Microsoft-Technologie soll Daten im Internet besser schützen
CeBIT 2010: Mit U-Prove sicher durch die digitale Welt
Microsofts neuste Kreation ist eine Technologie, die besseren Datenschutz im Internet ermöglichen soll. "U-Prove" arbeitet mit einem Minimum an Datenübermittlung und biete so größtmögliche Sicherheit. Sie soll in Zusammenhang mit dem zukünftig elektronischen Personalausweis eingesetzt werden.
Das Software-Unternehmen Microsoft stellte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fraunhofer FOKUS) auf der CeBIT 2010 in Hannover seine neuste Entwicklung zum Datenschutz vor. Die Technologie U-Prove soll helfen, digitale Daten Personen zuzuordnen und diese gleichzeitig zu schützen. Besonders Firmen oder Dienstanbietern im Internet könnte die Neuentwicklung bei der Identifizierung von Kunden dienen.
Minimale Datenübermittlung
U-Prove beruhe nach Angaben von Microsoft auf dem Prinzip der minimalen Datenübermittlung. So sollen stets nur die persönlichen Daten übertragen werden, die zu einer zweifelsfreien Identifizierung nötig sind. Ist zum Beispiel nach einem Nachweis der deutschen Staatsbürgerschaft gefragt, so übermittelt die Technologie nur diese Information, nicht aber Adresse oder weitere Daten dieser Person. Mit Hilfe dieser geringen Übertragung an Informationen soll die persönliche Identität größtmöglich vor Betrug und Missbrauch geschützt werden.
U-Prove soll auch in Zusammenhang mit dem neuen elektronischen Personalausweis, an dessen Entwicklung das Fraunhofer-Institut arbeitet, verwertbar sein. So können Technologien zum Datenschutz auf den Chip im Personalausweis implimentiert werden, um Unternehmen zu ermöglichen, ihre Kunden gleichsam zu identifizieren und ihre Daten zu sichern. Dies sei jedoch nur mit beidseitiger Authentifizierung auf dem Chip machbar.
"Um den Schutz unserer Daten zu verbessern, brauchen wir neue Ansätze, wie sie die U-Prove-Technologie bietet. Im Zusammenspiel mit dem neuen, elektronischen Personalausweis ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten des Identitätsschutzes", sagt Prof. Dr. Radu Popescu-Zeletin, Institutsleiter am Fraunhofer FOKUS. Der elektronische Personalausweis soll ab November 2010 in Deutschland eingeführt werden.
