Tablet-PC mit Doppel-Bildschirm
Courier: Microsofts feilt am Anti-iPad
Courier "das bessere iPad". Das wäre wohl die Schlagzeile, von der Microsoft-Manager träumen, wenn irgendwann in der zweiten Jahreshälfte der Tablet-PC "Courier" in den Handel kommt und die Presse die ersten Testberichte veröffentlicht hat. Monate nach Apples iPad, der in Deutschland schon ab Ende April in den Läden stehen wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fotos und Videos im Web
- 2Digitale Schreibmappe für unterwegs
- 3Keine Konkurrenz zu iPad
Bis Microsofts Mobilrechner dem iPad Paroli bieten kann, ist es aber noch ein weiter Weg. Anfang Januar hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der CES einige Tablet-Prototypen kurz gezeigt. Die Presse war nicht gerade beeindruckt. Außer der Tatsache, dass Microsoft die Geräte von Herstellern wie Archos oder HP fertigen lassen will, konnte man Ballmers Auftritt nicht viel Neues entnehmen. Dass man bei Microsoft hinter den Kulissen hart an der Entwicklung eines Tablet-PCs arbeitet, darf aber als sicher gelten.
Fotos und Videos im Web
Ab und zu sickern Informationen und Fotos aus den Microsoft-Labors durch. So will der Gadget-Blog Engadget herausgefunden haben, dass der Courier sehr kompakt und leicht werden soll: 12,7 x 17,78 Zentimeter groß, dünner als 2,5 Zentimeter und weniger als 500 Gramm schwer. Apples iPad ist mit 1,3 Zentimetern deutlich dünner, dafür aber mit knapp 700 Gramm etwas schwerer und mit dem 9,7-Zoll-Display auch etwas größer.
Angetrieben wird der Courier laut Engadget von Nvidias Tegra-2-Chip. Als Betriebssystem könnte dieselbe Software wie bei Microsofts Multimedia-Player Zune zum Einsatz kommen. Außerdem plant Microsoft angeblich, den Mobilrechner mit E-Book-Funktionen auszustatten. Die Bedienung erfolgt mit den Fingern über das Multitouch-Display oder auch per Stift, wenn man die Handschrifterkennung verwenden will.
Engadget hat auch bereits einige Fotos des Geräts auf seine Webseite gestellt. (Foto: Engadget.com)
Digitale Schreibmappe für unterwegs
Wenn man den ersten Fotos und Videos glauben kann, dann werden die Unterschiede zwischen iPad und Courier deutlich. Während das Apple-Gerät zwar auch eine Version des Büroprogramms Works bietet, ist es doch eher für das bequeme Konsumieren von Multimedia-Inhalten wie Filmen oder Webseiten optimiert. Microsofts Courier ist eher was für produktive Zeitgenossen und kommt daher wie die gute alte Schreibmappe, die nach dem Aufklappen einen großen Schreibblock, diverse Utensilien und einen eingeklemmtem Kugelschreiber zum Vorschein bringt. Der Microsoft-Rechner wirkt wie eine lässige Variante des Netbooks für tippfaule Menschen.
Keine Konkurrenz zu iPad
Microsoft will offensichtlich nicht direkt mit dem iPad konkurrieren, sondern ein eigenes Konzept durchsetzen. Dem Vergleich mit Apples iPad wird der Courier aber nicht entgehen können. Ob das fertige Gerät hier bestehen kann, hängt davon ab, wie gut der Touchscreen ist, wie fehlerfrei und perfekt die Bedienung im Alltag funktioniert und auch davon, wie teuer das Gerät sein wird. Apples iPad kostet in den USA in der günstigsten Version 499 Dollar. Euro-Preise stehen noch nicht fest.
Da die Verbraucher gewohnt sind, dass Windows-Rechner billiger sind als ihre Apple-Pendants, ist wahrscheinlich, dass die Hardware-Hersteller den iPad auch preislich unterbieten werden. Nur wenn alle Faktoren zusammenpassen, hat der Tablet-Rechner von Microsoft und seinen Hardware-Partnern die Chance, das "bessere iPad" zu werden.
Eines ist jedenfalls sicher: Der Markt der Tablet-PCs ist groß genug für mehrere Hersteller. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass 2010 das Jahr der Tablet-PCs werden könnte. Weltweit könnten bis zu 10,5 Millionen Stück verkauft werden.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 5 Beiträge
super Konzept! Da kann man sich wenigstens richtig vorstellen wofür es zu gebrauchen ist, das iPad erscheint mir derzeit von den Funktionen her doch sehr als Luxus.
andere tablet pcs haben alles was das ipad hat und noch mehr und es wird hier in deutschland sowiso überteuert sein also würde ich lieber eins von hp nehmen
Eine gelungene Alternative zum I-Pad, sieht gelungen aus...
Ich glaube, dass wird was. Beobachte entsprechende Lösungen schon seit Jahren ...
Ich finde super was Microsoft da macht, schließlich wurde sogar der Begriff "Tablet PC" von Microsoft erfunden. Nichts gegen Apple, aber so ein iPad steht aktuellen Tablet PC´s in praktisch allen Punkten nach.