Panasonic Lumix TZ10 im Test: Digitalkamera mit GPS-Empfänger
Überzeugende Fotos und sehr gute Videos
Die TZ10 bietet dem Nutzer zwei übersichtliche und logisch strukturierte Menüs. Im "Qualitäts-Menü" stehen neben dem GPS-Modul vor allem Belichtungseinstellungen wie Weißabgleich und Lichtempfindlichkeit zur Auswahl. Im Hauptmenü stellt der Anwender in erster Linie die Grundeinstellungen der Kamera ein.
Im Test benötigte die TZ10 unter freiem Himmel etwa fünf Minuten für die erste Positionsbestimmung. Solange das GPS-Modul aktiv blieb, aktualisierte die Kamera ihren Standort anschließend wesentlich schneller. Unsere Testbilder weisen Abweichungen von nur wenigen Metern auf, wobei die Straßenseite immer korrekt war. Anhand der abgespeicherten Geokoordinaten können Bildbetrachtungsprogramme, Bilderportale, Kartendienste oder soziale Netzwerke die Fotos ihrem Aufnahmeort zuordnen und an diesem anzeigen.
Der Fotograf muss das GPS-Modul manuell deaktivieren, da es auch bei ausgeschalteter Kamera Signale empfängt und Strom verbraucht. Die TZ10 verfügt jedoch auch über einen Flugzeugmodus, in dem sich der GPS-Empfänger zusammen mit der Kamera ausschaltet.
Die Aufnahmen der Panasonic TZ10 überzeugen mit einer Bildqualität, die über dem Durchschnitt im Kompaktkamerabereich liegt. Die Farben wirken natürlich und viele Details sind auf den Fotos zu erkennen, wobei die Kontraste etwas deutlicher ausfallen könnten. Eine erkennbare Vignettierung tritt nur bei Verwendung des internen Blitzlichts auf.
Mit zunehmender Lichtempfindlichkeit nimmt die Bildqualität, wie bei allen Digitalkameras, ab. Ab einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800 tritt ein deutliches Bildrauschen, sodass die Aufnahmen in der Originalgröße nicht mehr zu gebrauchen sind. Auf ein Viertel der ursprünglichen Größe verkleinerte Versionen der Fotos eignen sich aber selbst bei ISO 1.600 noch für die Veröffentlichung im Internet.
Panasonic Lumix TZ10 Testbilder
Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 100, Blende 3.4, 1 Sekunde (laut Exif-Daten).
Videos zeichnet die Panasonic TZ10 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Filme überzeugen mit einer Bildqualität, die deutlich über der von günstigen Camcordern liegt. Der automatische Weißabgleich findet nach einer mehrere Sekunden dauernden Suche die passenden Einstellungen für veränderte Lichtverhältnisse. Die Videos mit natürlich wirkenden Farben verfügen über eine hohe Detailgenauigkeit und deutliche Kontraste.
Die zwei Stereo-Mikrofone auf der Oberseite der TZ10 liefern einen klar und deutlich zu verstehenden Klang. Allerdings sind die Bewegungen des Zoom-Objektivs störend zu hören, sofern sie nicht von lauteren Umgebungsgeräuschen wie vorbeifahrenden Autos übertönt werden.
Solides Metallgehäuse und ein HDMI-Anschluss
Das ordentlich verarbeitete Metallgehäuse der TZ10 liegt gut in der Hand. Hierfür sorgen die ausreichend große Daumenablage auf der Rückseite und die leichte Wölbung auf der Vorderseite. Die Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben des Herstellers Strom für bis zu 300 Fotos. Ein aktiver GPS-Empfänger sorgt dafür, dass diese Zahl deutlich sinkt.
Fotos und Videos speichert die Panasonic TZ10 auf allen drei Varianten der SD-Karten ab. Zur Datenübertragung stattet der Hersteller die Kamera mit einem HDMI-Anschluss sowie einer kombinierten USB- und AV-Schnittstelle aus.
Fazit: Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung für das Urlaubsgepäck
Die Panasonic Lumix TZ10 empfiehlt sich im Test als ideale Reisekamera, die auch alltagstauglich ist. Das GPS-Modul bringt vor allem in die Urlaubsfotos Ordnung. Die Kamera überzeugt darüber hinaus mit einer guten Bild- und Videoqualität sowie einer im Großen und Ganzen komfortablen Bedienung.
Die unverbindliche Preisempfehlung von Panasonic für die TZ10 beträgt 399 Euro. Online bieten Händler die Kamera bereits für rund 330 Euro an. Fotografen, die den GPS-Empfänger nicht benötigen, können eine Blick auf das Schwestermodell TZ8 werfen. Die Kamera weist vom GPS-Modul abgesehen nahezu identisch Ausstattungsmerkmale auf und kostet rund 70 Euro weniger.
