Einfuhrabgaben für den Tablet-Computer

Apple iPad: So teuer wird der US-Import

In Deutschland liefert Apple das iPad offiziell erst Ende April aus, während es in den USA bereits Anfang des Monats erhältlich ist. Doch ein Import von Apples Tablet-Computer lohnt sich allenfalls per Einfuhr auf dem Reiseweg. Per Post zahlt der Verbraucher wahrscheinlich sogar mehr als hierzulande.

Apple iPad
Das von vielen Fans heiß ersehnte iPad erscheint in den USA am 3. April in der WLAN-Variante ohne UMTS. In Deutschland kommt der Tablet-Computer erst Ende April auf den Markt. Foto: Apple

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Preisvorteil Dollarkurs
  2. 2iPad per Reiseweg: günstigste Lösung
  3. 3Zolltarif für iPad unklar
  4. 4Postversand per US-Dienstleister
  5. 5Fällige Anmeldegebühr
  6. 6Mögliche Probleme mit Kredikartenanbieter
  7. 7Aufpreis von rund 150 Euro für Postlieferung
  8. 8Import per Online-Shop
  9. 9Fazit

Apples iPhone ist in Deutschland nur mit SIM-Lock und einem Vertrag eines Providers erhältlich. In der Vergangenheit kauften sich einige Verbraucher das Smartphone deshalb im Ausland, wo das Mobilfunktelefon ohne Vertrag und auch ohne Kartensperre erhältlich ist.

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Das bietet sich rein theoretisch auch für das iPad an, etwa beim Einkauf in den USA. Der Vorteil: Dort ist der Tablet-Computer bereits ab dem 3. April ohne Kartensperre erhältlich und kann schon jetzt vorbestellt werden. Interessierte Kunden müssen in Deutschland hingegen auf das iPad offiziell bis Ende April warten.

Preisvorteil Dollarkurs

Der Einkauf in den USA wird vor allem durch den derzeit günstigen Dollarkurs attraktiv. Wer etwa die iPad-Version ohne Mobilfunkverbindung mit 16 Gigabyte direkt in einem Apple-Laden in den USA kauft, zahlt nach jetzigem Stand 499 US-Dollar, umgerechnet 365 Euro. Wer das iPad hingegen Ende April hierzulande erwerben möchte, muss damit rechnen, dass Apple die Preise 1:1 umrechnet. Die günstigste Variante mit UMTS und 16 Gigabyte für 629 Dollar wäre demnach für 629 Euro in Deutschland erhältlich - und nicht für umgerechnet rund 456 Euro in den USA.

Doch der Einkauf in den USA hat einen Haken: Bei der Einfuhr nach Europa werden in der Regel Einfuhrumsatzsteuern in Höhe von 19 Prozent fällig, zudem könnte der Zoll Gebühren verlangen. Letztere richten sich nach der Art des Importes und der Warenkategorie. Grundsätzlich bieten sich zwei Wege an, das iPad von den USA aus nach Deutschland zu holen: Auf dem Reiseweg und per Postsendung.

iPad per Reiseweg: günstigste Lösung

Für Flug- und Seereisende, die das iPad im Gepäck mit nach Hause nehmen, gilt bei der Einfuhr aus einem Nicht-EU-Land nach Europa eine Freigrenze bis 430 Euro. Demnach kann die günstigste Geräte-Version ohne zusätzliche Abgaben, Zolltarif und Umsatzsteuer, eingeführt werden. Auf Geräte, deren Warenwert zwischen 430 und 700 Euro liegt, wird hingegen eine Pauschale fällig, die 17,5 Prozent beträgt. Nach den aktuell verfügbaren Preisinformationen wird diese Gebühr demnach für alle anderen iPad-Varianten fällig, da keines der Geräte mehr als 700 Euro kosten dürfte.

Das iPad mit 16 Gigabyte und ohne UMTS kostet 499 US-Dollar, rund 365 Euro. Zu bedenken ist aber, dass in einigen US-Bundesstaaten eine Verkaufssteuer von bis zu zehn Prozent erhoben wird. Wer das Gerät auf dem Reiseweg aus den USA mit nach Hause nimmt, zahlt demnach 402 Euro, eingerechnet die maximale US-Verkaufssteuer in Höhe von zehn Prozent. Bei der Einfuhr auf dem Reiseweg sollten Urlauber bedenken, dass sie die Ware an Flughäfen oder Häfen für den Zoll anmelden müssen, bevor der Ankunftsbereich verlassen wird. Sonst droht eine Strafe, falls die vermeintliche Steuerhinterziehung auffällt.

Freigrenze für Postversand

Apples iPad muss aber nicht unbedingt auf dem Reiseweg importiert werden - eine Alternative stellt die Sendung per Post dar. Privat-Personen, die sich den Tablet-Computer auf diesem Wege nach Europa schicken lassen wollen, müssen mit anderen Einfuhrabgaben rechnen.

Befreit von der Zollabgabe sind nur Postsendungen, die die Höchstgrenze von 150 Euro nicht überschreiten. Nach Angaben des Zolls sind aber Alkohol, Tabakwaren, Parfüm und Eau de Toilette davon ausgeschlossen. Unahängig von der Zollabgabe wird eine Einfuhrumsatzsteuer fällig bei Waren, deren Gesamtwert höher ist als 22 Euro.

Kostenrechnung für den iPad-Import (günstigste Variante)
Gebühren/Kosten Reiseweg Postweg
Einkauf iPad 499 US-Dollar, ca. 365 € 499 US-Dollar, ca. 365 €
US Sales Tax max. 49,9 US-Dollar, ca. 37 € max. 49,9 US-Dollar, ca. 37 €
Registrierungsgebühr bei myus.com - 10 US-Dollar, ca. 7 €
US-Versand - ca. 30 US-Dollar, ca. 22 €
myus.com-Versand - 75 US-Dollar, ca. 55 €
Zolltarif abgabenfrei unklar, bei Einordnung in Kategorie Computer 0 €
Einfuhrumsatzsteuer abgabenfrei 19%, ca. 69 €
Gesamt ca. 402 € ca. 555 €

Zolltarif für iPad unklar

Demnach wird für den Postversand über den Atlantik im Falle des iPad auf jeden Fall der volle Steuer- und Zolltarif fällig. Der Zolltarif richtet sich nach der Warenart - unklar ist zur Zeit aber noch, in welche Kategorie Apples Tablet-Computer fällt. Die Europäische Kommission hat hier Entscheidungsbefugnis.

Theoretisch könnte Brüssel für das iPad eine völlig neue Gerätekategorie beim Zoll einführen - den Tablet-Computer. Entschieden ist aber noch nichts. Wer aktuell plant, ein iPad einzuführen, sollte deshalb einen kostenlosen "Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Zollauskunft" an das Hauptzollamt Hannover stellen. Dort wird entschieden, welche Warenart vorläufig für die Hardware in Frage kommt und welche Gebühren fällig werden.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Hi, habt Ihr direkt nach der Bestellung die Info bekommen oder erst an dem Tag an dem das Ipad versendet werden sollte?

hmm 555€ für den Aufwand ? Habe mal nach nem Online Shop für iPads gegoogled und 3gstore gefunden, da ist zwar momentan nur Vorbestellung möglich, aber ist wohl stressfreier.. Vor allem was...

gerade auch die Mail bekommen: Freight Forwarders: "We do not ship to Freight Forwarders. Therefore your order has been cancelled." Also: Artikel hinfällig, funktioniert nicht.

Die schöne Theorie zum Postversand funktioniert in der Praxis leider nicht, da Apple nicht an die von MyUS.com bereitgestellten Adressen liefert und auch nicht an andere "freight forwarder": "We are unable to...

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Apple | 03/2010
Vorteile
  • schlank und leicht
  • Sofortstart ohne wirkliche Bootzeit
  • jede iPhone / iPod Touch Anwendung läuft auch auf dem iPad
Nachteile
  • kein integrierter SD/SDHC Kartenleser
  • kein integrierter USB Port
  • Kein Flash