Doch kein Fehler in der eigenen Google-Software
Google: Chinesische Zensoren blockieren Umleitung nach Hongkong
Zunächst hat Google einen Fehler in den eigenen URLs als Ursache für Störungen des Hongkonger-Auftrittes vermutet. Doch nun scheint klar, dass die chinesische Web-Zensur am Dienstag den Zugriff auf die Google-Seite in Hongkong gesperrt hat. Auf der Informationsseite zu China heißt es YouTube, Blogs und verschiedene Webseiten seien für User in China ganz gesperrt. Google-Suche, News und Bilder waren vorübergehend nur eingeschränkt aufrufbar. Zudem fielen die mobilen Dienste aus.
Dies ist der erste Störfall seit Google am 22. März alle Aufrufe der chinesischen Suchmaschine google.cn zum unzensierten Auftritt in der Sonderzone Hongkong umleitet. Damit wollte sich das Unternehmen nicht länger der chinesischen Zensur beugen. Die chinesische Regierung drohte daraufhin mit Kosequenzen.
Entgegen einer ursprünglichen Erklärung schließt Google mittlerweile einen eigenen Fehler aus. "Bereits vor einer Woche nahmen wir eine Änderung der Seite vor. Was auch immer jetzt mit Google.com.hk passierte muss also eine Änderung der großen Firewall sein", sagte ein Google-Sprecher. "Unser Suchmaschinentraffic ist jetzt wieder normal, obwohl wir keine Änderungen vorgenommen haben. Wir werden die Sache weiter beobachten, aber im Moment scheint das Problem behoben zu sein."
Den Hintergrundartikel "China: Google wehrt sich gegen Web-Zensur" finden Sie an dieser Stelle.
