Geschwindigkeiten von 3,5 Tera-Elektronenvolt erreicht

CERN: Forscher beschleunigen Teilchen auf Rekordtempo (Update)

Wissenschaftler des weltweit größten Teilchenbeschleunigers LHC haben einen neuen Rekord aufgestellt: Am Schweizer CERN-Institut haben die Forscher Teilchen mit einem Tempo von jeweils 3,5 Teravolt aufeinander prallen lassen. Das Experiment wird aktuell im Internet übertragen.

CERN LHC
Teilchenbeschleuniger LHC in der Nähe von Genf: Neuer Rekordversuch gestartet. Foto: CERN

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Schwieriges Experiment
  2. 2Teilchenring 27 Kilometer lang
  3. 3Update vom 30. März 2010: Gelungener Versuch am CERN

Das Update vom 30. März 2010 finden Sie am Ende des Artikels.

Als das Universum entstand, wurden unheimliche Mengen an Energie freigesetzt. Eine solche Leistungsexplosion, wie sie nach dem Urknall zustande kam, wollen Physiker im weltweit größten Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am CERN simulieren. Das Experiment der Europäischen Organisation für Kernforschung in der Nähe von Meyrin bei Genf in der Schweiz wird aktuell auch im Internet übertragen. Auf Twitter wird live über das Ereignis berichtet.

Mit Geschwindigkeiten bis zu jeweils 3,5 Tera-Elektronenvolt (TeV) sollen zwei Protonenstrahlen aufeinander treffen. Zusammengerechnet ergibt sich damit ein Tempo von 7,0 TeV beim Zusammenprall. Damit würden die Wissenschaftler einen neuen Rekord aufstellen.

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Schwieriges Experiment

Den letzten Rekord hatten die Forscher erst vor wenigen Tagen erreicht: Am 19. März 2010 wurden zwei Protonenstrahlen auf jeweils 3,5 TeV beschleunigt. Im letzten Jahr, genauer am 16. Dezember erreichten die CERN-Physiker ein Tempo von 1,18 TeV.

Mit dem jetzt anvisierten Rekord will das CERN neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums gelangen. In einer Presseerklärung ließ das Forschungszentrum aber vor einer Woche verlauten: "Es könnte Stunden oder sogar Tage dauern, bis eine Kollision zustande kommt."

Teilchenring 27 Kilometer lang

Gelingt es den Forschern, die Geschwindigkeit dauerhaft einzustellen, sollen die Experimente dauerhaft über einen Zeitraum von 18 bis zu 24 Monaten laufen. Ende dieses Jahres wird nach Angaben des CERN aber ein kurzer Stopp eingelegt.

Im Teilchenbeschleuniger LHC beim CERN werden Teilchen in einem 27 Kilometer langen Ring auf Geschwindigkeit gebracht. Nach entsprechenden Kollisionen versuchen die Forscher die Flugbahnen der Teilchen zu rekonstruieren. Damit erhoffen sie sich Rückschlüsse auf die Struktur der Materie.

Update vom 30. März 2010: Gelungener Versuch am CERN

Nach Startproblemen ist das Experiment am Genfer Kernforschungszentrum CERN geglückt. Um 13.06 Uhr am Dienstag ist es den Wissenschaftlern gelungen, erste Kollisionen mit einer Geschwindigkeit von sieben Teravolt herbeizuführen. "Es ist ein großer Tag, Teilchenphysiker zu sein", sagte CERN-Generaldirektor Rolf Heuer zu dem gelungenen Versuch.

Die Forscher hatten am Morgen zunächst Schwierigkeiten mit der Energieversorgung und dem Sicherheitssystem des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC). Nach dem konstanten Zusammenprall der Teilchen geht der Versuch jetzt in die nächste Phase. Besonderes Augenmerk der Wissenschaftler liegt dabei auf der Entdeckung des Higgs Boson-Teilchen. Vereinfacht gesagt bietet das Partikel eine Erklärung dafür, dass Teilchen überhaupt eine Masse haben.

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Beiträgeinsgesamt 19 Beiträge

Wer meint das dieses Projekt sinnlos und das Geld in den Sand gesetzt wurde, der sollte doch bitte anstatt vor seinem Pc zu sitzen, zurück in die Steinzeit reisen und seinen sinnlosen Text nochmal in Stein meißeln...

Hay, können sich die achso hoch gelobten Wissenschaftler eigentlich nicht vorstellen das es gar kein higgs teilchen gibt? ganz logisch eigentlich, denn die "masse" entsteht ja eigentlich durch die konstellation der...

Also mal eine halbwegs seriöses Forum zu diesem Thema! Wozu soll man denn "einen künstlichen Urknall" praktisch nutzen können? Ein GPS System oder eine Laserdisc wirds sicherlich nicht. Ein...

Es gab da mal scheints einen Urknall und päng es war da unser Weltall dass der Mensch ist entstanden habe ich nie verstanden es war wohl ein misslicher Zufall. Diesen...

All unser Bemühen das Entstehen der Dinge zu entschlüsseln, basiert auf Annahmen, welche erst nach jahezehnten der Rechnerei halbwegs belegbar werden. Jedoch haben wir offensichtlich vergessen, dass es sich hierbei...

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