Bald 3D-Kino im heimischen Wohnzimmer genießen
3D-Effekt ohne Brille: 27-Zoll-LED von Sunny Ocean Studios
Filme und Spiele in drei Dimension genießen das ist seit Jahren der Traum vieler Heimanwender. Auch Samsung, Sony und Panasonic sowie andere große Unterhaltungskonzerne stürzen sich auf die 3D-Technologie. Die meisten Geräte haben eine Sache gemein: Kunden müssen eine Brille aufsetzen, um Inhalte in der dritten Dimension genießen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- 1Alles hängt vom Blickwinkel ab
- 23D-iMac von Sunny Ocean Studios
- 3So funktioniert das räumliche Bild
- 4Herstellung der Einzelbilder
- 5Maximale Entfernung und Schnittstellen
- 6Fazit: Vielversprechender Ausblick
Den Eindruck räumlicher Tiefe erzeugen Monitore indem sie jedem Auge des Zuschauers ein leicht verschobenes Bild zeigen. Dadurch errechnet unser Gehirn räumliche Tiefe. Der Effekt ist als Stereoskopie seit über 170 Jahren bekannt. Eine Brille ist dazu nicht nötig wird jedoch meist verwendet. Besonders für Brillenträger ist das ärgerlich. Die am Markt verfügbaren Geräte schaffen eine noch zu geringe Auflösung, um vor dem Monitor das 3D-Bild direkt zu genießen.
Alles hängt vom Blickwinkel ab
Gleichzeitig müsste ein reiner 3D-Monitor, der ohne Brille funktioniert, ausreichend unabhängig vom Blickwinkel des Betrachters sein und genau hier besteht das Problem: Die 3D-Stereoskopie funktioniert nur, solange sich der Betrachter in einem konstanten Blickwinkel vor den Geräten aufhält und das geht in der Regel nur über eine Brille.
Auf der CeBIT waren jedoch einige Geräte zu sehen, die 3D jetzt ohne Brille möglich machen. Dabei haben die Entwickler meist nur bis zu zwölf so genannter "Viewing Zones" definiert, in denen das Bild räumlich erscheint. Das führt dazu, dass beim Bewegen vor dem Bildschirm also wenn man beispielsweise vor dem Fernseher aufsteht das Bild heftig ruckelt. Damit ist die Technik für den Einsatz im privaten Heimkino noch nicht ausgereift.
3D-iMac von Sunny Ocean Studios
Nach eigenen Angaben führend in der Entwicklung hochauflösender 3D-Monitore ohne zusätzliche Brille, die sich blickwinkelunabhängig betrachten lassen, ist das Unternehmen Sunny Ocean Studios aus Singapur. Gegründet von einem deutschen Ingenieur, entwickelt es für den asiatischen Stadtstaat derzeit das weltweit größte 3D-Kino, in dem Cineasten keine Brillen mehr tragen müssen. Bisher wurden unter Laborbedingungen bis zu 300 Zoll als 3D-Schirm mit 30 Blickwinkeln ohne Seehilfe realisiert.
Auf den iMac von Apple wird eine Scheibe montiert (Bild: Sunny Ocean Studios)
Vor wenigen Wochen haben die Entwickler einen Bildschirm vorgestellt, der über 64 Viewing Zones verfügt und damit fast perfektes 3D-Vergnügen ohne Ruckeln ermöglichen soll. Das Gerät ist im Grunde ein aufgemotzter iMac : Der 27-Zoll-LED-Schirm verfügt über 16,7 Millionen Farben und die native HD-Auflösung von 2.560 x 1440 Pixeln. Die Helligkeit von 375 cd/m2 geht durch die Anpassungen des Geräts nicht verloren.
So funktioniert das räumliche Bild
Der Bildschirm von Sunny Ocean Studios ist ein Testmodell. Auf den herkömmlichen iMac-Bildschirm wurde eine Scheibe aufgebaut, die das räumliche Sehen ermöglicht. Damit aus einem zweidimensionalen Eindruck ein dreidimensionales Bild wird, muss sich der Betrachter ohne Seehilfe in einem definierten Abstand und Winkel zum Bildschirm befinden.
Dieser liegt bei dem 3D-iMac zwischen zwei und acht Metern entfernt vom Bildschirm in einem Winkel von knapp bis zu 40 Grad in alle vier Richtungen. Nur an den Rändern erscheint das Bild etwas unscharf. Der Betrachter blickt dabei immer auf zwei Bildpaare, die vom Monitor erzeugt werden. Schafft ein 3D-Gerät es nur, zwei Bilder herzustellen, ist der mögliche Blickwinkel für 3D-Genuss fest definiert und der Zuschauer darf sich nicht bewegen.
So entsteht das perfekte 3D Bild (Grafik: Bild: Sunny Ocean Studios)
Sobald ein drittes Bild als Blickwinkel hinzukommt, entstehen schon zwei mögliche Positionen für die Betrachtung: Unser Hirn errechnet aus dem ersten und zweiten, aber auch dem zweiten und dritten Blickwinkel-Bild ein räumliches Gesamt-Bild. Es genügt grundsätzlich also auch ein einziges stereoskopisches Bildpaar, um aus beliebigen Blickwinkeln den 3D-Effekt zu erzeugen sobald das linke Auge das linke Bild, das rechte Auge entsprechend das rechte Bild sieht, erscheint der Inhalt räumlich.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
gibt es sowas eigentlcih mitlerweile zu kaufen ?
Und da brauche ich wirklich keine Brille? Das wäre ja mal echt geilo... Hoffen wir, dass es bald in den Handel kommt. Wenn es noch dazu ein iMac wird, solls mir recht sein ;-)