Fast ein Navi: GPS-Kamera Samsung WB650 im Test

Fotos und Videos mit zu wenig Details

Die Samsung WB650 kann ihren aktuellen Standort auf einer Karte anzeigen. Der Nutzer muss zuvor allerdings die Kartendaten von der Homepage von Samsung herunterladen. Das Unternehmen verlangt die Angabe eines Namens, einer E-Mail-Adresse sowie der Seriennummer der Kamera, bevor es den Zugriff auf das Kartenmaterial der Firma Navteq freigibt. Neben dem rund 82,5 Megabyte großen ZIP-Archiv von Deutschland stehen Landkarten fast aller europäischen Staaten sowie weiterer Länder auf allen fünf Kontinenten bereit.

Die entpackten Dateien muss der Nutzer in eine vorgegebene Ordnerstruktur auf eine SD-Karte kopieren. Eine genaue Anleitung hat Samsung auf seine Homepage gestellt. Der Startpunkt der deutschen Karten liegt immer in Berlin. Bei aktiviertem GPS-Empfang reicht ein Knopfdruck, um auf den aktuellen Standort zu springen. Der Fotograf kann den Kartenausschnitt aber auch frei bewegen.

Mit ihrer Bildqualität liegt die Samsung WB650 nur im Mittelfeld der digitalen Kompaktkameras. Die Farben wirken zwar natürlich und die Kontraste sind gut zu erkennen, doch den Bildern mangelt es an Detailgenauigkeit und Schärfe. Zusätzlich setzt ein erkennbares Bildrauschen schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 ein.

Die fehlenden Details und das Bildrauschen fallen vor allem ins Auge, wenn der Betrachter die Fotos in Originalgröße sieht. Verkleinerungen der Aufnahmen eignen sich trotz der Mängel noch für Veröffentlichungen im Internet oder für Papierabzüge bis zu einer Größe von 13 x 18 Zentimetern. Für das Bildrauschen gilt dies allerdings nur bis ISO 800, ab ISO 1.600 fallen die Störungen so massiv aus, dass die Aufnahmen unbrauchbar sind.

Samsung WB650 Testbilder

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 200, Blende 3.4, 1/30 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 200, Blende 3.4, 1/30 Sekunde.

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 100, Blende 3.4, 1/15 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 100, Blende 3.4, 1/15 Sekunde.

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 200, Blende 3.4, 1/30 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 200, Blende 3.4, 1/30 Sekunde.

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 400, Blende 3.4, 1/60 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 400, Blende 3.4, 1/60 Sekunde.

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 800, Blende 3.4, 1/125 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 800, Blende 3.4, 1/125 Sekunde.

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 1600, Blende 3.4, 1/250 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 1600, Blende 3.4, 1/250 Sekunde.

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Samsung WB650 Testbild - Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 3200, Blende 4.8, 1/250 Sekunde.
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Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 3200, Blende 4.8, 1/250 Sekunde.


Videos zeichnet die Samsung WB650 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Filme überzeugen mit einem sehr guten automatischen Weißabgleich, der die Kameraeinstellungen schnell an neue Lichtverhältnisse anpasst. Allerdings würden den bewegten Bildern wie den Standbildern auch ein paar mehr Details gut tun und die Aufnahmen schärfer wirken lassen.

Die zwei kleinen Mikrofone liefern einen gut verständlichen Ton. Bewegt sich das Objektiv während der Videoaufzeichnung hinterlässt es laute Störgeräusche im Film. Als Gegenmittel bietet die Kamera nur an, die Tonaufzeichnung bei Objektivbewegungen vollständig zu unterbrechen.

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Zwei Anschlüsse und kein Ladegerät

Durch die leichte Wölbung auf der Vorderseite und die große Ablagefläche für den Daumen auf der Rückseite lässt sich die WB650 sicher greifen. Zur Sicherung vor einem Sturz dient eine Handgelenksschlaufe, die der Nutzer an dem sauber verarbeiteten Gehäuse aus Metall und Kunststoff befestigen kann.

Ein Lithium-Ionen-Akku versorgt die WB650 mit Strom. Im Lieferumfang befindet sich allerdings nur ein Netzadapter mit dem der Fotograf die Batterie nur in der Kamera aufladen kann. Fotos und Videos speichert der Fotoapparat auf SD- und SDHC-Karten ab. Neben einem Mini-HDMI-Anschluss stattet Samsung die Digitalkamera nur noch mit einer weiteren Schnittstelle aus. Die nur von Samsung verwendete Buchse dient zum Übertragen von Daten und zum Aufladen des Akkus.

Fazit: Sehr guter Orientierungssinn

Legt man nur die GPS-Funktion einer Bewertung zugrunde, steht die Samsung WB650 deutlich vor anderen Digitalkameras mit eingebauten GPS-Modul wie der Nikon Coolpix P6000, der Samsung ST1000 oder der Panasonic Lumix TZ10 auf dem ersten Platz. Das Gesamturteil fällt aufgrund der mittelmäßigen Bildqualität und der stellenweise unkomfortablen Bedienung nicht ganz so positiv aus und die anderen Kameras können aufschließen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die WB650 beträgt 399 Euro, im Internet bieten Händler die Kamera bereits für rund 330 Euro an. Nutzern, denen die Beschreibung der WB650 zusagt und die kein Interesse am GPS-Modul haben, können sich die WB600 genauer anschauen. Bei ihr handelt es sich von den technischen Daten her um eine WB650 ohne GPS und mit einem weniger hochwertigen Bildschirm. Sparpotential: Rund 50 Euro.

Weitere Informationen

Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Samsung WB650. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Samsung WB650. Zusätzlich haben wir ein Special zu Samsung Digitalkamera vorbereitet.

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