Im netzwelt-Interview: Stefan Keuchel von Google

netzwelt.de: Worin liegt Ihrer Meinung nach der Grund für den schleppenden Verkauf?

Wir selbst sind recht zufrieden mit den Verkaufszahlen und dem Feedback unserer Kunden. Man muß sehen, dass wir eine völlig neue Vertriebsstrategie für das Nexus One gewählt haben. Derzeit kann man es in den USA ja ausschließlich über unseren Online-Shop kaufen und nicht - wie sonst üblich - über die Mobilfunk-Provider oder im Einzelhandel.

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Darüber hinaus ist das Nexus One ja nur eines von derzeit 20 Mobiltelefonen die Android basiert sind. Jeden Tag werden 60.000 Android Telefone über unsere Partner verkauft. Vor drei Monaten waren es noch 30.000 täglich. Der kürzlich veröffentlichte ComScore Bericht besagt, dass im Januar 2010 der Marktanteil von Android basierten Smartphones in den USA um 7.1 Prozent gestiegen ist. Wenn man bedenkt, dass Android selbst erst ein gutes Jahr alt ist, sind das Zahlen mit denen man sicherlich zufrieden sein kann.

netzwelt.de: Auch Google Buzz war zu Anfang nicht gerade von Erfolg gekrönt. Können Sie uns nochmal kurz erklären, wie Google Buzz sich von anderen Sociel-Network-Services unterscheidet?

Mit Google Buzz können die Google Mail-Nutzer ihre soziale Kommunikation im Netz noch einfacher organisieren und steuern. Beim Zugriff auf die Funktion mittels mobiler Geräte wird der Kommunikation eine weitere wichtige Information hinzugefügt: der aktuelle Standort.

Google Buzz ist eine neue Möglichkeit, um Neuigkeiten, Fotos oder Videos auszutauschen und Unterhaltungen einzuleiten oder fortzusetzen. Buzz nutzt die bestehenden sozialen Kontakte in Google Mail und schlägt Freunde auf der Grundlage der bisherigen E-Mail- und Chatgeschichte vor. Google Buzz wurde als offenes System entwickelt. Es unterstützt bereits jetzt die Integration von Picasa, Google Reader, YouTube, Flickr, Blogger und Twitter. Bitte bedenken Sie, dass Buzz gerade mal einen Monat alt ist - wir arbeiten weiter hart daran, den Dienst zu verbessern und neue Funktionen hinzuzufügen.

netzwelt.de: Twitter und Facebook haben eine riesige Nutzerzahl, StudiVZ ist in Deutschland stark verbreitet. Wird es für Buzz richtige Marketing-Kampagnen geben, um neue Kunden zu gewinnen?

Wenn Sie mit "richtiger" Marketing-Kampagne TV-, Kino-, oder Plakat-Werbung meinen, ist die Antwort nein. Der Vorteil von Buzz ist ja, dass jeder Google Mail Nutzer sofort in der Lage ist, Buzz zu verwenden. Ohne weitere Anmeldung oder Registrierung. Der Dienst ist - wie schon erwähnt - erst einen Monat alt. Es ist also davon auszugehen, dass im Laufe der Zeit neue Funktionen hinzukommen werden. Diese werden wir dann natürlich auch bekannt geben.

netzwelt.de: Herr Keuchel, vielen Dank für das Gespräch.

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