Reisekamera mit 15-fachem Zoom und Kartendarstellung
Fast ein Navi: GPS-Kamera Samsung WB650 im Test
Geotagging leicht gemacht: Mit Hilfe des eingebauten GPS-Empfängers versieht die Samsung WB650 ihre Bilder bei der Aufzeichnung mit den Geokoordinaten des Aufnahmeorts. So können zum Beispiel Urlaubsbilder später auf einer Karte die Reiseroute illustrieren. Zusätzlich verfügt die Kompaktkamera über ein Objektiv mit 15-fachem Zoom, nimmt HD-Videos auf und zeigt Landkarten an.
Samsung WB 650: Die Samsung WB650 ist eine Digitalkamera mit eingebautem GPS Empfänger. Demtentsprechend fügt die Kamera auf Wunsch den Metadaten der Bilder Geokoordinaten hinzu. Zum Video: Samsung WB 650
Inhaltsverzeichnis
- 1Rekordverdächtig: 15-facher Zoom
- 2Einfache Bedienung mit Hindernissen
- 3Guter GPS-Empfang und eine Straßenkarte
- 4Fotos und Videos mit zu wenig Details
- 5Zwei Anschlüsse und kein Ladegerät
- 6Fazit: Sehr guter Orientierungssinn
Rekordverdächtig: 15-facher Zoom
Der 1/2,3 Zoll große CCD-Bildsensor der Samsung WB650 liefert eine Auflösung von bis zu 12,1 Megapixeln. Genug, um neben Fotos auch Videos in HD-Auflösung aufzunehmen. Mit Hilfe ihres GPS-Empfängers macht die Kamera Geotagging denkbar einfach. Sie speichert die Koordinaten des Aufnahmeortes in den Metadaten der Bilder, so dass Programme auf sie zugreifen können.
Der ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweitenbereich von 24 bis 360 Millimetern der Samsung WB650 ist für eine Kompaktkamera rekordverdächtig. Einen 15-fachen Zoom boten bisher nur Bridgekameras. Ein optischer Bildstabilisator sorgt dafür, dass die Aufnahmen sowohl bei schlechten Lichtverhältnissen als auch bei voll ausgefahrenem Objektiv nicht so schnell verwackeln. Ihre Brennweite verändert die Linse in akzeptabler Geschwindigkeit, der Autofokus arbeitet zügig und präzise.
Die Samsung WB650 gehört zu den wenigen Kompaktkameras, die dem Fotografen eine umfangreiche manuelle Kontrolle über die Belichtungseinstellungen bieten. Sie verfügt darüber hinaus über halb- und vollautomatische Aufnahmemodi sowie Voreinstellungen für 13 verschiedene Aufnahmesituationen. Eine Gesichtserkennung und eine Lächelautomatik vereinfachen Selbstporträts und Aufnahmen von anderen Personen.
Samsung baut auf der Rückseite der WB650 einen drei Zoll großen AMOLED-Bildschirm ein, der auch als Sucher dient. Die weiterentwickelten Leuchtdioden sorgen auf der Anzeige mit einer Auflösung von 920.000 Bildpunkten für kräftige Farben und gut erkennbare Details. Die Blickwinkel des kleinen Monitors liegen bei fast 180 Grad und der angezeigte Inhalt lässt sich auch bei direktem Sonnenlicht gut erkennen.
Einfache Bedienung mit Hindernissen
Die Samsung WB650 liegt angenehm in der Hand und zur Bedienung reichen fünf Finger in der Regel aus. Woraus allerdings nicht zwangsläufig eine angenehme Bedienung folgt. Die Druckpunkte der Tasten fallen sehr unterschiedlich aus und reichen von deutlich bis verschwommen. Bewegt sich das Objektiv bereits registriert die Zoomwippe eine Richtungsänderung erst nach einer kurzen Pause.
Der Fotograf erreicht alle wichtigen Bildeinstellungen über Direktwahltasten im Vier-Wege-Steuerring und mit Hilfe der "Fn"-Taste. So lassen sich schnell die Lichtempfindlichkeit, der Weißabgleich oder die Blitzart einstellen. Im Hauptmenü kann der Nutzer zusätzlich zu den Grundeinstellungen noch das GPS-Modul, den Ton und die Anzeige anpassen.
Guter GPS-Empfang und eine Straßenkarte
Den GPS-Empfänger schaltet der Fotograf mit einer eigenen Taste auf der Oberseite der Kamera ein und aus. Nach dem ersten Start benötigte die WB650 nur etwas mehr als eine Minute bis sie ihren Standort ermittelt hatte - und war damit deutlich schneller als andere Digitalkameras mit eingebauten GPS-Sensor. War die Kamera kurzzeitig, also bis zu einer Stunde, abgeschaltet erhielt sie bereits nach wenigen Sekunden aktuelle Geokoordinaten.
Nach einer längeren Pause, zum Beispiel über Nacht, benötigte die WB650 erneut über eine Minute um ihre Position zu ermitteln. Das GPS-Modul empfing im Test sogar in geschlossenen Räumen in Fensternähe und im Dachgeschoss teilweise Signale von Satelliten. Erhält die Kamera keine aktuellen Positionsdaten verwendet sie für Fotos den letzten bekannten Standort. Der GPS-Empfang verbraucht viel Energie. Nach etwa zwei Stunden GPS-Empfang sowie der Aufnahme von rund 50 Fotos und drei Videos mit einer Länge zwischen je einer und zwei Minuten ist etwa ein Drittel des Akkus aufgebraucht.

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Wissen Sie immer drei Minuten vorher, dass Sie einen Schnappschuss machen wollen? Diese Zeit braucht GPS, um die Position zu bestimmen. Knipse ich vorher, fehlt die GPS-Information. Die Kamera ist als...
Die Kartenfunktion der Kamera ist wirklich toll. Direkt nach der Aufnahme eines GPS-Bildes, kann man sich den Aufnahmeort in der Karte ansehen. Auch die Genauigkeit des GPS überzeugt und das Kartenmaterial ist...