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Asus Eee PC 1201N im Test: Das große Netbook
Intel Atom-Dualcore-CPU und HD-Bildschirm

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Asus verbaut in einem Netbook erstmals eine Intel Atom-Dualcore-CPU. Das Gehäuse wird dadurch auf Subnotebookniveau vergrößert und ein 12,1-Zoll-Display verbaut. Der Asus Eee PC 1201N ist daher eine Art Zwitter aus Netbook und Subnotebook, kann jedoch nur zum Teil die Vorteile der beiden Geräteklasse vereinen.

Technik: Dualcore-Atom

Neben den etwas größeren Ausmaßen sticht nach dem Aufklappen der 12,1-Zoll-Bildschirm ins Auge, der eine Auflösung von 1.366 x 768 liefert. Einmal mehr stellen wir jedoch wie bei den letzten Eee PCs fest, dass auch der 1201N über eine sehr niedrige Displayhelligkeit verfügt. Abheben kann sich das Netbook von anderen Modellen vielmehr durch den Dualcore-Atom-Prozessor. Der Atom N330 mit 1,6 Gigahertz verfügt über eine gute Rechenleistung. In Zusammenarbeit mit dem Nvidia Ion-Chipsatz spielt das Netbook auch Full-HD-Material ruckelfrei ab. Die Leistung ist nahezu identisch mit dem All-In-One-Rechner Asus Eee Top ET2002T.

Das Testgerät von netzwelt unterscheidet sich beim Arbeitsspeicher und der Festplatte geringfügig von einem im Handel erhältlichen Eee PC 1201N. Die Testversion ist mit drei Gigabyte DDR2-RAM und einer 320-Gigabyte-Festplatte ausgestattet, während die käuflich erwerbbare Version zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 250-Gigabyte-Festplatte bietet. Aufgrund dessen, dass für diese Geräteklasse keine Beschränkung seitens Microsoft existiert, kann Asus aus dem vollen Schöpfen: Auf dem Eee PC 1201N ist Windows 7 Home Premium 32-Bit vorinstalliert.

Asus Eee PC 1201N
Cinebench R10 32 bit (x CPU)1.477
Cinebench R10 32 bit (1 CPU)494
HDD Tune Minimum33,8 MB/sek.
HDD Tune Maximum77,6 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt58,8 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit18,1 ms

Akkulaufzeit und Lautstärke

Der Intel Atom N330 wirkt sich sowohl auf die Lautstärke als auch die Akkulaufzeit negativ aus. Der gestiegene Stromverbrauch und die dadurch notwendig gewordenen höheren Drehzahlen des Lüfters bewirken, dass dieser bereits im Leerlauf geringfügig wahrnehmbar ist. Unter Last erhöhen sich zwar Drehzahl und Lautstärke nochmals, jedoch bleibt alles in einem noch erträglichen Rahmen.

Lautstärke (30cm)
idleLast
34,3 db35,8 db

Der Sechs-Zellen-Akku mit seinen 5.600 Milliampere reicht nur für durchschnittliche Akkulaufzeiten. Obwohl der große Akku viel Leistung bietet macht sich der erhöhte Stromverbrauch der Dualcore-CPU deutlich bemerkbar. Nach nicht einmal drei Stunden wird der Bildschirm beim Filmschauen schwarz. Internetsurfen und Schreiben belasten den Akku logischerweise etwas weniger, so dass erst nach rund vier Stunden die Lichter ausgehen.

Akkulaufzeit
OfficeFilm
225 min.165 min.

Tastatur und Touchpad

Die Tastatur erstreckt sich über die gesamte Netbookbreite. Die etwas größeren Tasten im Vergleich zu einem 10-Zoll-Netbook erleichtern das Tippen wesentlich. Außerdem sind die Abstände zwischen den einzelnen Tasten ausreichend groß. Der Druckpunkt ist angenehm und das Tastaturlayout entspricht dem Standarddesign, so dass auch längeres Tippen kein Problem darstellt.

  • Mit Dualcore Atom
  • Im Seashell-Design
  • Maximaler Ausklappwinkel
  • Mit HDMI-Ausgang
  • In vier Farben erhältlich
  • Nur der RAM lässt sich einfach tauschen.

Das Touchpad des Eee PCs bildet einmal mehr eine Fläche mit der Handballenauflage und unterscheidet sich lediglich durch die genoppte Oberflächenstruktur. Außerdem setzt Asus auf eine Wippe anstatt zwei getrennter Touchpadtasten. Zwar funktioniert die Bedienung per Touchpad anstandslos, aber ist alles andere als optimal gelöst.

Anschlüsse: Mit HDMI-Ausgang

Der Unterschied zu anderen Netbooks ist auch bei den Anschlüssen vorhanden, wenn auch nur sehr eingeschränkt. Dank Ion-Chip wird ein externer Bildschirm per HDMI-Ausgang angesteuert. Beidseitig zur Verfügung stehen insgesamt drei USB-Anschlüsse. Des Weiteren befinden sich noch ein LAN- und ein VGA-Anschluss sowie ein Kartenleser an den Seiten. Asus verbaut außerdem ein Bluetooth und ein WLAN-Modul, letzteres mit schnellem N-Standard.

Erhältlich ist der Asus Eee PC 1201N in den Farben Blau, Rot, Schwarz und Silber. Trotz der größeren Abmaße bringt das Netbook nur 1.470 Kilogramm auf die Waage. Durch den gummierten Displaydeckel wirkt das Netbook ausgesprochen edel und verschmutzt zudem nicht so leicht.

Fazit: Zu teuer

Der Ansatz den Asus mit dem Eee PC 1201N verfolgt ist lobenswert. Allerdings scheitert der Rechnerverbund aus Netbook und Subnotebook an mehreren Punkten. Der Preis von 450 Euro ist deutlich zu hoch. Die Konkurrenz, insbesondere in Form des Acer Aspire Timeline 1810TZ ist sehr stark aufgestellt und dann wären da noch die speziell für sparsame Subnotebooks produzierten Intel-CULV-Prozessoren, die jede Variante des Atom-Prozessors im direkten Vergleich schlecht aussehen lässt.

Neben diesen Problemen ist jedoch auch der Eee PC 1201N nicht frei von Mängeln. Die Displayhelligkeit ist einmal mehr bei einem Eee PC unbefriedigend und das Touchpad zum Abgewöhnen. Überzeugen kann jedoch die Rechenleistung, die auch das Abspielen von Full-HD-Material ermöglicht.

Kommentare zu diesem Artikel

Erstmalig verbaut Asus eine Intel Atom-Dualcore-CPU in einem Netbook. Das Gehäuse wächst dadurch auf Subnotebook-Größe inklusive eines 12,1-Zoll-Displays. Der Asus Eee PC 1201N ist daher eine Art Zwitter aus Netbook und sehr günstigem Subnotebook.

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Asus Eee PC 1201N im Test: Das große Netbook
Asus Eee PC 1201N im Test: Das große Netbook
Erstmalig verbaut Asus eine Intel Atom-Dualcore-CPU in einem Netbook. Das Gehäuse wächst dadurch auf Subnotebook-Größe inklusive eines 12,1-Zoll-Displays. Der Asus Eee PC 1201N ist daher eine Art Zwitter aus Netbook und sehr günstigem Subnotebook..
http://www.netzwelt.de/news/82226-asus-eee-pc-1201n-test-grosse-netbook.html
2010-03-18 11:55:00
News
Asus Eee PC 1201N im Test: Das große Netbook