Übersicht: Die interessantesten Tablet-PCs 2010

Google

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Google mischt bereits indirekt mit auf dem Tablet-Markt. Durch das Betriebssystem Android ist man als Zulieferer bei vielen Herstellern wie Dell oder Archos vertreten. Entwickler des Chromium-OS-Projektes haben vor Kurzem einige Designstudien veröffentlicht, die zeigen, wie die Bedienung eines Tablet-PCs mit dem Chrome Betriebssystem aussehen könnte. Vorgesehen war das OS für Netbooks und leistungsstarke Handys. Nach Veröffentlichung der Bilder und eines Videos ist aber davon auszugehen, dass die Anwendungen nicht ohne Hintergedanken auf einem Tablet präsentiert wurden.

MSI: Harmony und Dualscreen Tablet

Noch in der zweiten Jahreshälfte 2010 möchte MSI mit dem Harmony für circa 500 Dollar ins Marktgeschehen eingreifen. Das zehn Zoll große Tablet ist mit Nvidias Tegra-Grafikchip ausgestattet und war zuletzt auf der CeBIT zu bewundern. Als Betriebssystem soll Android zum Einsatz kommen. Weiterhin will man mit einem Dual-Screen-Tablet bei den Kunden punkten. Der buchähnliche E-Reader verfügt über zwei zehn Zoll Bildschirme und einem Intel Atom Prozessor. Starten wird das Tablet aller Voraussicht nach mit Windows 7 und Multitouch-Unterstützung wurde bereits zugesagt. Ein Prototyp war sowohl auf der CES als auch der CeBIT zu sehen. Wann und zu welchem Preis man mit dem Tablet rechnen darf ist bis dato nicht bekannt.

Sony

Bereits auf der Consumer Electronics Show im Januar hatte Sony mit dem "Dash" ein Gerät vorgestellt, dass Internet und Multitouch beherrscht. Vorgesehen ist es aber als multimedialer Bilderrahmen. So plant man Gerüchten zufolge die Entwicklung eines Sony Smartphones und eines Tablets. Das Interesse am Markt hatte man bereits im Februar bei der Präsentation der letzten Quartalsergebnisse bestätigt. So will Sony ein Gerät entwickeln, dass Spielekonsolen-, E-Book-Reader-, Video-, Musik- und Internetanwendungen beherrscht.

Samsung: Slate

Auch Samsung möchte auf dem Tablet-Markt mitmischen. So verkündete die Firma, dass man im zweiten oder dritten Quartal 2010 mit einem eigenen Gerät auf dem heiß umkämpften Markt einsteigen möchte. Natürlich wird der Samsung Slate-PC leistungsfähiger und bietet eine höhere Anschlussvielfalt im Vergleich zum iPad, so Philip Newton, Chef der IT-Division von Samsung Australia. Zum Lieferumfang soll eine Dockingstation samt diverser Multimediaanschlüsse wie HDMI, USB und VGA gehören. Angetrieben wird das Gerät mit einem Intel Atom Prozessor und als Betriebssystem wird vermutlich Android dienen.

Fazit

In einem Punkt scheinen sich jetzt schon alle Hersteller einig: Der Tablet-PC ist das mobile Multimedia-Gadget der Zukunft. Fraglich ist jedoch, für wen diese neue Geräteklasse eigentlich gedacht ist. Das Netbook fand die Nische zwischen zu kleinem Handy und zu schwerem Laptop. Der Boom, den die kleinen Computer auslösten, ist also durchaus nachvollziehbar. Tablets dagegen bieten die identische technische Aussstattung, wiegen nur vernachlässigbar weniger und lassen gleichzeitig eine Tastatur vermissen. Fraglich ist auch, wie bequem man mit den Geräten Filme oder Videos betrachten soll, wenn eine sich natürlich ergebene rechtwinklige Halterung wie beim Notebook fehlt.

Das Apple iPad will der Welt zeigen, wie diese Ansprüche gerecht und individuell umgesetzt werden. Konsequenz ist ein im April erscheinendes Tablet, dem USB-Anschlüsse, Kamera und Flash-Unterstützung fehlen. Natürlich ist der Firma aus Cupertino einmal mehr die besondere Nutzerfreundlichkeit des Betriebssystems und ein gewisser Stil anzuerkennen. Mehr als ein vergrößertes iPhone ist das iPad für viele Beobachter trotzdem nicht. Angestachelt vom Smartphone-Boom 2007 folgen nun diverse Hersteller aus China und der ganzen Welt Apple und treten damit eine Tablet-Welle ungeahnten Ausmaßes los.

Letztlich ist noch nicht abzusehen, welches Modell sich mit welcher Technik durchsetzt. Auch die Rolle der großen Zeitungs-Verlage, die in Tablets eine lukrative Möglichkeit den schwindenden Zeitungsverkäufen entgegenzuwirken sehen, ist noch offen. Apple setzt auf ein abgeschlossenes System, bei dem jede Anwendung und jeder Inhalt durch die eigene Infrastruktur abgesegnet werden muss. Das hält die Qualität hoch und bindet den Kunden. Andere Hersteller versuchen hauptsächlich aus den vermeintlichen Fehlern von Apple zu lernen und es besser zu machen.

Weitere Informationen

Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Apple iPhone, Android und Tablet-PC.

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