Heimkino: Produkt-Highlights der 3D-Technik
Immer mehr Blu-ray-Videos
Für die Zuspielung der Videosignale ist bei Panasonic der Blu-ray Player DMP-BDT300 zuständig.
Bei den Preisen müssen sich die Käufer auf spürbar höhere, aber noch erschwingliche Beträge einstellen. Die 3D-Geräte sind bei gleicher Größe und Qualität um mindestens 200 Euro teurer als ihre 2D-Pendants. Die neue Gerätegeneration ist ebenso wie die Blu-ray-Player abwärtskompatibel, kann also auch herkömmliche 2D-Bilder abspielen.
Wer gegen Ende dieses Jahres einen Fernseher der 3D-Generaton anschafft, kann sich aus einer zwar kleinen, aber stetig wachsenden Zahl von Titeln bedienen. Laut Amazon werden in diesem Jahr noch etwa 50 neue Titel mit 3D-Technik in die Kinos respektive auf Blu-ray oder DVD erscheinen. Außerdem arbeiten die Filmstudios auch daran, Kassenschlager wie Star Wars oder Matrix für die räumliche Wiedergabe aufzubereiten. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein, denn schließlich wurden diese Filme noch mit konventioneller 2D-Kamerausstattung hergestellt.

3D und PC-Spiele
Ergiebiger ist die Auswahl bei Spielen. Nvidia bietet ein 3D Vision Kit, bestehend aus Shutter-Brille, Signal-Transmitter und USB-Kabel. In Kombination mit einem Monitor oder Beamer, die eine Bildwiederholfrequenz von mindestens 120 Hz leisten kommen PC-Spiele mit Direct3D-Unterstützung in einer 3D-Version aufs Display. Voraussetzung ist allerdings eine Nvidia-Grafikkarte.

Die Liste der Spiele, die auch in 3D nutzbar sind, ist lang. Sie reicht von 1701 und Age of Empires über Half Life und Mass Effect bis zu Word of Warcraft und X Men. Voraussetzung für den 3D-Spaß à la Nvidia ist neben einer Nvidia-Grafikkarte und Direct X10 ein LCD-Bildschirm mit 120 Hz Bildwiederholrate.
Und noch eine gute Nachricht: Nvidias angekündigtes Treiber-Update "3DTV Play" wird auch mit 3D-Fernsehern zusammenarbeiten, die HDMI 1.4 unterstützen. Explizit nennt Nvidia die Viera-Serie von Panasonic. Mit dem Treiber ist die Ausgabe von 3D-Spielen auch auf TV-Geräten möglich. Der Anwender kann dazu die Shutter-Brille nutzen, die dem TV-Gerät beiliegt. Voraussetzung ist aber ein Rechner mit Windows 7 oder Vista.
Beamer von Acer und Sharp
Die Liste der 3D-Produkte wird von Woche zu Woche länger. So bieten Hersteller wie Acer oder Sharp inzwischen auch Projektoren für das räumliche Bildvergnügen an. Die Acer-Beamer beherrschen eine Auflösung von 720p und verarbeiten stereoskopische Bilder mit 120 Hertz. Die Sharp-Beamer nutzen zwar ebenfalls die 120-Hz-Technik, bieten aber nur eine XGA-Auflösung von 1.024 x 768 Pixel.

Auch die Zubehörindustrie beginnt sich bereits zu regen. Das US-amerikanische Unternehmen Xpand hat eine Universal-Shutter-Brille vorgestellt. Diese ist in zwölf verschiedenen Farben erhältlich, versteht sich laut Hersteller mit den meisten TV-Fabrikaten und arbeitet mit 120 Hz und Infrarot-Sender. Wann die Brille auch in Deutschland in den Handel kommt, ist noch nicht klar.
Kaum TV-Angebote
Weniger üppig ist das 3D-Angebot der Fernsehsender. Sony will zur Fußballwelt weltweit in sieben Städten TV-Übertragungen mit Public Viewing anbieten. Nach der WM ist dann eine DVD mit den Highlights der WM geplant. Und Sky TV hat am 14. März das Bundesligaspiel Hamburger SV gegen Bayer Leverkusen in der "ersten HD-3D-Live-Übertragung" in München präsentiert. In den Genuss der Übertragung kamen aber nur 120 Gäste, darunter Promis wie Franz Beckenbauer.

Die bisher noch sehr spärliche Auswahl an 3D-Videos und das praktisch nicht vorhandene Angebot im Fernsehen scheinen die Verbraucher nicht abzuschrecken. Nach einer Online-Umfrage der "Welt" würden 90 Prozent einen 3D-Fernseher kaufen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Samsung Fernseher und Samsung Beamer.
