Millionen von E-Mail-Nutzern setzen sich Viren aus
Umfrage: Über ein Drittel der Nutzer öffnet Spam mutwillig
Erschreckende Ergebnisse: Eine internationale Umfrage unter E-Mail-Nutzern zeigt, dass nach wie vor Millionen Menschen Spam-Links ohne nachzudenken klicken. Obwohl über 80 Prozent der Befragten über das Viren-Risiko informiert sind, glaubt nur rund ein Drittel von ihnen, dass der eigene Rechner mit Viren infiziert werden könnte. Fast die Hälfte der Anwender öffnen Spam-E-Mails sogar absichtlich.
Die Arbeitsgruppe Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG), bestehend aus bekannten Firmen der Internetbranche, hat im Januar 2010 eine Online-Umfrage zum Sicherheitsbewusstsein und zur Nutzung von E-Mail durchgeführt. Unter den rund 3500 befragten Verbrauchern aus den USA, Kanada und Westeuropa, gab rund die Hälfte an, sich in Bezug auf E-Mail-Sicherheit für "einigermaßen erfahren" zu halten, 33 Prozent der Befragten in Deutschland bezeichnen sich selbst sogar als "Experten" in diesem Gebiet. Nur 36 Prozent von ihnen glauben, durch das Öffnen von Spam tatsächlich einem Viren-Risiko ausgesetzt zu sein.
Uns passiert schon nichts
Über 80 Prozent der Befragten sind sich den Gefahren von Bot-Infektionen, Virenbefall oder Betrug durch Spam-E-Mails bewusst, klicken dennoch auf die verbreitete Malware. Rund 46 Prozent von ihnen tun dies nach den Umfrage-Ergebnissen sogar mutwillig und ohne jegliche Bedenken, darunter die Hälfte junge Nutzer unter 35 Jahren. Weniger als 50 Prozent der E-Mail-Nutzer fühlt sich für die Verbreitung von Viren oder Cyber-Angriffen verantwortlich, sie glauben, dies unterliege der Zuständigkeit ihres Providers.
25 Prozent der Anwender wollten sich nach dem Öffnen der Spam-Nachricht abmelden oder sich beim Absender beschweren, 18 Prozent warteten einfach ab, was passiert. Trotz dem verbreiteten "Uns-Passiert-schon-nichts-Syndrom" sehen die Nutzer sich in ihren Möglichkeiten zur Virenbekämpfung mit rund 60 Prozent an zweiter Stelle hinter den Antiviren-Anbietern. "Der Verbraucher muss wissen, dass er kein hilfloser Zuschauer ist. Er spielt eine ganz entscheidende Rolle beim Kampf gegen Spammer", sagt Michael O'Reirdan, Vorsitzender der MAAWG. Anwender sollten die Risiken nicht weiter unterschätzen und könnten durch Ignorieren und Kennzeichnen der Spam-E-Mails als "unerwünscht" zu einer Minimierung der Gefahr beitragen.
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Ich wundere mich in der Beziehung überhaupt nicht darüber, denn wir lesen auch hier immer wieder: "habe ich angeklickt, jetzt habe ich ein Abo am Hals"