Dritte Generation der Videokamera im Hosentaschenformat
Creative Vado HD im Test: Pocket-Camcorder mit HD-Auflösung
Creative überarbeitete seinen Pocket-Camcorder Vado HD vollständig. Die dritte Generation der kleinen Videokamera nimmt Filme in HD-Auflösung auf und soll im April 2010 in den Handel kommen. Bereits vor dem Verkaufsstart konnte netzwelt mit einem Testgerät Videos drehen.
Creative Vado HD: Die Dritte Generation des Creative Vado HD kann locker mit der Konkurrenz von HD-Pocket-Kameras mithalten. Die Bildqualität überzeugt ebenso wie das neue Display und die komfortable Bedienung. Zum Video: Creative Vado HD
Inhaltsverzeichnis
- 1Festbrennweite und kleiner Bildschirm
- 2Bedienung: Nur das Nötigste
- 3Brauchbare Videos, unbrauchbare Fotos
- 4Interner Speicher und 3,5-mm-Anschluss
- 5Fazit: Sinnvolle Überarbeitung
Festbrennweite und kleiner Bildschirm
Creative machte bisher noch keine Angaben zu Art und Auflösung des im Vado HD verbauten Bildsensors. Kleiner als der 1/4,5 Zoll große CMOS-Sensor des Vorgängers dürfte er aber nicht ausfallen. Für die Aufzeichnung von HD-Videos reicht bereits eine Auflösung von zwei Megapixeln aus.
Der Vado HD verfügt über ein Objektiv mit einer Blendenöffnung von 2.0 und einer Festbrennweite von 3,79 Millimetern. Die Nutzung des zweifachen Digitalzooms lohnt sich nicht, da er die Bildqualität deutlich verschlechtert. Ein Bildstabilisator fehlt bei dem kleinen Camcorder ebenso wie eine Gesichtserkennung oder verschiedene Aufnahmeprogramme.
Der zwei Zoll große Bildschirm des Vado HD zeigt nicht nur die aufgenommenen Videos an, sondern fungiert auch als Sucher. Die Inhalte auf der Anzeige mit einer Auflösung von 640 x 240 Pixeln sind je nach Blickwinkel selbst bei direktem Sonnenlicht noch zu erkennen.
Bedienung: Nur das Nötigste
Die Bedienung des Vado HD gestaltet sich sehr einfach. An der Seite des Geräts befinden sich zwei Tasten, die zum Löschen von Dateien sowie zur Wahl zwischen der Aufnahme von Fotos und Videos dienen. Auf der Vorderseite des Camcorders fällt sofort der Aufnahmeknopf auf. Um ihn herum gruppieren sich Sensortasten zum Steuern des Digitalzooms und der Belichtungskorrektur. Eine weitere, seitlich versetze Sensortaste dient zum Starten und beenden der Wiedergabe bereits aufgenommener Videos.
Die Knöpfe weisen spürbare Druckpunkte auf und die Sensortasten reagieren erstaunlich präzise auf Berührungen. Der Vado HD kommt ganz ohne ein Menü aus. Der Nutzer kann folglich nur sehr wenige Einstellungen vornehmen. Nach Installation der auf dem Camcorder abgespeicherten Software ist ein direkter Upload der Filme zum Videoportal Youtube möglich.
Brauchbare Videos, unbrauchbare Fotos
Videos zeichnet der Creative Vado HD in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Leider passt der automatische Weißabgleich die Bildeinstellungen fast gar nicht an veränderte Lichtverhältnisse an. Hierdurch erhalten die eigentlich natürlich wirkenden Farben leicht einen Blaustich. Unter Neonlicht zeichnet die Kamera das Flackern der Leuchtstoffröhren auf.
Insgesamt fällt die Bildqualität des Vado HD aber zufriedenstellend aus. Die Videos verfügen über genügend Details und ausreichend deutliche Kontraste. Das kleine Mikrofon auf der Vorderseite des Camcorders liefert einen Ton, bei dem sprechende Personen weiter entfernt klingen als sie eigentlich sind.
Fotos nimmt der Creative Vado HD ebenfalls mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln auf - umgerechnet erreichen sie also nur 0,9 Megapixel. Sowohl von der Größe als auch von der Bildqualität eignen sich die Standbilder höchstens als Schnappschuss und reichen qualitativ selbst an die meisten Handy-Digitalkameras nicht heran.
Interner Speicher und 3,5-mm-Anschluss
Der Vado HD liegt aufgrund seiner geringen Abmessungen sicher in der Hand. Das Kunststoffgehäuse wirkt stabil und weist keine Mängel in der Verarbeitung auf. Der fest verbaute Speicher fällt mit vier Gigabyte nur noch halb so groß aus, wie bei den Geräten der zweiten Generation. Er bietet Platz für ungefähr eine Stunde Filmmaterial in HD-Auflösung.
Die Stromversorgung stellt ein austauschbarer Lithium-Ionen-Akku sicher. Seine Aufladung erfolgt über den integrierten USB-Anschluss, der auch dazu dient Fotos und Videos auf Computer zu übertragen. Der Stecker sollte am Metall und nicht am Gummiüberzug aus dem Gerät gezogen werden, da der weiche Kunststoff schnell lose wird und einreißt. Zusätzlich verfügt der Vado HD über eine HDMI-Schnittstelle zur direkten Verbindung mit Fernsehgeräten sowie einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss. Dieser dient als Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang sowie als AV-Anschluss.
Fazit: Sinnvolle Überarbeitung
Die dritte Generation des Vado HD von Creative überzeugt nicht nur mit ihrem neuen Aussehen, sondern auch mit einfacher Bedienung und brauchbarer Bildqualität. Den Vergleich mit anderen Pocket-Camcordern muss der Vado HD nicht scheuen.
Nach Angaben von Creative soll die dritte Generation des Vado HD ab April 2010 in den Farben Schwarz und Weiß im Handel erhältlich sein. Ende Mai sollen Varianten in Rot, Lila und Türkis folgen. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 149,90 Euro und liegt damit 50 Euro unter dem noch in Restbeständen erhältlichen Vorgängermodell.
