Verkaufszahlen der Smartphones gehen zurück

Quartalszahlen: Mobile-Pionier Palm in der Krise

Quartalszahlen: Mobile-Pionier Palm in der Krise Die enttäuschenden Quartalszahlen, die der Smartphone-Hersteller Palm vorgelegt hat, sorgen in der Branche für Diskussionen. Insgesamt hat Palm im abgelaufenen Quartal 960.000 Smartphones verkauft. Das sind 23 Prozent mehr als im Quartal zuvor, aber weniger als erwartet. Für das abgelaufene Quartal meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 22 Millionen US-Dollar. Der Umsatz lag bei knapp 350 Millionen Dollar. Auch die Aussichten für die nahe Zukunft sind nicht wirklich vielversprechend. Für das laufende Quartal rechnet Palm mit einem Umsatz von bestenfalls 150 Millionen Dollar.

Nach Meinung von Analysten geht Palm damit "die Luft aus", wie beispielsweise die Financial Times Deutschland schreibt. Auf dem Mobile-Markt in Europa taucht das Unternehmen nicht unter den ersten Fünf auf. Der Markt wird dominiert von Herstellern wie Nokia, Samsung, Apple oder Blackberry-Hersteller Research in Motion. Palms Marktanteil dürfte bei etwa einem Prozent liegen.

Palm Pre

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Der Palm Pre hat gute Kritiken in der Fachwelt bekommen. Vor allem das Betriebssystem WebOS gilt als praktisch und bedienerfreundlich. Netzwelt kritisierte vor allem die lieblose Hardware . (Bild: Palm)

Palm hat großes Potenzial

Auch Palm-Chef Jon Rubinstein bewertet die Performance des Unternehmens als enttäuschend, ist aber überzeugt, dass das Unternehmen weiterhin großes Potenzial habe. Die Anstrengungen, den Verkauf zu verbessern, machten sich bemerkbar, zukünftige Produkte machten Fortschritte und man freue sich auf neue Produkte, die man gemeinsam mit Partnern einführen werde. Große Hoffnungen setzt Rubinstein auf das hauseigene Betriebssystem WebOS: "Wir haben mit WebOS eine einzigartige Plattform, die uns in Zukunft einen wachsenden Vorteil bieten wird." Rubinstein hatte vorher bei Apple gearbeitet und galt als große Hoffnung für Palm.

Aber Pessimisten sehen das Unternehmen aus Sunnyvale, Kalifornien in einer existenzbedrohenden Krise. Für Palm scheint es jetzt nur noch zwei Auswege zu geben: Entweder eine erfolgreiche Produkt-Offensive oder die Übernahme durch ein größeres Unternehmen. In der Gerüchteküche werden dabei immer wieder Hersteller wie Nokia, Motorola oder Microsoft genannt. In der Firmenkasse sind laut Quartalsbericht noch knapp 600 Millionen Dollar.

Palm Pilot war der Pionier bei PDAs/p>

Die Diskussion über die Zukunft des Unternehmens wird auch deshalb so engagiert geführt, weil Palm zu den Pionieren im Mobile Computing gehört. Schon kurz nach der Markteinführung des Palm Pilot 1996, damals noch ein Organizer ohne Telefon, eroberte das Gerät die Sakkotaschen von Businessanwendern. Die hatten Termine, Kontakte und Notizen immer dabei und konnten die Daten per Mausklick mit dem Desktop-Rechner abgleichen.

Der Nachfolger Palm V setzte diesen Erfolg fort. Doch in den letzten Jahren hat Palm die Welle der lifestyligen Smartphones nicht richtig getroffen. Diesen Geräten, die Telefon und Organizerfunktionen in einem schicken Gehäuse miteinander verbanden, hatte Palm nur wenig entgegenzusetzen. Der neue Palm Pre mit WebOS heimste zwar in der Fachwelt meist gute Kritiken ein, doch auf dem Markt konnte sich das Gerät noch nicht richtig durchsetzen. In Deutschland wird der Palm Pre von O2 vertrieben.

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Bitte, bitte - haltet durch, Palm! Bringt bald das Pre Plus in den Rest der Welt und bringt das Palm Elan auf den Markt! Ihr habt das beste Os, dass auf dem Markt existiert...

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