BVMI fordert konkrete politische Maßnahmen

Musik-Downloads: Kostenlos-Kultur schädigt Wirtschaft

Musik-Downloads: Kostenlos-Kultur schädigt Wirtschaft Aufatmen für die Musikindustrie: Die Jahresbilanz 2009 verzeichnet dank stabiler CD-Verkäufe und einem großem Interesse an Musikdownloads nur einen leichten Rückgang des Umsatzes. Der Trend zu kostenlosen, illegalen Downloads bereitet dem Bundesverband der Musikindustrie jedoch Kopfschmerzen.

Der Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) hat auf seiner Jahrespressekonferenz seine Bilanz der Musikindustrie 2009 veröffentlicht. Mit einem nur leichten Rückgang um 2,1 Prozent hat der Musikmarkt mit einem Gesamtumsatz von 1,803 Milliarden Euro wieder stabileren Boden unter seinen Füßen. Vor allem bei den Musikdownloads wurde ein deutlicher Gewinn von 34,6 Prozent im Vergleich zu 2008 verzeichnet.

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Sorge trotz Zuwachs

Mit der neuen Bilanz liefern sich nach Angaben des BVMI Deutschland und Großbritannien einen Wettstreit um den drittgrößten internationalen Markt. Besonders die erfolgreichen CD-Verkäufe, die 2009 einen Absatz von 147,3 Millionen aufwiesen, sorgen für die Stabilität der Industrie. Physikalische Tonträger, darunter auch die Schallplatte, die im vergangenen Jahr erstmals wieder über der Millionengrenze lag, machen zusammen rund 90 Prozent des Umsatzes bei den Verkäufen aus. Auch der Vertrieb von Musikalben im Internet konnte nach Aussagen des BVMI gesteigert werden. So erzielten die teuren Bundles einen Gewinn von 65 Prozent. "Entgegen aller Prophezeiungen scheint das Album auch im Digitalmarkt eine Zukunft zu haben", so BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk.

Der gestiegene Umsatz der legalen Musikdownloads auf 118,3 Millionen Euro ist zwar ein Gewinn für die Musikwirtschaft, bringe jedoch auf Grund des Trends zu einer "Kostenlos-Kultur" im Web erhebliche Verluste mit sich. Die illegalen Downloads sanken nach Angaben des BVMI zwar von 316 Millionen 2008 auf 258 Millionen, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen seien dennoch gefährdet. "Wenn diese Strukturen zusammenbrechen, gibt es weniger qualitative Inhalte, weniger Wertschöpfung, weniger Steuern", sagte Prof. Dieter Gorny, BVMI-Vorsitzender. Die Musikbranche habe in den letzen zehn Jahren rund 40 Prozent an Arbeitsplätzen und Umsätzen einbüßen müssen. Gorny fordert die Politik auf, endlich konkrete Maßnahmen für die Stärkung von Urheberrechten im Internet zu ergreifen, sonst wären bald alle Medienbranchen von dieser Entwicklung betroffen.

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Beiträgeinsgesamt 8 Beiträge

@Direktsaft Nein, wir haben Akuma zu dem gemacht was wir besser können: Publishing. Dort findet sich heute eine Riesen-Datenbank. Wir hatten schlichtweg keinen Bock darauf, einer Industrie...

Entschuldigung. Doch hattet Ihr nicht vor einigen Monaten in einer PR-Meldung bestätigt, dass der Musikdienst eingestellt wurde? Dazu kursieren dazu im Netz einige Versuche, die den Verkauf von Akuma...

Zitat: Die paar Leser die ihr habt... Wenn die "paar" Leser alle bei akuma Musik gekauft hätten wäre der Dienst heute eine Riesennummer ;-) Und was heißt hier eingegangen?...

Das Problem ist nicht das Ausziehen der Musikdienste. Ihr schreibt doch selbst, dass rund 90 Prozent Hardware ausmache - also Disk und Platte. Das eigentliche Problem sind eher die Produktionskosten. Sechs bis 10...

Natürlich gab es auch schon früher Musik-Kopien. Der Vorteil - oder aus Sicht der Industrie: Nachteil - liegt aber an der Verfügbarkeit. Viel schneller kann ich viel mehr Musik oder Videos sammeln. ...

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