Worauf man beim Kauf eines Netzwerkspeichers achten sollten

Einkaufsberater: Network Attached Storage (NAS)

Netzwerke sind nicht erst seit Windows 7 eine simple und praktische Angelegenheit. Der Nutzer kann Daten von verschiedenen Quellen austauschen oder synchronisieren, einen Drucker gemeinsam mit Anderen nutzen und auch den Internetanschluss teilen. Problematisch wird es nur, wenn mal ein Gerät im Netzwerk aus ist und man nicht an die gewünschten Daten kommt. Abhilfe schafft hier ein Network Attached Storage (NAS). Auf diesen kleinen Netzwerkspeichern werden die Daten zentral gespeichert. So hat jeder Computer im LAN stets Zugriff auf Filme, Bilder oder Musik ohne die Daten umständlich auf einem dritten PC zu lagern.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhalt
  2. 2Unterschiede bei der Hardware
  3. 3NAS und NDAS
  4. 4Anschlussmöglichkeiten
  5. 5Interner Festplattenspeicher
  6. 6Zusätzliche Funktionen
  7. 7Die wichtigsten Vertreter auf einen Blick
  8. 8Die Einsteiger: NAS-Syteme für unter 200 Euro
  9. 9Die Mittelklasse: Speicherriesen für rund 300 Euro
  10. 10Die Oberklasse: Starke Hardware und spezielle Wünsche
  11. ...aufklappen
  12. 11Das Selbstbau-NAS
  13. 12Fazit
  14. 13Globalisierung, auch im Wohnzimmer

Ein Netzwerkspeicher ergibt nicht nur in kleinen bis mittelständischen Unternehmen einen Sinn, sondern nutzt auch Privathaushalten mit mindestens zwei Rechnern. Neben dem einfachen Datenzugang bieten viele Hersteller auch Lösungen für Backup-Sicherungen und diverse Multimediaanwendungen an. Die Gerätepreise beginnen bereits bei rund 90 Euro, nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Netzwelt zeigt, worauf Sie beim Kauf eines NAS achten sollten und in welcher Preisklasse Sie welche Leistungen erwarten können.

Inhalt

  • Unterschiede bei der Hardware
  • Die wichtigsten Vertreter auf einen Blick
  • Fazit
  • Werbung

    Unterschiede bei der Hardware

    NAS und NDAS

    Wer sich für ein NAS interessiert braucht sich zum Glück nicht allzu sehr den Kopf zu zerbrechen: Die meisten aktuellen Netzwerkspeicher lassen sich auch von Laien leicht installieren. Bei der konkreten Auswahl eines Wunschgerätes loht es sich aber genauer hinzuschauen. So bezeichnet ein NDAS einen Speicher, der direkt ans Netzwerk angeschlossen wird. Das "D" steht in diesem Fall für "Direct". Größter Unterschied zwischen NAS und NASD ist, dass bei letzterem zusätzliche Treibersoftware auf dem Computer installiert werden muss. Die Konfiguartion erfolgt dann dementsprechend nicht über den Webbrowser.

    Weiterhin kann es vorkommen, dass durch die notwendige Treiberinstallation beim NDAS Inkompatibilitäten zwischen anderer Software, beziehungsweise unterschiedlichen Betriebssystemen, entstehen. Das wiederum führt dazu, dass beispielsweise Set-Top-Boxen oder Media-Geräte nicht ordnungsgemäß mit den Netzwerkspeicher harmonieren. Ein weiterer Unterschied zwischen NAS und NDAS ist die Datentransferrate. Die Geschwindigkeit der eingebauten NDAS-Systeme ist potentiell besser als bei NAS-Geräten, die meist ein Mini-Linux als Betriebssystem verwenden und eine Anbindung über TCP/IP bzw. FTP benötigen. Dies verringert die verfügbare Bandbreite und belastet zudem den Prozessor und den Netzwerkkarten-Chipsatz.

    Anschlussmöglichkeiten

    NAS-Lösungen bieten diverse Anschlussmöglichkeiten zum Datentransfer. Standard ist heute ein Fast-Ethernet-Ausgang mit einer theoretischen Übertragungsrate von 100 Megabit in der Sekunde. Da dies aber nur etwa 15 Prozent einer USB 2.0 Anbindung entspricht ist ein Gigabit-Netzwerk, mit Datenraten bis zu 1.000 Megabit, besser geeignet. Beim Kauf sollten Sie jedoch darauf achten, dass alle ans Netzwerk angeschlossenen Geräte, wie zum Beispiel PC oder Router, den schnellen Standard unterstützen.

    Für den Anschluss an den Computer oder der Erweiterung mit zusätzlichem Festplattenspeicher ist eine USB 2.0-Schnittstelle unumgänglich. Diese ist theoretisch in der Lage, bis zu 60 Megabyte Daten pro Sekunde zu transferieren. Abzuwarten bleibt, wann sich USB 3.0 bei den NAS-Systemen vollständig etabliert. Der neue Schnittstellenstandard ist rund zehn mal schneller als USB 2.0 und wird wahrscheinlich alle bis dahin bekannten Anschlüssmöglichkeiten überbieten. Eine weitere Alternative ist der externe eSATA-Anschluss. Dieser schafft mit bis zu 300 Megabyte pro Sekunde.

    Interner Festplattenspeicher

    Da nicht alle Netzwerkspeicher ab Werk mit einer Festplatte ausgeliefert werden, sollte man sich vorher im Klaren sein wieviel Speicherkapazität man benötigt. Will man beispielsweise Bilder, Musik oder Videos auf dem NAS lagern, sollte zu einer Festplattengröße von mindestens 500 Gigabyte gegriffen werden. Weiterhin bieten einige Hersteller Systeme mit mehreren Speichereinschüben an, um die Kapazität optional zu erweitern. Lassen sich zwei oder mehr Festplatten einsetzen, können diese zu einem RAID verbunden werden.

    Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist der Cache oder Zwischenspeicher, der, je größer er ausfällt, eine höhere Datenmenge in kürzerer Zeit zur Verfügung stellen kann. Egal ob man ein NAS mit oder ohne Festplatte gekauft hat, sollte man vor Inbetriebnahme überprüfen, welches Dateisystem auf der eingesetzten Festplatte verwendet wird. NTFS-Formatierungen arbeiten in jeder Situation effizienter als FAT32 und können zusätzlich noch Berechnungsfehler automatisch erkennen und beheben. Gleichzeitig begrenzt FAT32 die maximale Größe einer Datei auf vier Gigabyte.

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