Informationen versenden mit Twitter, Facebook und Co.
Vorgestellt: Microblogging-Dienste
Das Schreiben von Blogs hat um die Jahrtausendwende auch im alten Europa große Popularität und eine breite Lesergemeinde erreicht. Die Autoren beschäftigen sich mit Themen aus Wirtschaft, Politik oder IT-Medien meist mit längeren Beiträgen. Beim so genannten Microblogging ist die Länge eines Beitrags auf 140 Zeichen beschränkt es dreht sich alles um Informationen in Echtzeit.
Inhaltsverzeichnis
- 1Vorteile des Microblogging
- 2Twitter der Platzhirsch
- 3Followers auf beiden Seiten
- 4Umgang mit Nachrichten
- 5Funktionsumfang
- 6Google Buzz in Google Mail
- 7Kommunikation auf der Plattform
- 8Facebook: Twittern im Netzwerk
- 9Buschfunk bei StudiVZ
- 10Offene Standards für Microblogging
Bekannt geworden ist das Phänomen durch den US-Dienst Twitter. Es ist fast legendär, wie Mr. und Mrs. Kutcher (Demi Moore) auf der Plattform heiße Liebesschwüre austauschen. Auch andere Stars und Sternchen wie Eva Longoria oder Kevin Spacey stellen Informationen bereit. Längst blicken die Konkurrenten neidisch auf den Erfolg von Twitter und integrieren eigene Microblogging-Funktionen in Google Mail oder Facebook.
Vorteile des Microblogging
Das System hinter Microblogging bietet zunächst den Vorteil gegenüber klassischer Verbreitung von Informationen über E-Mail oder SMS, dass die Nachrichten auf 140 Zeichen beschränkt sind. Twitter hat diese Begrenzung eingeführt, damit die Verbreitung der Statusmeldungen aus dem Web auch über SMS möglich ist. Es entspricht 160 Zeichen, abzüglich Platz für den Benutzernamen. Microblogging verbreitet neue Informationen viel schneller.
Das liegt daran, dass Anwender Informationen über das Handy auch unterwegs verbreiten können. Sie sind eher dazu bereit, mit wenigen Zeichen zeitnah einen kleinen Happen als Textmeldung zu veröffentlichen, als einen großen Eintrag im Blog zu schreiben. Bei verschiedenen politischen Ereignissen hat sich gezeigt, wie erfolgreich das sein kann: Bei der Wahl zum Bundespräsidenten zwitscherte beispielsweise die Abgeordnete Julia Klöckner das Ergebnis noch vor der offiziellen Verkündung im Bundestag.
Twitter der Platzhirsch
Der erfolgreichste Microblogging-Dienst ist zweifelsohne Twitter. Die Idee dazu ist Anfang 2006 entstanden, als eine Gruppe von Entwicklern der Firma Odeo über neue Dienste und Trends im Web nachdachten. Jack Dorsey hatte die Idee, seine Mitmenschen über einen Webservice immer auf dem Laufenden zu halten, was er gerade macht damit war Twitter geboren. Mittlerweile beschäftigt Twitter Inc. knapp 110 Mitarbeiter.
Der Einstieg in Twitter ist leicht: Jeder Besucher kann sich auf der Webseite einen Zugang einrichten. Dazu ist lediglich eine gültige E-Mail-Adresse und ein beliebiger Benutzername nötig. Im zweiten Schritt kann der neue Anwender bekannte Menschen zu seinem Konto hinzufügen. Nach der Bestätigung der E-Mail-Adresse ist alles erledigt.
Followers auf beiden Seiten
Jeder Kunde von Twitter betreibt auf der Plattform praktisch eine eigene Webseite. Auf dieser erscheinen alle Statusmeldungen, die er veröffentlicht. Twitter fragt den Besucher mittlerweile nicht mehr nur, was er gerade macht, sondern allgemeiner, was es an Neuigkeiten gibt. Manche Menschen sammeln nur Links, andere erzählen Dinge aus dem Privatleben was letztendlich als "Tweet" gezwitschert wird, bleibt jedem selbst überlassen.
Wer die kurzen Nachrichten eines bestimmten Profils interessant findet, kann dieses als "Follower" (Abonnent) beobachten. Sobald das Gegenüber eine neue Statusmeldung eingibt, erscheint diese auf der sogenannten Zeitleiste (Timeline). Dort sammelt Twitter in chronologischer Reihenfolge alle Meldungen von Benutzer, deren Follower der Besucher ist. Auch die eigenen Tweets erscheinen dort. Die User, die einem selbst folgen, sieht man ebenfalls direkt im Profil.
Die Idee des einseitigen Following ist die Stärke von Microblogging: Wenn ich einen Menschen und seine Nachrichten interessant finde, kann ich diese beobachten das setzt aber nicht zwingend voraus, dass er mir auch folgt.
Umgang mit Nachrichten
Wer direkt einen anderen Benutzer ansprechen möchte, stellt in seiner Textnachricht einfach dem Profilnamen das @-Zeichen voran. Twitter erzeugt direkt einen Link auf das Profil und das Gegenüber kann über seinen Profilbereich alle Meldungen auf Twitter sehen, in denen er vorkommt und gegebenenfalls antworten.
Antworten auf einen bestimmten Tweet werden nur an Follower weitergeleitet, die beide Profile beobachten. So verstopften hitzige Diskussionen nicht die Zeitleiste unbeteiligter Dritter, die einem Profil folgen.
Eine besonders interessante Funktion an Twitter ist das sogenannte Weiterleiten oder "retweeten". Sofern eine Meldung gefällt, kann jeder angemeldete Besucher diese in sein eigenes Profil übernehmen mit einem Klick auf "retweet" eigenen Abonnenten weiter veröffentlichen. Sobald eine fremde Person eine Nachricht von einer Person retweetet, erscheint diese ebenfalls auf der Zeitleiste ganz oben auch wenn die Meldung dort schon lange verschwunden war.
Vorgestellt: Microblogging-Dienste
Auch netzwelt twittert seine News in die Welt. Die Abonnenten werden in der rechten Navigation angezeigt. Meldungen können auch ge-retweeted (neu-veröffentlicht) werden.
Account anlegen bei Twitter. Name, Benutzername, Passwort und eine Email-Adresse genügen, um mit dem Microblogging zu beginnen.
Auch Google Buzz lässt Folloer (Abonnenten) des eigenen Informations-kanals zu.
Netzwelt hat auch eine Seite bei Facebook und veröffentlicht ihre Berichte über die Plattform. Die Freunde/Abonennten werden in der linken Navigation angezeigt. Aber auch Nicht-Freunde können die Meldungen lesen.
Nach einer Anmeldung auf der Plattform StudiVZ, kommt direkt die Frage "Was machst du gerade?".
Funktionsumfang
Abseits der grundlegenden Funktionen bietet Twitter einige interessante Möglichkeiten: Die Profilseite kann individuell angepasst werden. Dazu kann in den Einstellungen eines von 20 vorgefertigten Designs ausgewählt werde. Der Hintergrund, die Farbe von Links und der Seitenleiste lassen sich zusätzlich anpassen. Viele Besucher verwenden insbesondere den Hintergrund dazu, das Aussehen an die eigene Webseite anzupassen.
