Bitkom unterstützt deutsche IT-Unternehmen
Bitkom-Initiative: Cloud Computing made in Germany
Beim Cloud Computing beherrschen die großen Namen den Markt: Amazon, Google, Microsoft oder IBM. Alles Anbieter mit Sitz in den USA, die auch in Europa den Trend zum Cloud Computing vorantreiben und gerade dabei sind, die besten Positionen auf dem Markt unter sich aufzuteilen.
So bietet beispielsweise Google mit dem Dienst "Google Apps für Unternehmen" einen cloudbasierten Dienst, mit dem Mitarbeiter bereits eine Reihe von Office-Aufgaben übers Web erledigen können. Auch Microsofts Dienst Windows Azure ist bereits mit konkreten Angeboten am Start.
Der Branchenverband Bitkom warnt vor der Übermacht der amerikanischen Anbieter und will jetzt dagegenhalten. Der Verband will der deutschen und europäischen IT-Branche in Sachen Cloud Computing auf die Sprünge helfen. Ein Aktionsplan soll die Chancen der heimischen IT-Anbieter verbessern. Der Aktionsplan besteht aus sechs Komponenten: Recht und Regulierung, Kommunikation, Kooperationen, Standardisierung, Exzellenzentwicklung sowie europäische Einbindung.
Deutschland müsse "einen eigenständigen Beitrag zum Cloud Computing leisten", begründet Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer die Initiative.
Unterstützung aus dem Bundeswirtschaftsministerium
Bitkom hat sich auch gleich Mitstreiter aus der Politik geholt. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hat Wissenschaftler, IT-Anbieter und Anwender zu einem Strategiegespräch geladen. Besonders detailliert geht es im Strategiegespräch aber noch nicht zu. Ziel sei es, "mit ausgewiesenen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft eine aktuelle Positionsbestimmung Deutschlands zum Thema "Cloud Computing" vorzunehmen.
Außerdem solle geprüft werden, inwieweit "konkrete Handlungsfelder benannt werden können und eine Kooperation mit internationalen Partnern zielführend" sei, wie es in einer Mitteilung aus dem Bundeswirtschaftsministerium heißt.
IT-Manager: Cloud Computing auf Platz zwei der Prioritätenliste
Die Initiative erscheint auch insofern als sinnvoll, als Cloud Computing längst kein leerer Hype mehr ist. Nach einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Gartner steht Cloud Computing hinter der Virtualisierung auf Platz zwei der Technologie-Themen, um die sich die IT-Manager in diesem Jahr kümmern wollen. Auch sie haben die handfesten Vorteile der Technik erkannt: Software und Daten liegen nicht mehr nur auf den Desktop-PCs im Unternehmen, sondern auf den Serverfarmen eines externen Anbieters. Der Kunde bestellt eine IT-Leistung wie beispielsweise Rechenleistung für ein bestimmtes Projekt als Service im Internet, der im Idealfall in Echtzeit bereitgestellt wird. Gerechnet wird auf den Servern, die gerade Kapazität frei haben.
Da die Software nicht mehr auf dem Desktop-PC liegt, ändern sich auch die Bezahlmodelle. Statt einer Gebühr für die Lizenz, wird nach Nutzung bezahlt. Dabei ist das Grundkonzept sehr variabel. Das Unternehmen kann beispielsweise nur bestimmte Teile eines Projekts in die "Wolke" verlagern oder auch die entstehenden Dokumente und Daten weiterhin auf den eigenen Rechnern speichern. Technisch ist es auch möglich, dass das Unternehmen sich die "Wolke" ins Unternehmen-Netzwerk holt und Cloud Computing in Eigen-Regie betreibt.
Allerdings haben viele IT-Manager noch Bedenken beim Thema Datenschutz und IT-Sicherheit. Schließlich sollen sie einem anderen Anbieter ihre Unternehmensdaten anvertrauen. Gerade hier könnten deutsche Unternehmen Lösungen anbieten, die das Sicherheitsniveau und damit die Akzeptanz dieser Technik erhöhen.

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... Google speichert unsere Daten in mindestens zwei europäischen Rechenzentren auf jeweils mindestens 3 Festplatten .....wer kann es sicherer selbst? .... wir nicht. siehe bei ektosym GmbH