Das iPad eignet mehr zum Inhaltekonsumieren, als selbst welche zu erschaffen.

PC Mag

Nach seinem Test ist auch Tim Gideon von PC Mag der Meinung, dass das iPad Sinn macht. iWork kombiniert die Grundanwendungen mit einem verbesserten Browser-, Email-, iPod- und Fotoanwendungen, sowie einer gut ausgeführten iBook-Plattform. Zudem sind tausende Apps und Spiele zum Runterladen erhältlich. Das ganze im gewohnten Apple-Design und super flach. Damit wird der Nutzer zum Gewinner, so Gideon. Allerdings ist das iPad nicht ohne Fehler: Multitasking ist nicht möglich, eine Kamera fehlt, Flash Videos können nicht abgespielt werden. Aber abgesehen davon, ist das iPad ein üvberzeugendes Debüt, das eine Menge Nachahmer auf dem Gebiet der Tablets nach sich ziehen wird.

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Selten war ein Anwendergerät dermaßen umstritten wie das neue Apple iPad. Am heutigen Samstag, den 3. April kommt es endlich auf den amerikanischen Markt. Einige amerikanische Journalisten hatten im Voraus bereits die Gelegenheit das iPad eine Woche lang zu testen. Hier ihre Meinungen.
http://www.netzwelt.de/news/82359-apple-erste-testberichte-ipad.html
2010-04-03 09:24:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/apple-ipad-kritikern-meistens-gelobt.png
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