Musik mit dem iPhone: Das Tonstudio in der Tasche
BeatMaker: Herausragender Drum-Computer
BeatMaker ist ein professioneller Drum-Computer, der bereits viele elektronische und akustische Schlagzeugsets mit sich bringt. Sowohl viele BeatMaker-Samples aus verschiedenen Genres als auch einige Drumsets von namhaften Künstlern und Produzenten stehen auf 16 Pads zum Spielen bereit. Auch eigene Sounds kann der Nutzer über das iPhone-Mikrofon aufnehmen und im WaveEditor bearbeiten.
Einzelne Rhythmen kann der Anwender Pattern-basiert aufnehmen und in einem mehrspurigen Sequenzer zu einem Song zusammensetzen. Ein eigenständiger Effektbereich bietet auf zwei Effektkanälen einen Delay, Equalizer und Bit-Crusher. Ein Filter bietet Hi-Pass, Low-Pass und Bandpass, die Bedienung erfolgt über einen X/Y-Controller, um live besser darauf zugreifen zu können.
Fertige Beats kann der Nutzer im AIFF- oder WAV-Format exportieren oder über das WLAN-Netzwerk auf den Rechner übertragen. Auch als MIDI-Daten können die Aufnahmen exportiert werden, um sie mit andenen Klängen in einem professionellen Musikprogramm weiterzuverarbeiten. Die etwa 164 Megabyte große iPhone-App ist für 15,99 Euro in Apples AppStore erhältlich.
FourTrack: Digitale Mehrspuraufnahme
Sonoma Wire Works, der Entwickler der kostenlosen Gitarren-Recording Software Riffworks T4, veröffentlichte mit "FourTrack" im Jahr 2008 den ersten Mehrspurrecorder für das iPhone. Wie der Name schon verrät, kann der Anwender bis zu vier Spuren nacheinander über das interne Mikrofon aufnehmen.
FourTrack nimmt jede einzelne Spur mit einer Auflösung von 16 Bit und einer Übertragungsrate von 44.1 kHz auf. Die Spurlänge ist dabei unbegrenzt. Alle Spuren können über einen kleinen Mixer in der Lautstärke verändert und zu einer einzelnen Stereo-Spur zusammengefügt werden. Die frei gewordenen Spuren kann der Nutzer zur Aufnahme zweier weiterer Spuren verwenden. Zum Abmischen kann jede Spur mit einem Compressor und Limiter versehen werden.
Der fertige Song kann der Anwender über eine WLAN-Verbindung mit dem Rechner synchronisieren. Zum Weiterverarbeiten ist es außerdem möglich, alle Spuren direkt in das hauseigene Programm "Riffworks" zu importieren. Über eine Audio-Copy-and-Paste-Funktion kann der Nutzer das Audiomaterial auch in einigen anderen iPhone-Apps nutzen. FourTrack kostet 7,99 Euro und ist im AppStore erhältlich.
SoundCloud: Austausch der eigenen Musik im Web
Um sich mit anderen über die aufgenommene Musik auszutauschen, bieten sich Web-Applikationen wie SoundCloud an. SoundCloud ermöglicht es dem Nutzer, die eigene Musik hochzuladen und sie von anderen Nutzern bewerten und kommentieren zu lassen. Das gleichnamige Unternehmen bietet SoundCloud auch als iPhone-App an.
Die fünf besten iPhone-Apps zur Musikaufnahme
Mit Voice Band kann der Nutzer leicht Notizen festhalten, indem er in das Mikrofon des iPhones singt. Das Programm rechnet die Stimme in verschiedene Musikinstrumente um.
Mit dem iPhone-App Xewton Music Studio erhält der Nutzer ein komplettes Musik-Studio, mit dem er bis zu 128 Spuren mit 21 virtuellen Instrumenten aufnehmen kann.
Ein professioneller Drum-Computer mit vielen hochwertigen Samples bietet das iPhone-App BeatMaker.
Früher war der Vierspur-Kassettenrekorder das erste bezahlbare Mehrspur-Aufnahmegerät. Heute gibt es ihn in digitaler Form als iPhone-App.
Die iPhone-App des Musik-Hosting-Dienstes SoundCloud bietet den Austausch über die eigene Musik mit anderen Musikern. Das Hochladen der eigenen Musik direkt vom iPhone ist allerdings noch nicht möglich.
Das Hochladen der eigenen Musik ist über die iPhone App noch nicht möglich. Dafür kann der Anwender bereits die vom heimischen PC aus hochladen, eigene Musik verwalten und sich Musik anderer Nutzer anhören und bewerten. Derzeit kostet der mobile Austausch über SoundCloud 0,79 Euro und kann im AppStore erworben werden.
Insgesamt gibt es bereits viel gute Software, um auch unterwegs musikalische Ideen festzuhalten oder Musik aufzunehmen. Die relativ hohen Kosten lohnen sich hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Programme. Kostenlose Angebote in annehmbarer Qualität gibt es dagegen nicht. Dafür kann die Audio-Qualität einiger iPhone-Apps beinahe mit herkömmlichen Musikprogrammen mithalten.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Audio-Bearbeitung, iOS App, Apple iPhone, App und Apple iOS.
Links zum Thema
- Voice Band (iTunes)
- Xewton Music Studio (iTunes)
- Beatmaker (iTunes)
- FourTrack (iTunes)
- SoundCloud (iTunes)
- SoundCloud
