Canon Ixus 210 im Test: Kompaktkamera mit Touchscreen
Unerwartet gute Bildqualität
Die übersichtlich gestaltete Bildschirmoberfläche erlaubt eine schnelle Navigation und die Symbole auf den Schaltflächen sind selbsterklärend. Die wenigen möglichen Einstellungen nimmt der Fotograf nach einem Druck auf die "Func."-Taste vor. Hier versteckt sich auch die Schaltfläche, um ins Hauptmenü, in dem die Grundeinstellungen der Kamera zur Auswahl stehen, zu gelangen.
Die Canon Ixus 210 liefert Fotos, die für eine Kompaktkamera mit einer Auflösung von 14 Megapixeln sehr rauscharm ausfallen. Erst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800 treten die Bildstörung in der Originalgrößenansicht deutlich zu Tage. Aber selbst Aufnahmen mit ISO 1.600 eignen sich als Verkleinerungen noch gut für Abzüge oder die Veröffentlichung im Internet.
Darüber hinaus bewegt sich die Bildqualität der Ixus 210 im oberen Mittelfeld der Kompaktkameras. Sie liefert Fotos mit natürlich wirkenden Farben, deutlichen Kontraste vielen Details. Eine merkliche Vignettierung tritt nur bei Aufnahmen mit Blitzlicht auf.
Canon Ixus 210 Testbilder
Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 400, Blende 3.5, 1 Sekunde (laut Exif-Daten).
Videos zeichnet die Ixus 210 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Während der Filmaufnahme steht der optische Zoom nicht zur Verfügung und die Nutzung des Digitalzooms führt nur zu deutlich schlechteren Bildern, so dass bewegte Bilder am Besten mit einer "Festbrennweite" aufgenommen werden sollten.
Der automatische Weißabgleich braucht einen kleinen Moment, findet dann aber Einstellungen die gut zu den neuen Lichtverhältnissen passen. Die Videos überzeugen ähnlich wie die Standbilder mit natürlich wirkenden Farben, deutlichen Kontrasten und einer hohen Detailgenauigkeit.
Metallgehäuse mit HDMI-Schnittstelle
Das Metallgehäuse der Canon Ixus 210 wirkt sauber verarbeitet und hinterlässt einen robusten Eindruck. Die Stromversorgung der Kamera, die Fotos und Videos auf SD-, SDHC- und SDXC-Karten speichert, stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Zur Datenübertragung sind die Mini-Varianten einer HDMI- und einer USB-Schnittstelle vorhanden.
Fazit: Positive Überraschung
Die Canon Ixus 210 lässt sich trotz Touchscreens zumindest mit zwei Händen unerwartet gut bedienen und liefert eine Bildqualität, die über den Erwartungen liegt. Es scheint als ob der Bildprozessor die Nachteile der hohen Auflösung durch Berechnungen beseitigt. Allerdings fällt der Preis der Kamera mit rund 300 Euro noch relativ hoch aus. Im direkten Vergleich liegt sie allerdings deutlich vor dem inzwischen nur noch rund 230 Euro teuren Vorgängermodell Ixus 200 IS.
