Die fünf besten iPhone-Apps zur Musikaufnahme

Musik mit dem iPhone: Das Tonstudio in der Tasche



04.03.2010 16:02 Uhr

Nicht nur Musikinstrumente können auf dem iPhone dargestellt werden. Einige Apps zeigen bereits, dass die mehrspurige Aufnahme auch auf dem Smartphone in annehmbarer Qualität möglich ist. So wird das Apple-Telefon zum tragbaren Notizblock für Komponisten, DJs und Produzenten. Netzwelt fasst die fünf besten iPhone-Apps für Sie zusammen.

Voice Band - Mit Voice Band kann der Nutzer leicht Notizen festhalten, indem er in das Mikrofon des iPhones singt. Das Programm rechnet die Stimme in verschiedene Musikinstrumente um. Mit Voice Band kann der Nutzer leicht Notizen festhalten, indem er in das Mikrofon des iPhones singt. Das Programm rechnet die Stimme in verschiedene Musikinstrumente um.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Voice Band: Singend Ideen festhalten
  2. 2Xewton Music Studio: Das fast komplette Studio in der Hosentasche
  3. 3BeatMaker: Herausragender Drum-Computer
  4. 4FourTrack: Digitale Mehrspuraufnahme
  5. 5SoundCloud: Austausch der eigenen Musik im Web

Voice Band: Singend Ideen festhalten

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Wer erst einmal Notizen für einen neuen Song auf das iPhone bringen möchte, sollte das Programm "Voice Band" von WaveMachine Labs ausprobieren. Der Nutzer singt zur Aufnahme einfach in das Mikrofon des iPhones. Voice Band wandelt die Stimme dabei in Echtzeit in eines der zehn vorinstallierten Instrumente um und nimmt dieses auf. Durch die Aufnahme von mehreren Instrumenten hintereinander entsteht so ein ganzes Band-Arrangement.

Auf einer schreiend bunten Oberfläche im Comic-Stil kann der Nutzer alle Einstellungen vornehmen. So können die Instrumente mit unterschiedlichen Effekten wie Verzerrung, Hall und Delay versehen werden. Außerdem passt das Programm die Tonhöhe der Stimme automatisch an. Hierzu können ambitionierte Musiker auch eine passende Tonleiter auswählen.

Die Erkennung der Stimme funktionierte im Test sehr gut, allerdings ist gerade durch den "Auto Pitch" selbst für professionelle Musiker ein wenig Übung erforderlich. Zwar verfügt die iPhone-App über ein Metronom, eine rhythmische Anpassung der einzelnen Instrumente erfolgt aber nicht. Voice Band ist derzeit für 2,39 Euro im AppStore erhältlich.

Xewton Music Studio: Das fast komplette Studio in der Hosentasche

Etwas professioneller wirkt das "Xewton Music Studio" von Alexander Gross. Es umfasst ein komplettes MIDI-Studio, das mit derzeit 21 Instrumenten bestückt ist und bis zu 128 Spuren aufnehmen kann. Auf einer Klaviertastatur können sämtliche Instrumente wie etwa Klaviere, Orgeln, Gitarren, Bässe, Streicher, einige Blasinstrumente und ein Schlagzeug aufgenommen werden. Eine Quantisierungs-Funktion hilft, die aufgenommenen Noten an das passende Tempo anzupassen.

Jedes Instrument kann der Nutzer in der Hüllkurve verändern und mit bis zu vier Effekten versehen. Auch das Nachbearbeiten einzelner Spuren oder Teile ist möglich. Xewton Music Studio gibt das Endergebnis als WAV-oder MIDI-Datei aus. Auch der MIDI-Import vom heimischen Computer ist möglich. Dazu muss das Smartphone mit dem gleichen WLAN-Netz verbunden sein.

Für die relativ große App läuft Xewton Music Studio sehr flüssig und weist auch kaum Verzögerungen bei der Eingabe der Musik auf. Dafür fehlt dem Klang der Instrumente die Brillanz und überzeugt bei professionellen Ambitionen wenig. Die englischsprachige App ist etwa 95 Megabyte groß und kostet im AppStore derzeit 11,99 Euro.

BeatMaker: Herausragender Drum-Computer

BeatMaker ist ein professioneller Drum-Computer, der bereits viele elektronische und akustische Schlagzeugsets mit sich bringt. Sowohl viele BeatMaker-Samples aus verschiedenen Genres als auch einige Drumsets von namhaften Künstlern und Produzenten stehen auf 16 Pads zum Spielen bereit. Auch eigene Sounds kann der Nutzer über das iPhone-Mikrofon aufnehmen und im WaveEditor bearbeiten.

Einzelne Rhythmen kann der Anwender Pattern-basiert aufnehmen und in einem mehrspurigen Sequenzer zu einem Song zusammensetzen. Ein eigenständiger Effektbereich bietet auf zwei Effektkanälen einen Delay, Equalizer und Bit-Crusher. Ein Filter bietet Hi-Pass, Low-Pass und Bandpass, die Bedienung erfolgt über einen X/Y-Controller, um live besser darauf zugreifen zu können.

Fertige Beats kann der Nutzer im AIFF- oder WAV-Format exportieren oder über das WLAN-Netzwerk auf den Rechner übertragen. Auch als MIDI-Daten können die Aufnahmen exportiert werden, um sie mit andenen Klängen in einem professionellen Musikprogramm weiterzuverarbeiten. Die etwa 164 Megabyte große iPhone-App ist für 15,99 Euro in Apples AppStore erhältlich.

FourTrack: Digitale Mehrspuraufnahme

Sonoma Wire Works, der Entwickler der kostenlosen Gitarren-Recording Software Riffworks T4, veröffentlichte mit "FourTrack" im Jahr 2008 den ersten Mehrspurrecorder für das iPhone. Wie der Name schon verrät, kann der Anwender bis zu vier Spuren nacheinander über das interne Mikrofon aufnehmen.

FourTrack nimmt jede einzelne Spur mit einer Auflösung von 16 Bit und einer Übertragungsrate von 44.1 kHz auf. Die Spurlänge ist dabei unbegrenzt. Alle Spuren können über einen kleinen Mixer in der Lautstärke verändert und zu einer einzelnen Stereo-Spur zusammengefügt werden. Die frei gewordenen Spuren kann der Nutzer zur Aufnahme zweier weiterer Spuren verwenden. Zum Abmischen kann jede Spur mit einem Compressor und Limiter versehen werden.

Der fertige Song kann der Anwender über eine WLAN-Verbindung mit dem Rechner synchronisieren. Zum Weiterverarbeiten ist es außerdem möglich, alle Spuren direkt in das hauseigene Programm "Riffworks" zu importieren. Über eine Audio-Copy-and-Paste-Funktion kann der Nutzer das Audiomaterial auch in einigen anderen iPhone-Apps nutzen. FourTrack kostet 7,99 Euro und ist im AppStore erhältlich.

SoundCloud: Austausch der eigenen Musik im Web

Um sich mit anderen über die aufgenommene Musik auszutauschen, bieten sich Web-Applikationen wie SoundCloud an. SoundCloud ermöglicht es dem Nutzer, die eigene Musik hochzuladen und sie von anderen Nutzern bewerten und kommentieren zu lassen. Das gleichnamige Unternehmen bietet SoundCloud auch als iPhone-App an.

Das Hochladen der eigenen Musik ist über die iPhone App noch nicht möglich. Dafür kann der Anwender bereits die vom heimischen PC aus hochladen, eigene Musik verwalten und sich Musik anderer Nutzer anhören und bewerten. Derzeit kostet der mobile Austausch über SoundCloud 0,79 Euro und kann im AppStore erworben werden.

Insgesamt gibt es bereits viel gute Software, um auch unterwegs musikalische Ideen festzuhalten oder Musik aufzunehmen. Die relativ hohen Kosten lohnen sich hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Programme. Kostenlose Angebote in annehmbarer Qualität gibt es dagegen nicht. Dafür kann die Audio-Qualität einiger iPhone-Apps beinahe mit herkömmlichen Musikprogrammen mithalten.

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