Online-Gaming gewinnt 2009 an Beliebtheit
Studie: Über ein Drittel mehr Online-Zocker
Verlockender Zeitvertreib: Das Interesse an Online-Games ist im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr über 30 Prozent angestiegen. Fast die Hälfte der Browser-Spieler sitzt täglich vor ihrem Bildschirm. Viele von ihnen nehmen Werbungangebote wahr, was das Spielen im Internet zu einer lukrativen Plattform für die Werbebranche macht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Die Fachgruppe Connected Games im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat ihre Studie "Online Games-Report 2010" veröffentlicht. Die plattformübergreifende Befragung von 7.500 Online-Spielern in Deutschland liefert überraschende Resultate: Der Online-Spiele-Markt verzeichnete 2009 ein Wachstum von einem Drittel. Die Studie zeigt deutliche Veränderungen im Nutzerverhalten, so spielen 44 Prozent der Gamer heute häufiger als vor ihrer Anmeldung im vergangenen Jahr.
Spieler investieren in ihr Hobby
Nach Angaben des BVDW sind bereits 40 Prozent der Online-Spieler täglich in der digitalen Spielewelt aktiv, ein Drittel unter ihnen sind Intensivnutzer, die mehr als zwei Stunden pro Sitzung vor ihrem Bildschirm verbringen. Was vor gar nicht langer Zeit klischeehaft als Männersache abgetan wurde, ist heute dafür bei Frauen umso beliebter - bereits jeder Dritte Gamer ist weiblich. Als Top 3 unter den Genres wertet die Studie Strategie- und Denkspiele sowie Action-Adventures aus.
Nach Aussagen von Nils-Holger Henning, stellvertretender Vorsitzender bei Connected Games, würde die Zahl der Internet-Spieler nicht nur rasant steigen, diese wären sogar bereit, in ihr Hobby zu investieren. Knapp jeder Dritte Gamer zahlt monatlich rund 28 Euro. "Der BVDW Online Games-Report 2010 belegt schon jetzt die hohe Akzeptanz von Online-Spielen und somit das deutliche Wachstumspotenzial", sagt Henning.
Attraktiv sei der Online-Spiele-Markt laut des BVDW besonders für Werbekunden, da jeder Dritte Spieler angab, Werbeangebote aktiv anzuklicken. Marc Wardenga, Vorsitzender der Fachgruppe Connected Games gibt sich daher optimistisch: "Online Games sind kein Nischenmarkt mehr, sondern ein eigenständiger Wirtschaftsbereich innerhalb der Games-Industrie". Laut Wardenga entstünden bereits hunderte von neuen Arbeitsplätzen in Deutschland auf Grund der hohen Nachfrage nach Online-Spielen.

Sagen Sie Ihre Meinung!