Routenplaner für das Fahrrad: Bikemap.net im Test

Kartendienst als soziales Netzwerk

Hinter Bikemap verbirgt sich ein kleines soziales Netzwerk, mit dem es möglich ist, sich mit anderen Nutzern über die Qualität einzelner Strecken und persönliche Erfahrungen und Routen auszutauschen. Nach einer Anmeldung über die Webseite oder auf Facebook kann der Nutzer jede ausgewählte Route bewerten und mit Kommentaren versehen. Auch eine Empfehlung der Strecke über Facebook ist möglich.

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Nach der kostenlosen Anmeldung erhält der Anwender außerdem ein eigenes Trainingstagebuch, in dem er erreichte Ziele und gefahrene Routen ablegen kann. Wie in einem konventionellen Tagebuch kann er seine Erlebnisse in einem kurzen Text festhalten. Sofern er zu einer Route ein Event anlegt, kann der Nutzer andere Mitglieder zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort einladen, mitzufahren.

Kartenmaterial nach Wahl

Beim ersten Start zeigt die Webseite die Routen mit dem Kartenmaterial von Google Maps an. Radrouten sind als blaue Stecknadeln mit einem kleinen Fahrradsymbol gekennzeichnet. Sind zu viele Touren in einem Kartenausschnitt, fasst die Webapplikation diese in einem Rechteck mit Lupensymbol zusammen. Mit den Steuerelementen von Google Maps können die Karten wie gewohnt bedient werden.

Hinter einer kleinen Schaltfläche neben den verschiedenen Karten-Ansichten verbirgt sich die Einstellung zu alternativem Kartenmaterial. So untertützt Bikemap nicht nur das quelloffene OpenStreetMap, sondern auch der relativ neue Ableger "OpenCycleMap". Die detaillierten Karten zeigen selbst Feldwege und Pfade sicher an.

Außerdem kann der Nutzer viele weitere Punkte in der Karte markieren. So ist es möglich, die Routen der Schwesterportale "Runmap", "Inlinemap", "Wandermap" und "Mopedmap" einzublenden. Außerdem können Hotels, Ferienwohnungen, Jugendherbergen, Ausflugstipps, Webcams, Wikipedia-Artikel, Panoramio-Bilder und Bewertungen des Portals Qype dargestellt werden.

Route selbst erstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, als Nutzer von Bikemap eigene Radrouten einzutragen. Über den Menüpunkt "Route anlegen" kann der Anwender den Verlauf der Strecke mit der Maus direkt auf der Karte einzeichnen. Mit drei Werkzeugen und ausreichend Hilfestellung funktioniert die Eingabe sehr gut.

GPS-Daten aus einem Navigationsgerät oder GPS-Tracker garantieren noch höhere Genauigkeit der Strecke. Dazu bietet Bikemap eine Importfunktion für GPS-Daten im GPX- oder KML-Format sowie von Garmin-Navigationsgeräten an. Letzteres benötigt zusätzlich das kostenlose Garmin Communicator Plugin, um das Navigationsgerät direkt mit Webseiten zu verbinden.

Fazit: Gutes Netzwerk ohne Routenberechnung

Mit Bikemap.net planen Anwender zielsicher die nächsten Fahrradtouren. Da die Webapplikation einem sozialen Netzwerk gleicht, helfen die Mitglieder mit, die Qualität der Radrouten zu steigern. Der Import und Export von Navigationsdateien ermöglicht auch die mobile Nutzung des Dienstes.

Ein großer Nachteil von Bikemap ist, dass keine Routen mit Start- und Zielpunkt automatisch gesucht werden können. So können Radfahrer sich nicht einfach spontan eine geeignete Route zu einem bestimmten Ziel errechnen lassen. Sie sind immer darauf angewiesen, dass andere Nutzer bereits eine ähnliche Strecke gefahren sind.

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