Beamer für Unternehmen
Infocus: Businessprojektor mit Zeigestab
Für Konferenzräume sind die Infocus-Projektoren IN3902 und IN3904 konzipiert. Infocus hebt neben den vielen Anschlussmöglichkeiten besonders einige nutzerfreundliche Fuktionen hervor. So liegt dem Gerät eine Art "interaktiver Zeigestab" bei, der während einer Präsentation gleichzeitig als Maus und Cursor verwendet wird.
Laut Hersteller erkennt der Projektor automatisch alle Bildschirmeinstellungen von Notebook oder PC und richtet die Projektion dementsprechend ein. Angeblich ist der IN3900 für über 70 analoge und digitale PC- und Video-Modi vorbereitet. Über einen USB-Anschluss lassen sich Fotos oder Grafiken direkt vom USB-Stick anzeigen.
Alarmmeldung übers Netzwerk
Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, dass mehrere Nutzer mittels eines drahtlosen Anschlusses auf den Infocus zugreifen. Daneben lässt sich das Gerät auch fast wie ein Arbeitsplatz-PC übers Netzwerk administrieren. Der Administrator kann so via RS232-Steuerung mit Webbrowser die An- und Auszeiten des Geräts kontrollieren, Wartungstermine festlegen und sogar eine Alarmmeldung definieren, um den Projektor vor Diebstahl zu schützen. Laut Hersteller benötigt der Projektor im Standby-Modus weniger als ein Watt Strom.
Vielfältige Anschlussmöglichkeiten zeichnen den Businessprojektor IN3900 von Infocus aus. (Bild: Infocus)
DLP-Technik mit zwei Millionen Mikrospiegeln
Mit einer maximalen Helligkeit von 3.000 Lumen sollte das Bild auch in hellen Räumen gut sichtbar sein. Der IN3902 liefert eine XGA-Auflösung von 1024 x 768, der IN3904 hingegen WXGA und 1280 x 800.
Mit einer Helligkeit von 3000 Lumen kann man beim IN3900 auf Abdunkelung verzichten. (Bild: Infocus)
Die Projektoren arbeiten mit der DLP Technologie (DLP, Digital Light Processing). DLP wurde 1987 in den Laboren von Texas Instruments entwickelt. Als "Erfinder" gilt Larry Hornbeck. Kernstück der Technik ist ein DLP-Chip, der aus bis zu zwei Millionen mikroskopisch kleinen, schwenkbaren Spiegeln besteht. Diese Mikrospiegel werden über eine Lichtquelle mit weißem Licht bestrahlt.
Die an Scharnieren beweglich aufgehängten Spiegel werden zum Licht hin- oder weggeschwenkt. Dadurch entsteht jeweils ein heller oder dunkler Punkt auf der Leinwand. Dieser Vorgang passiert mehrere tausend Mal pro Sekunde. Damit entsteht aber erst mal nur ein Graustufenbild.
Farbe kommt ins Spiel, wenn das weiße Licht durch ein rotierendes Farbrad läuft, das Licht in die Grundfarben Rot, Grün und Blau zerlegt. Daraus generiert das Projektionssystem wiederum mindestens 16,7 Millionen Farben. Die Mikrospiegel werden jeweils entsprechend der gerade gewünschten Grundfarbe geschwenkt. Ein Spiegel, der für einen violetten Bildpunkt zuständig ist, wirft in kurzer Folge hintereinander rotes und blaues Licht auf die Projektionsfläche. Im Auge verschmelzen diese dann zu Violett.
Hochwertige Kinoprojektoren, bei denen es auf besondere Farbtreue ankommt, arbeiten mit drei Chips und kommen so auf 35 Billionen Farbtöne. Eine ausführliche Beschreibung der Technik und ihrer verschiedenen Anwendungen findet sich auf der Webseite von Texas Instruments.
Der "interaktive Zeigestab" gehört als Zubehör zum Infocus-Projektor. (Bild: Infocus)
Infocus gehört zwar zu den führenden Herstellern bei Projektoren, ist aber beileibe nicht der einzige Anbieter hochwertiger Geräte. Alternativen gibt es beispielsweise von Optoma, Epson, Acer und Benq.

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