Nur 26 Prozent der Deutschen finden sich im Netz zurecht

Studie: Deutsche Digitalmuffel



19.03.2010 09:49 Uhr

Studie: Deutsche Digitalmuffel Der Alltag verlagert sich ins Internet: 70 Prozent der Deutschen nutzen das World Wide Web, aber nur ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich im Internet "Zuhause". In einer Studie der Initiative D21 wird die digitale Gesellschaft in Deutschland analysiert, mit einem erstaunlichen Ergebnis: Eine Mehrheit der Bundesbürger sind digitale Außenseiter.

In einer Studie zur digitalen Gesellschaft in Deutschland hat die Initiative D21 im Auftrag von TNS Infratest 1.014 Personen bundesweit zu ihrem Umgang mit dem Internet befragt. Das erstaunliche Ergebnis: Nur für 26 Prozent der Deutschen ist das World Wide Web ein Bestandteil des täglichen Lebens. D21 vergleicht sechs Nutzertypen, bei denen besonders zwei Gruppen hervorstechen, die "digitalen Außenseiter" und die "Gelegenheitsnutzer".

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Digitale Spaltung der Gesellschaft

Nach Angaben der Studie verlagern sich wichtige Komponenten wie Wissen, Kommunikation und wirtschaftliches Handeln in das Internet. Die digitale Gesellschaft in Deutschland sei gespalten in Teilnehmer und Nichteilnehmer und in Hinblick auf die Kompetenz, Nutzungsvielfalt und die Einstellung dieser zur digitalen Medienwelt. Die größten Gruppen der sechs Nutzertypen stellen nach Angaben von D21 die "digitalen Außenseiter" mit 35 Prozent und die "Gelegenheitsnutzer" mit 30 Prozent dar.

Zu diesen beiden Gruppen gehört überwiegend der ältere Bevölkerungsteil Deutschlands. In der Gruppe der "digitalen Außenseiter" würden sich nur ein Fünftel im Internet zurecht finden, unter den "Gelegenheitsnutzern" verfügten immerhin 98 Prozent über einen PC. Diese Gruppe erkenne die Vorteile des Netzes, bevorzuge jedoch klassische Medien wie Zeitungen und würde insbesondere mit dem Thema Sicherheit hadern. Die oberen 35 Prozent sind Nutzer, die das Medium Internet für Beruf, als Trend und als professionelles Handwerk betreiben. Nur drei Prozent gehören zu der "digitalen Avantgarde".

Ein Großteil der Deutschen sei noch nicht in der digitalen Gesellschaft angekommen. Die digitale Spaltung ist für "eine Wissensgesellschaft das zentrale Zukunftsproblem", sagt Dr. Ulrich Hermann, Vorstand der Initiative D21.



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