Einkaufsberater: Network Attached Storage (NAS)
Die Oberklasse: Starke Hardware und spezielle Wünsche
Ein bezahlbarer Vertreter der Oberklasse präsentiert sich unter dem Namen Turbo Station TS-259 Pro für 800 Euro. Das von Qnap hergestellte Gerät ist mit allem ausgestattet, was der Markt heute hergibt. Im Preis enthalten sind vier Terabyte Speicher, zwei LAN-Schnittstellen, fünf USB 2.0- sowie zwei eSATA-Anschlüsse. Im Betrieb verbraucht der Qnap nach Herstellerangaben gerade einmal 25 Watt Strom. Die zwei SATA II Festplatten unterstützen RAID 0 oder 1. Der Intel Atom-Prozessor taktet mit 1,66 Gigahertz und das Gerät verfügt über einen Gigabyte Arbeitsspeicher. Das entspricht der heutigen Ausstattung eines Netbooks oder Tablet-PCs.

Das Selbstbau-NAS
Man muss nicht zum nächsten Internetshop oder Laden, um ein funktionierendes NAS zu erhalten. Denn gerade wenn der längst vergessene Rechner im Keller einstaubt, lohnt sich ein Blick auf die alte Kiste. Wer ein wenig Zeit und Linux-Erfahrung mitbringt, kann mittel FreeNAS den eigenen Rechner in einen voll konfigurierbaren NAS-Server verwandeln. Wem Linux zu kompliziert erscheint, kann auch zu Windows Home Servern greifen. Bei dem Betriebssystem handelt es sich um eine simple, stabile Windowsvariante, die auf NAS-Servern vorinstalliert wird. Diese bietet dann Funktionen wie Streaming aus dem Internet, Druckereinbindung oder diverse Backup-Dienste.
Mit weniger Bastler- oder Programmieraufwand funktioniert es, wenn man sich sein Wunsch-Netzwerkspeicher einfach selbst zusammenstellt. Dazu brauchen Sie eine alte SATA-Festplatte, sowie ein entsprechendes Gehäuse. Doch Vorsicht: Beide Geräte müssen miteinander kompatibel sein. RaidSonic zum Beispiel bietet mit den Icy Box Modellen externe NAS-Gehäuse, die mit USB 2.0, eSATA und LAN ausgestattet sind. Preislich beginnen die kleine Kästen bei 50 Euro.

Fazit
Globalisierung, auch im Wohnzimmer
Mittlerweile sind viele Haushalte im Besitz mehrerer Rechner. Dadurch sind die Daten auf vielen Systemen verteilt - ein zentraler Speicherplatz fehlt. Hier setzt ein NAS-System an. Der größte Vorteil ist, dass sie von Haus aus all die Kernfunktionen mitbringen, die man von einem solchen Gerät erwartet. Darunter zählen unter anderem Stabilität, Flexibilität, die RAID-Konfiguration oder auch Backup-Funktionen. Heutige Geräte beherrschen zudem den Empfang und gleichzeitige Wiedergabe von Audio- oder Videodateien aus dem Internet.
Weiterhin spielt auch der niedrige Stromverbrauch, beispielsweise verglichen mit einem zweiten Computer, eine Rolle. Wer also über eine große Menge von Daten verfügt und diese im Haushalt oder vom Internet aus leicht erreichen möchte, ist mit einem Netzwerkspeicher gut beraten. Die Einbindung von Druckern oder Webradios macht eine Anschaffung nicht weniger attraktiv.
