Drucker für niedrigen Betriebskosten
Durchschlagskraft: Robuster 24-Nadeldrucker von Epson
Nadeldrucker sind ein typisches Produkt der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Heute gibt es keine mehr. Einige Exemplare mögen noch in der Arztpraxis oder beim Pizza-Service ihren Dienst tun, aber hergestellt werden sie nicht mehr. So denken viele Endverbraucher. Irrtum.

Manche Hersteller produzieren unverdrossen weiter Nadeldrucker. Und offenbar gibt es eine Nachfrage nach den robusten Geräten mit den niedrigen Seitenkosten. Deshalb stellt Epson jetzt mit dem LQ-2190 einen neuen 24-Nadeldrucker vor.
Der LQ-2190 produziert laut Epson bis zu 576 cps (Character per Seconds, Zeichen pro Sekunde). In puncto Reichweite schlägt der Nadeldrucker jeden Tintenstrahler. Er schafft laut Hersteller bis zu 15 Millionen Zeichen pro Farbband und 400 Millionen pro Druckkopf. Geht man bei einer Briefseite von 2.000 Anschlägen aus, dann wären das maximal 7.500 Seiten, die mit einem Farbband erreichbar sind, natürlich nur im Entwurfsmodus.
Ein großer Vorteil dieser Druckertypen: Der Anwender kann auch Durchschläge drucken lassen - bis zu fünf Durchschläge sind es beim Epson.
Angeschlossen wird der Drucker entweder über USB oder Parallelport, soweit noch vorhanden. Der LQ-2190 besitzt drei Papierzuführungen. Mit den zwei Traktoren kann das Papier von vorne, hinten oder unten zugeführt werden. Der Drucker verarbeitet sowohl Einzelblätter als auch Endlos- oder Rollenpapier. Neben einer Parallel- und USB-Schnittstelle ist optional auch ein Netzwerkanschluss erhältlich.
Ideal für raue Umgebungen
Wegen des lästigen Betriebsgeräuches werden die Nadeldrucker kaum mehr im Büro verwendet, sondern eher in Verwaltungen oder an Kassen. Auch in Handwerksbetrieben, wo die Geräte oftmals mit Staub und Schmutz konfrontiert sind, leisten sie gute Dienste. Ein weiterer Nachteil ist aber die im Vergleich zu Tintenstrahlern schlechtere Druckqualität.
Diesen Nachteilen stehen die niedrigen Betriebskosten und die weitgehende Wartungsfreiheit gegenüber. Deshalb sind die Geräte durchaus noch eine Option für Büros, in denen es auf schnellen, unkomplizierten Ausdruck von Texten ankommt und wo man nicht ständig Tintenkartuschen wechseln will.
Diese Robustheit hat auch ihren Preis. Der Epson LQ-2190 kostet 1.140 Euro (UVP zuzüglich Mehrwertsteuer.).
Nadeldrucker von Lexmark, Seiko, Fujitsu und Oki
Bei Lexmark laufen die Nadeldrucker unter der Bezeichnung "Matrix- & Formulardrucker". Es gibt sie zu Preisen ab 600 Euro. Auch Seiko ist noch im Geschäft und liefert Flachbettdrucker ab etwa 440 Euro. Ebenso Fujtsu und Oki. Die billigsten Nadeldrucker, die bei dieser Recherche gesichtet wurden, starten bei Preisen ab etwa 200 Euro. Übrigens: Auch die 9-Nadeldrucker sind bei einigen Herstellern noch im Sortiment, so bei Oki, Lexmark und eben Epson.


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Hallo picard, na ja, abwertend würde ich nun nicht gerade sagen. Aber wir waren uns in der Redaktion auch einig, dass Nadeldrucker zumindest von den meisten Menschen nicht mehr als "State-of-the-Art"...
Merkwürdig, dass in dem Artikel fast abwertend über Nadler geschrieben wird. Ich arbeite gewissermaßen im Bereich des Gesundheitswesens und dort gehen Matrixdrucker fast täglich über den Tisch.