Canon EOS 550D im Test: DSLR zeichnet Full-HD-Videos auf
Robustes Gehäuse und umfangreiche Ausstattung
Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der EOS 550D dient nicht nur zur Bildkontrolle, sondern kann auch als Sucher verwendet werden. Bei Videoaufnahmen steht sogar nur die Livebildanzeige auf dem Monitor und nicht der optische Sucher zur Verfügung. Die Anzeige bietet mit ihren hohen Auflösung von 1.040.000 Bildpunkten ein klares und detailliertes Bild. Die Blickwinkel fallen mit je rund 160 bis 170 Grad vergleichsweise hoch aus.
Canon bietet die EOS 550D sowohl einzeln als auch im Set mit unterschiedlichen Objektiven an. Der Test fand mit dem günstigsten der sogenannten Kits statt. Neben dem Kameragehäuse enthält es ein Objektiv mit integriertem Bildstabilisator und einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern, die sich durch den Formatfaktor des Bildsensors um den Faktor 1,6 auf 28,8 bis 88 Millimeter verlängert. Der Stabilisator trägt dafür sorge, dass Aufnahmen auch bei längeren Belichtungszeiten als üblich verwacklungsfrei bleiben. Der Autofokus arbeitet sehr schnell und präzise.
Das Gehäuse der Canon EOS 550D besteht aus Edelstahl und glasfaserverstärktem Kunststoff. Es wirkt sauber und solide verarbeitet. Zudem liegt die mit Kit-Objektiv und Akku 723 Gramm schwere Kamera sicher und angenehm in der Hand. Der Daumen findet auf der Rückseite ausreichend Ablagefläche und den übrigen vier Fingern bietet der Batteriegriff halt.
Canon EOS 550D im Test
Mikrofon-Eingang, Buchse für Fernsteuerung, HDMI-Anschluss sowie kombinieter AV- und USB-Schnittstelle.
SD-Karten dienen zum Speichern von Fotos und Videos - für Filme sollte es schon die schnellere SHDC-Variante sein.
Ein Lithium-Ionen-Akku stellt die Stromversorgung der EOS 550D sicher. Fotos und Filme speichert die Kamera auf SD- und SDHC-Karten ab. Nach Angaben von Canon sind für Videos in Full-HD-Auflösung mindestens SDHC-Speicherkarten der "Klasse 6" nötig. Bei der Verwendung langsamerer Medien stehen unter Umständen nur kleine Videoauflösungen zur Verfügung.
An das Bajonett der EOS 550D passen alle Objektive der EF- und der EF-S-Serie. Neben dem Zubehörschuh verfügt die Kamera über vier weitere Schnittstellen. Der Audioeingang dient zum Anschluss eines externen Mikrofons. Eine Buchse ist für eine Fernbedienung oder einen -auslöser vorgesehen. Der kombinierte AV- und USB- sowie der HDMI-Anschluss sollen in ersten Linie Daten von der Kamera an externe Monitore oder Festplatten übertragen.
Fazit: Hochwertige Kamera mit ungerechtfertigtem Preisaufschlag
Die Canon EOS 550D überzeugt im Test als vergleichsweise günstige und hochwertige Spiegelreflexkamera mit der guten bis sehr guten Qualität ihrer Fotos und Full-HD-Videos. Die Bedienung der Kamera sollte auch neuen DSLR-Nutzern nach kurzer Zeit problemlos gelingen.
Allerdings unterscheidet sich die EOS 550D trotz einer um drei Megapixel höheren Auflösung kaum von der EOS 500D. So dass Fotografen immer noch bedenkenlos zu dem älteren Modell greifen können und den Preisunterschied von derzeit 110 bis 130 Euro lieber in Zubehör investieren sollten. Für die EOS 550D verlangen Online-Händler derzeit rund 690 Euro. Für das getestete Kit mit 18-bis-55-Millimeter-Objektiv erhöht sich der Preis auf etwa 750 Euro.
