Samsung NX10 im Test: Kompakte Systemkamera mit Wechseloptik
Fotos auf Spiegelreflex-Niveau
Die Menüs der NX10 präsentieren sich aufgeräumt und übersichtlich. Die thematische Aufteilung der Unterpunkte erscheint logisch und sinnvoll. Das Drehrad hinter dem Auslöser dient zum Einstellen von Blende und Belichtungszeit, wobei der Fotograf bei der komplett manuellen Steuerung mit der Taste zur Belichtungskorrektur zwischen beiden Werten wechselt.
Die Samsung NX10 liefert Aufnahmen mit einer Bildqualität auf dem Niveau von Spiegelreflexkameras (DSLR) - angesichts des gleich großen Bildsensors keine große Überraschung. Die Fotos der Kamera überzeugen mit natürlich wirkenden Farben, einer hohen Detailgenauigkeit und deutlichen Kontrasten.
Zusätzlich überzeugt die NX10 mit einem geringen Bildrauschen. Selbst Aufnahmen mit einer Lichtempfindlichkeit von ISO 3.200 eignen sich verkleinert auf ein Viertel der Originalgröße noch als Vorlage für Papierabzüge bis zu einer Größe von 13 x 18 Zentimetern sowie zum Einstellen in soziale Netzwerke oder Versenden per E-Mails. Bildstörungen durch das Rauschen treten in der Originalansicht erst bei ISO 1.600 deutlich zu Tage.
Neben Fotos im JPEG- und im Rohdatenformat SRW fertigt die NX10 auch Videos mit einer maximalen Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln an. Die Filme überzeugen mit kräftigen Farben und detaillierten Bildern sowie einem brauchbaren automatischen Weißabgleich. Unter Neonlicht flimmern die Videos teilweise, aber selbst in einem Video nicht jedesmal, wenn der entsprechende Raum betreten wird.
Das Mono-Mikrofon der NX10 liefert einen verständlichen Ton, wobei es allerdings nur eine mittelmäßige Empfindlichkeit bietet. Als störend erweisen sich die Geräusche des Autofokus, die von vorbeifahrenden Autos, aber nicht von Gesprächen übertönt werden. Den Autofokus aktiviert der Fotograf mit der Taste für die Tiefenschärfenvorschau, die sich rechts unten neben dem Objektiv auf der Vorderseite der Kamera befindet.
Zubehörschuh und HDMI-Schnittstelle
Das sauber verarbeitete Kunststoffgehäuse der Samsung NX10 liegt sicher in der Hand. Der Daumen findet auf der Rückseite genügend Ablagefläche und drei oder vier weitere Finger haben den Batterieschacht im Griff. Der Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben des Herstellers Strom für bis zu 400 Aufnahmen, die die Kamera auf einer SD- oder SDHC-Karte abspeichert.
Neben dem Zubehörschuh, an dem der Nutzer zum Beispiel ein Blitzgerät anbringen kann, verfügt die NX10 über drei Schnittstellen. Der kombinierte USB- und AV- sowie der HDMI-Anschluss dienen zur Datenübertragung. Über den dritten Anschluss lässt sich die Kamera per Fernauslöser steuern.
Fazit: Kompakter DSLR-Ersatz
Mit der NX10 verfügt Samsung neben sehr vielen Kompaktkameras wieder über eine hochwertige Kamera mit Wechselobjektiven und einer Bildqualität auf DSLR-Niveau. Anders als die vor einigen Jahren eingestellten Spiegelreflexkameras handelt es sich nicht um eine Kooperation mit Pentax, sondern um eine Eigenentwicklung des südkoreanischen Konzerns. Die umfangreiche Bedienung geht nach einer kurzen Eingewöhnung problemlos von der Hand.
Samsung bietet die NX10 derzeit nur im Kit mit dem ebenfalls getesteten 18-bis-55-Millimeter-Objektiv an. Das Gehäuse steht in Schwarz und Silber zur Auswahl. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Set beträgt 799 Euro. Im Internet bieten Händler Kamera und Objektiv bereits für rund 660 Euro an. Die Preise für die bereits angekündigten Objektive stehen derzeit noch nicht fest.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Samsung NX10. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Samsung NX10. Zusätzlich haben wir ein Special zu Samsung Digitalkamera vorbereitet.
