Überblick 3D-Technik: Hier ist die dritte Dimension schon real
3D auf der CeBIT 2010: Monitore, Notebooks, Kameras und mehr
3D-Bilder sind eines der Trendthemen der CeBIT 2010. Zahlreiche Aussteller zeigen an ihren Ständen Präsentations- und Aufnahmegeräte für dreidimensionale Bilder. Etliche Monitore, Notebooks oder Kameras sind schon erhältlich oder sollen in den nächsten ein, zwei Monaten in den Handel kommen. Für die Mehrzahl der Geräte benötigt der Nutzer eine Spezialbrille, um den 3D-Effekt sehen zu können. Der größte Mangel besteht derzeit noch an passenden Inhalten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Mit und ohne Brille: 3D-Bildschirme für Computerspiele und Kinofilme
- 2Zocken statt glotzen: Notebooks mit 3D-Display
- 33D-Filme im Wohnzimmer: Fernseher ohne Inhalt
- 4Abspielgeräte: Blu-ray-Player für 3D-Filme
Mit und ohne Brille: 3D-Bildschirme für Computerspiele und Kinofilme
Die größte Auswahl haben Käufer derzeit bei 3D-fähigen Monitoren. Acer, Asus, LG zeigen an ihren Ständen Bildschirme, die die 3D-Vision-Technologie von Nvidia nutzen und eine spezielle Shutterbrille erfordern. Acer ist der Konkurrenz derzeit einen Schritt voraus und verkauft bereits sein 23-Zoll-Gerät GD245HG für 399 Euro. LG will mit dem ebenfalls 23 Zoll großen und 379 Euro teuren W2363D im Mai nachziehen. Asus nannte zu seinem 27-Zöller PG276H noch keine Details zu Preis oder Verfügbarkeit.
Hyundai und Tridelity nutzen für ihre Bildschirme andere Darstellungstechnologien. Nutzer eines der vier 22 bis 42 Zoll großen Hyundai-Monitore mit Stereoskop-Technik setzen eine passive Polarisationsbrille auf. Bereits erhältlich sind die Hyundai-Modelle W220S und W240S, die mit Preisen von rund 500 und etwa 1.500 Euro deutlich teurer sind als die Produkte der Konkurrenz. Betrachter einer Anzeige von Tridelity benötigen gar keine spezielle Brille, im Gegenzug kostet das Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 27 Zoll rund 3.000 Euro.
Asus und MSI zeigten an ihren CeBIT-Ständen All-in-One-PCs mit 3D-Bildschirmen, bei denen es sich nach Firmenangaben aber vorerst nur um Prototypen, deren Serienproduktion noch nicht beschlossen sei. Beide Geräte nutzen Nvidia 3D Vision und erfordern eine Shutterbrille.
Zocken statt glotzen: Notebooks mit 3D-Display
Laptop-Hersteller verbauen 3D-Bildschirme bisher nur in explizite Gaming-Notebooks. Acer verwendet bei seinen Geräten Stereoskop-Technik und Polarisationsbrillen. Auf der CeBIT zeigt das Unternehmen mit dem 799 Euro teuren und bereits erhältlichen Aspire 5740D bereits sein zweites 3D-Notebook nach dem Erstling Aspire 5738D. Asus setzt beim G51JX 3D aus der "Republic of Gamers"-Serie auf Nvidia 3D Vision mit Shutterbrille. Der Laptop soll demnächst erhältlich sein und mit Blu-ray-Laufwerk rund 1.400 Euro kosten.
Ebenfalls auf die Nvidia-Technik setzt MSI. Das taiwanische Unternehmen nennt aber bisher keine Details zur technischen Ausstattung, Preis oder Verfügbarkeit des bisher sogar namenlosen Gaming-Notebooks. Gigabyte zeigt an seinem Stand eine etwas andere Lösung. Der Laptop M1405 gibt mit Hilfe einer Nvidia Geforce GT220-Grafikkarte das dreidimensionale Bild über eine VGA-Schnittstelle auf einem 3D-Monitor von Samsung aus.
3D-Bilder in Eigenproduktion: Kameras mit zwei Linsen und passende Bilderrahmen
Fujifilm bietet schon seit längerer Zeit mit der Finepix Real 3D W1 eine digitale Kompaktkamera an, die Fotos und Videos in 3D aufnimmt. CeBIT-Besucher können an dem kleinen Stand des japanischen Unternehmens die Bilder mit Shutterbrille auf einem PC-Monitor oder ohne Hilfsmittel auf einem speziellen Bilderrahmen betrachten. Selbst Abzüge der 3D-Fotos fertigt Fujifilm an. Diese erinnern an Kippkarten mit Wackeleffekt.
Der taiwanische Kamerahersteller Aiptek zeigt auf seinem Messestand einen Pocket-Camcorder mit zwei Linsen, der 3D-Videos in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln aufnimmt. Die Kamera soll demnächst verfügbar sein und nur 199 Euro kosten. Preislich ähnlich günstig soll der digitale Bilderrahmen des Unternehmens sein, auf dem Betrachter 3D-Effekte ohne eine spezielle Brille erkennen können.
Drei Dimensionen auf der flachen Wand: 3D-fähige Beamer
Acer präsentierte auf der CeBIT einen weiteren 3D-fähige Beamer. Der P1200 mit einer XGA-Auflösung von 1.024 x 768 ergänzt das Angebot des Unternehmens um einen Projektor für den Einsatz im Haushalt, Büro und der Schule. Der bereits seit Dezember 2009 für 799 Euro erhältliche H5360 HD eignet sich mit seiner HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln vor allem für Heimkino-Fans. Bei beiden Geräten benötigen die Benutzer eine Shutterbrille. Acer stellte auf der CeBIT eine eigene Shutterbrille vor, die mit allen 3D-DLP-Beamer funktionieren soll und anders als die Modelle von Nvidia ohne Sendestation auskommt.
Das südkoreanische Unternehmen nutzt die CeBIT zur Vorstellung seines ersten Full-HD-3D-Beamers CF3D. Zum Betrachten der dreidimensionalen Bilder genügt eine passive Polarisationsbrille. Der Projektor mit einer Helligkeit von 2.500 Ansi-Lumen und einem Kontrastverhältnis von 7.000:1 soll ab Mai verfügbar sein, bewegt sich mit 11.499 Euro aber in einer anderen Preisklasse als das Gerät von Acer. Das US-Unternehmen Viewsonic bietet ebenfalls schon seit einiger Zeit einen 3D-fähigen Beamer an, war aber nicht auf der CeBIT vertreten.
3D-Filme im Wohnzimmer: Fernseher ohne Inhalt
Fernsehhersteller sind auf der CeBIT nur mit anderen Produkten präsent, bringen aber trotzdem in den nächsten Monaten ihre ersten 3D-fähigen Fernseher auf den Markt. Die Nutzer benötigen in der Regel eine aktive Shutterbrille des jeweiligen Herstellers, um den 3D-Effekt erkennen zu können. Genaue Preise und Daten für den Verkaufsbeginn sind allerdings Mangelware. Samsung kündigte an 3D-fähige Fernseher der Serien C7700, C8790 und C9090 bereits ab März verkaufen zu wollen.
Panasonic startet im Juni mit zwei 50 und 65 Zoll großen Plasma-Flachbildfernsehern, die 3D-Bilder wiedergeben können. Sony zeigt auf seiner Homepage bereits fünf 3D-fähige, 40 bis 60 Zoll große TV-Geräte an, die aber noch nicht verfügbar sind. LG hat nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen im Dezember 2009 die Serienproduktion von 3D-Fernsehern begonnen und plant 400.000 im Jahr 2010 und 3,4 Millionen Geräte im Jahr 2011 zu verkaufen.
Abspielgeräte: Blu-ray-Player für 3D-Filme
Da die Fernsehsender ihr Programm auf absehbare Zeit nicht in 3D ausstrahlen werden, benötigen die Käufer der 3D-Fernseher andere Bildquellen wie die Blu-ray-Disc, deren Spezifikationen in der neuesten Fassung auch 3D-Inhalte unterstützen. Panasonic erwartet, dass "in Kürze" mehr als 40 3D-Filme auf Blu-ray-Discs erhältlich sind. Entsprechend kündigt das Unternehmen mit dem 599 Euro teuren DMP-BDT300 für Ende April seinen ersten 3D-Blu-ray-Player an.
Sony kündigte schon im Februar acht 3D-fähige Blu-ray-Player und -Komplettsysteme an, die spätestens im Sommer 2010 erscheinen sollen. Samsung bietet nach eigenen Angaben mit dem BD-C6900 bereits ein Gerät an, dass kompatibel zum 3D-Blu-ray-Standard ist. Weitere Geräte sollen folgen.
Panasonic DMP-BDT300
Der Blu-ray Player DMP-BDT300 aus dem Hause Panasonic lässt einen mit seiner Full-HD 3D Qualität verzaubern. Der Prozesser arbeitet mit einer hohen Rechenleistung, so dass er 3D Filme mit 1.920 x 1080 Pixeln wiedergeben kann. Mit der HDMI 1.4 Schnittstelle können Daten ohne Datenverluste übertragen werden. Dieses Gerät kann mit anderen DLNA kompatiblen Geräten im Heimnetzwerk eingebunden werden. Zu den Gerät gehört auch ein USB-WLAN Adapter für die drahtlose Verbindung zum Internet/Netzwerk. Der Panasonic DMP-BDT300 gibt viele Formate wieder, sowie auch gebrannte Datenträger. Der Sound basiert auf Dolby Digital Plus mit den 2 dazugehörenden HDMI Ausgängen.


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