Arbeiten über den Wolken, auf der Schiene oder der Autobahn

Freizeitausgleich: Arbeiten im Auto, Zug und Flugzeug

Ein Leben ohne Computer ist nicht mehr vorstellbar - täglich werden bei der Arbeit oder privat viele Stunden vor den Geräten verbracht. Nur wer mit Zug, Flugzeug oder Auto unterwegs ist, verzichtet notgedrungen auf die Arbeit am PC. Dabei ließe sich die Reisezeit sinnvoll nutzen.

Reisen mit der Deutschen Bahn - Steckdosenplatz bei der Deutschen bahn im Zug. (Foto:Max Lautenschläger)
Steckdosenplatz bei der Deutschen bahn im Zug. (Foto:Max Lautenschläger)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Netzqualität in Zügen der Deutschen Bahn
  2. 2Funkzellen im ICE - aber kein UMTS
  3. 3Einbau in den aktuellen Zügen
  4. 4Hotspots am Bahnhof und im ICE
  5. 5Stromanschlüsse im Zug
  6. 6Stromanschlüsse im Flugzeug
  7. 7Schuko-Stecker, EmPower oder über Zigarette
  8. 8Handy und Internet über den Wolken
  9. 9Online in zehntausend Meter Höhe
  10. 10Fazit: Arbeiten im Zug und Flieger macht Spaß

Auf Reisen ist die Internetverfügbarkeit häufig eingeschränkt: Die UMTS-Verbindung der großen Netzbetreiber bricht im Fernverkehr der Bahn gerne ab, im Flugzeug sind wir komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Spätestens wenn der Akku des Notebook oder Handy komplett leer ist, wünschen sich viele Reisende einfach nur eines: eine Steckdose.

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Netzqualität in Zügen der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn fährt jeden Tag etwa fünf Millionen Menschen in ihren Zügen durch Deutschland. Auf den wichtigsten Schnellfahrstrecken ist der Zug eine echte Alternative zum Auto. Mit 200, 250 oder sogar 300 km/h verkehrt der Intercity Express zum Beispiel zwischen Nürnberg und München, Köln und Frankfurt oder Hamburg und Berlin. Aber auch der regionale Fernverkehr ist gut ausgebaut.

Wer im Zug gerne die ungenutzte Zeit mit Surfen verbringen möchte, wird oft enttäuscht - die Verbindung bricht häufig zusammen. Dabei liegt das nicht an mangelhafter Netzqualität, da UMTS grundsätzlich für Geschwindigkeiten bis 500 km/h ausgelegt ist. Vielmehr führen Regional- und Fernverbindungen nicht selten durch ländliche Gebiete, in denen keine UMTS-Versorgung gegeben ist. Auf der Nahverkehrsstrecke zwischen Göttingen und Erfurt ist zum Beispiel an vielen Stellen überhaupt kein Mobilfunknetz verfügbar.

Dort, wo eine gute Netzabdeckung besteht, kämpfen Reisende mit der Physik: Jeder Zug, egal ob Intercity oder Regional Express, wirkt wie ein Faradayscher Käfig. Dadurch wird der Empfang der UMTS/GSM-Netze empfindlich gedämpft.

Funkzellen im ICE - aber kein UMTS

Der Deutschen Bahn ist die Problematik durchaus bewusst. Schon vor vielen Jahren haben sich die Verantwortlichen daher Gedanken gemacht, wie Reisenden die Kommunikation im Zug erleichtert werden kann. Ein erster Schritt waren die so genannten Repeater für die ICEs, die seit der Jahrtausendwende eingebaut wurden.

Die Geräte verstärken den Empfang der Handys im jeweiligen Wagen. Dabei verbindet sich das Mobiltelefon nicht mehr direkt mit einer Station des Netzbetreibers, sondern zuerst mit einer Antenne im Zug. Diese verstärkt das GSM-Signal und leitet es dann an das eigentliche Netz weiter. Die GSM-Repeater werden auch in vielen Hochhäusern eingesetzt, um den Empfang in den oberen Etagen oder im Fahrstuhl zu verbessern.

Schade ist, dass in den ICEs nur alte Repeater eingebaut sind, die keine UMTS-Netze verstärken können. Für schnelles Internet steht Reisenden daher höchstens EDGE zur Verfügung. Jeder Passagier sollte sein Handy bzw. den GSM/UMTS-Stick manuell auf EDGE umstellen, damit die Verbindung klappt. Damit wird vermieden, dass sich das Handy statt des starken Repeaters in ein schwaches UMTS-Netz außerhalb des Zuges einwählt.

Einbau in den aktuellen Zügen

Die Deutsche Bahn hat alle aktuellen Wagen der Klasse Intercity Express mit solchen Repeatern ausgestattet, die alle vier großen Handynetz von T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus unterstützen. In allen Wagen, die ein entsprechendes Handy-Symbol enthalten, sind die Geräte verbaut. Ein Sitzplatz lässt sich dort auf Wunsch direkt reservieren.

Die Intercity-Wagen der Deutschen Bahn sind nur vereinzelt mit Repeatern ausgestattet. Mit einer Verbreitung von unter 20 Prozent ist das besonders ärgerlich, da die IC-Züge oft als Ersatz für ICEs eingesetzt werden, wenn diese ausfallen. In den Nachtzügen der Bahn dürfen Reisende nur im Bistro-Abteil einen besseren Empfang erwarten. Die Fahrzeuge auf anderen Linien, z.B. alle Regional Express-Bahnen, haben keinerlei Verstärker. Der Einbau ist dort bisher auf Grund der hohen Kosten nicht geplant.

Hotspots am Bahnhof und im ICE

Für den reinen Zugang zum Internet eröffnet die Deutsche Bahn allen Reisenden noch eine weitere Möglichkeit: In Zusammenarbeit mit T-Mobile werden immer mehr Züge mit einem WLAN-Hotspot ausgestattet. An vielen großen Bahnhöfen finden sich in gekennzeichneten Bereichen bereits die Funknetze von T-Mobile oder andere WLANs.

Bisher gelangen Reisende auf vier Strecken mittels Hotspots ins Internet: Auf den Linien Frankfurt-Stuttgart-München, Frankfurt-Hannover-Hamburg sowie zwischen Köln-Frankfurt/Flughafen und Dortmund-Düsseldorf-Köln ist der Empfang aktiviert. Reisende finden im Zug ein Netzwerk mit dem Namen "tmobile" vor. Der Zugang ist als Hotspot-Kunde der Telekom möglich, optional kann mit der Kreditkarte auch ein einmaliges Zeitkontingent erworben werden.

Stromanschlüsse im Zug

Dem ausdauernden Vergnügen im Internet steht zumindest im Fernverkehr also nichts mehr im Weg. Das zweite wichtige Problem, mit dem sich Reisende abfinden müssen, ist die mangelhafte Stromversorgung. Zwar halten moderne Notebooks etwa fünf Stunden durch, spätestens dann ist aber Schluss. Auch das Handy könnte unterwegs bei intensiver Nutzung einen kleinen Schlag Strom vertragen.

In allen ICE-Zügen der zweiten und dritten Generation gibt es am Sitzplatz eine Steckdose. In der zweiten Wagenklasse befindet sich eine übliche Schutzkontaktsteckdose zwischen jedem Doppelsitz - zwei Fahrgäste müssen sich also einen Anschluss teilen. An Tischen mit vier Plätzen wird es hier schnell eng. In der ersten Klasse verfügt jeder Sitz über einen eigenen Anschluss.

Anders sieht es in den Schnellzügen der ersten Generation aus, die außerhalb der Schnellfahrstrecken zwischen den Großstädten unterwegs sind. Ihnen fehlt nicht nur die Neigetechnik, sondern auch Steckdosen in beiden Wagenklassen. Nur in einzelnen Wagen wurden diese nachgerüstet - fündig wird man am besten an Sitzen mit Tisch. Ähnlich sieht es in den Zügen Intercity aus: Hier gibt es in der zweiten Klasse bis auf Ausnahmen überhaupt keine Steckdosen. In der ersten Klasse befindet sich gewöhnlich in den Abteilen ein einziger Anschluss unter dem Fenster, nicht jedoch in den Großraumwagen.

Mobiles Arbeiten im Auto

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Reisen mit der Deutschen Bahn - Steckdosenplatz bei der Deutschen bahn im Zug. (Foto:Max Lautenschläger)
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Steckdosenplatz bei der Deutschen bahn im Zug. (Foto:Max Lautenschläger)

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Arbeiten im Zug der Deutschen Bahn - Stromstecker im Zug der Deutschen Bahn zwischen zwei Sitzen. (Foto:Thomas Hierl)
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Stromstecker im Zug der Deutschen Bahn zwischen zwei Sitzen. (Foto:Thomas Hierl)

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Hot Spot Information auf der Webseite der Deutschen bahn - Im Internet können sich Kunden über die Standplätze und Preise der Hot Spots informieren.
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Im Internet können sich Kunden über die Standplätze und Preise der Hot Spots informieren.

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Singapore Airlines - Bedienellement am Vordersitz bei Singapore Airlines.
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Bedienellement am Vordersitz bei Singapore Airlines.

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Lufthansa AG - Im Flugzeug mit Lufthansa. (Foto:Ingrid Friedl)
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Im Flugzeug mit Lufthansa. (Foto:Ingrid Friedl)

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Lufthansa AG - Arbeiten während des Flugs bei der Lufthansa AG. (Foto: Ingrid Friedl)
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Arbeiten während des Flugs bei der Lufthansa AG. (Foto: Ingrid Friedl)


Stromanschlüsse im Flugzeug

Über 80 Prozent der Gäste in der First- und Business-Klasse, aber auch über die Hälfte der Gäste in der Economy nehmen nach aktuellen Erhebungen das Notebook mit in die Kabine. Damit wird es für Reisende immer mehr zur Gewohnheit, auch im Flugzeug zu arbeiten. Bei der Deutschen Lufthansa sind dazu alle Sitze in der Business-/First-Class mit einem Stromanschluss ausgestattet, der maximal 70 Watt liefert. Auch Air Berlin bietet in der Business-Class einen Stromanschluss, allerdings nur auf Langstreckenflügen mit entsprechendem Fluggerät.

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