Verschlüsselung auch für große Datenmengen
TrueCrypt: Partitionen und Laufwerke verschlüsseln
Das kostenlose "TrueCrypt" erzeugt verschlüsselte virtuelle Festplatten, verschlüsselt USB-Sticks, Partitionen und ganze Festplatten. Die erstellten virtuellen Festplatten macht das Programm auf Wunsch sogar unsichtbar. Die einfache Bedienung macht das Programm auch für unerfahrene Nutzer interessant.
Inhaltsverzeichnis
- 1Installation und Programmstart
- 2Verschlüsselte virtuelle Laufwerke erstellen
- 3Versteckte Festplatten für ganz Geheimes
- 4Partitionen und Laufwerke verschlüsseln
- 5Fazit: Guter Schutz für Partitionen und Laufwerke
Wer nicht nur einzelne Dateien, sondern große Datenmengen verschlüsseln möchte, findet mit Truecrypt ein verlässliches und kostenloses Programm. Dank der 256-Bit-AES-Verschlüsselung und Passwortschutz macht der Anwender ganze Partitionen für unbefugten Zugriff unzugänglich. Das Open-Source-Programm arbeitet unter Windows XP, Vista und 7 sowie Linux und Mac OS X.
Installation und Programmstart
Die Installationsdatei beansprucht 3,2 Megabyte Festplattenspeicher, das Programm selbst 7,4 Megabyte. Das Programm startet mit einer englischen Bedienoberfläche. Über das nachträgliche Installieren eines deutschen Sprachpakets ändert der Anwender dies. Dazu kopiert der Nutzer die Datei "Language.de" in das Truecrypt-Verzeichnis. Beim nächsten Programmstart stellen Klicks auf "Settings" > "Language" > "Deutsch" und "OK" die Sprache um.
Hinweis: Das deutsche Sprachpaket steht unter dem Beitrag in der Linkbox zum Download bereit. Hier finden sich auch Anleitungen zum Verschlüsseln von Partitionen und Laufwerken.
Das Hauptfenster von "TrueCrypt".
Verschlüsselte virtuelle Laufwerke erstellen
Nach einem Klick auf "Volume erstellen" und "Weiter" erstellt der Anwender ein verschlüsseltes virtuelles Laufwerk. Im Folgebildschirm bietet TrueCrypt das normale oder versteckte Erstellen des Laufwerks an. Versteckte Laufwerke zeigt das Programm erst nach der Eingabe eines zweiten Passworts wieder an. In den Folgebildschirmen wählt der Anwender den Speicherort, die gewünschte Verschlüsselung und die Größe der virtuellen Festplatte. Nach dem zweimaligen Eintippen eines Passworts, Wahl des Dateisystems und Klick auf "Formatieren", legt Truecrypt eine Containerdatei an.
Zurück im Programmhauptfenster, klickt der Nutzer auf einen gewünschten Laufwerksbuchstaben für das virtuelle Volumen, wählt über die Schaltfläche "Datei" den eben erstellten Container aus und klickt auf "Öffnen" und "Einbinden". Nach der Eingabe des Passworts zeigen sowohl das Programmfenster als auch Windows selbst, das Laufwerk an. In dieses Laufwerk legt der Nutzer die zu verschlüsselnden Dateien ab. Durch Klicken auf "Trennen" oder einen Neustart des Systems verschwindet das Laufwerk aus dem Windows-Explorer. Zugriff darauf erlangt der Anwender durch das erneute Einbinden des Volumens.
Auf Wunsch verschlüsselt der Anwender mit "TrueCrypt" auch Partitionen und Laufwerke.
Versteckte Festplatten für ganz Geheimes
Möchte der Anwender ein verstecktes virtuelles Laufwerk erstellen, wendet die Software einen Trick an, indem es in einem gewöhnlichen, bereits verschlüsselten virtuellen Laufwerk ein weiteres, kleineres Laufwerk erzeugt, das über ein eigenes Passwort geschützt ist. Das "Tarnvolumen" nimmt einige Blenderdateien auf, die wirklich wichtigen Daten landen im versteckten Unter-Laufwerk.
Partitionen und Laufwerke verschlüsseln
Nach dem Klick auf "Volume erstellen" bietet Truecrypt auch das Verschlüsseln von Partitionen, Wechseldatenträgern und sogar der System-Partition, auf der das Betriebssystem installiert ist, an. Nutzer, die Zugriff auf die entsprechenden Laufwerke haben möchten, müssen zunächst das korrekte Passwort angeben. Andernfalls bleibt das Volumen versperrt.
Fazit: Guter Schutz für Partitionen und Laufwerke
Truecrypt erstellt mit wenigen Klicks verschlüsselte - auf Wunsch sogar versteckte - virtuelle Laufwerke. Außerdem versieht die Software Wechseldatenträger, Partitionen und Laufwerke mit einer 256-Bit-AES-Verschlüsselung und Passwortschutz. Nach dem Installieren des deutschen Sprachpakets verschlüsseln auch Nutzer ohne Englischkenntnisse ihre Partitionen im Handumdrehen.
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Nutzern der Enterprise- und Ultimate-Versionen von Windows Vista und 7 steht alternativ der bereits installierte Dienst "BitLocker" zur Verfügung, der vergleichbare Arbeit leistet.

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