Spanische Polizei deckt Botnetz Mariposa auf

Gehackt: Daten von 13 Millionen Rechnern gestohlen

Gehackt: Daten von 13 Millionen Rechnern gestohlen Spanische Ermittler haben eines der weltweit größten Botnetze gesprengt und drei Verdächtige festgenommen. 13 Millionen Rechner sollen international von dem Datendiebstahl betroffen sein. Das Netzwerk war zuvor von einem IT-Sicherheitsexperten als ungefährlich eingestuft worden. Dies berichten übereinstimmend zahlreiche internationale Medien.

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US-Ermittler und die spanische Polizei verkündeten am Mittwoch, den 3. März 2010, die erfolgreiche Zerschlagung eines der größten Botnetze weltweit. "Mariposa" soll persönliche Daten von mehr als 800.000 Menschen von 13 Millionen Rechnern gespeichert haben. Das Material stamme aus 190 Ländern. Über Spam-Mails, Anwendungen und infizierte Datenträger konnten die Betreiber des Botnetzes vor allem Kontodaten von Privatpersonen und 500 größeren Unternehmen erspähen.

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Botnetze nutzen Software, um Viren auf Rechnern zu verbreiten, mit Hilfe derer sie diese fernsteuern und für kriminelle Zwecke nutzen. Mariposa wies Datensätze von den größten US-Unternehmen, 40 großen Banken sowie öffentlicher Einrichtungen auf. Diese waren über Tauschbörsen, Spam, den Windows Instant Messenger und infizierte Datenträger, zum Beispiel USB-Sticks, gestohlen worden. Die spanische Polizei nahm in diesem Zusammenhang drei Verdächtige fest.

Schadensbegrenzung durch Unerfahrenheit

Bereits Anfang 2009 entdeckte ein ehemaliger IT-Sicherheitsexperte der Firma Symantec das Botnetz. John MacDonald stufte Mariposa im Oktober als ungefährlich für Nutzer mit entsprechender Schutzsoftware ein, da diese das Netzwerk im Blick hätten. Der Hauptverdächtige, ein 31-Jähriger, hätte nach Angaben von IT-Sicherheitsexperten mit einem auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Programm zum Infizieren von Rechnern gearbeitet und sei nicht besonders versiert gewesen. Er sei sich nach Angaben der spanischen Ermittler des Potentials des Bot-Netzwerks nicht bewusst gewesen. "Wir haben großes Glück gehabt, dass die Verdächtigen ihr Netz nicht dazu nutzten, noch viel mehr Schaden anzurichten", sagte Fahndungsleiter Juan Salom. So sei ein möglicher "Cyber-Terrorangriff" verhindert worden.

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