Digitale Post sicher verschicken
Gpg4win: E-Mail-Verschlüsselung für Outlook
Das Open-Source-Programm "Gpg4win" verschlüsselt in Outlook geschriebene E-Mails. Ohne die Kombination aus öffentlichem und privatem Schlüssel können Unbefugte mit dem Inhalt der Nachricht nichts anfangen. Erhaltene verschlüsselte Nachrichten werden dank der Software leserlich angezeigt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Installation
- 2Signierte und verschlüsselte E-Mails
- 3Fazit: Sicherheit für E-Mails
Das Senden wichtiger Nachrichten per E-Mail birgt die Gefahr, dass Unbefugte den Inhalt einsehen. Gpg4win versieht E-Mails in Outlook 2003 und 2007 mit einem PGP-Schutz, der aus einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel besteht. Zum Verschicken verschlüsselter Nachrichten benötigt der Verfasser zunächst den öffentlichen Schlüssel des Empfängers.
Installation
Die Installationsdatei von Gpg4win belegt drei Megabyte Festplattenspeicher, das Programm selbst 103 Megabyte. Im Anschluss an die Installation legt der Nutzer zunächst einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel, sowie eine Signatur an. Die Signatur versichert, dass die E-Mail auch wirklich von dem Absender stammt, von dem sie zu kommen scheint. Während der Einrichtung der Schlüssel sollte Outlook nicht geöffnet sein.
Persönliches Schlüsselpaar erzeugen
Startet der Anwender Outlook nun zeigt die Menüleiste die zusätzlichen Symbolschaltfläche "Zertifikatsverwaltung GplOL öffnen". Der Klick auf die Schalfläche öffnet das Fenster "Kleopatra", in dem der Nutzer auf "Datei", "Neues Zertifikat" und "OpenPGP-Schlüsselpaar erzeugen" klickt. Nach der Eingabe von Name und E-Mail-Adresse klickt der Anwender auf "Schlüssel erzeugen" und tippt zweimal ein Passwort ein. Damit ist das Schlüsselzertifikat erzeugt. Zum Exportieren des erzeugten Zertifikats klickt der Anwender im Kleopatra-Fenster auf das Zertifikat und anschließend auf "Datei" und "Zertifikat exportieren".
Signierte und verschlüsselte E-Mails
Nach dem Verfassen einer E-Mail bietet der Reiter "Add-Ins" Schaltflächen zum Signieren oder Verschlüsseln einer Nachricht. Durch das Signieren eine E-Mail bestätigt der Nutzer, dass die Nachricht wirklich von ihm stammt. Dazu wählt der Anwender nach dem Klick auf "Senden" das zu verwendende Zertifikat aus und tippt die Passphrase ein. Anschließend versendet Outlook die Datei.

Für das verschlüsselte Versenden einer E-Mail benötigt der Verfasser den öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Diesen wählt er dann im Verschlüsselungsfenster nach dem Klick auf "Senden" aus. Vor dem Versenden tippt der zudem Anwender erneut die Passphrase ein. Erst die Kombination aus öffentlichem und privatem Schlüssel des Empfängers gestatten das Lesen der verschlüsselten Nachricht. Erhaltene Zertifikate bindet der Anwender in Kleopatra über "Datei" und "Zertifikate importieren" ein.
Fazit: Sicherheit für E-Mails
Gpg4win signiert und verschlüsselt in Outlook geschriebene E-Mails. So ist der Inhalt der Nachrichten vor den Blicken Unbefugter geschützt. Der Zertifikatmanager "Kleopatra" bindet sich zudem gut in Microsofts E-Mail-Programm ein.
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Nutzer von Mozilla Thunderbird verschlüsseln ihre E-Mails mit dem ebenfalls kostenlosen Enigmail. Die Erweiterung greift ebenfalls auf die Kombination aus privatem und öffentlichem Schlüssel zurück.

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