Cloud-Server-Technologie und -Anbieter vorgestellt

Wolkig mit Aussicht auf Hosting: Cloud-Server im Test

Die großen Provider Strato und 1&1 Internet haben schon vor Jahren den deutschen Hosting-Markt unter sich aufgeteilt. Das größte Lockmittel waren dabei sehr geringe Preise, mit denen ein Shared-Hosting-Paket erschwinglich war. Unter dieser Technik verstehen die Provider, dass mehrere Kunden sich einen physischen Server teilen. Das genügt für private Webseiten mit wenigen Besuchern.

Cloud Hosting von MediaTemple
Cloud Hosting von MediaTemple

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Probleme bei Shared und Dedicated Hosting
  2. 2Cloud Hosting als neuer Mittelweg
  3. 3MediaTemple - Pionier im Cloud Hosting
  4. 4Abrechnung nach Grid Performance Units
  5. 5Administration und weitere Container
  6. 6RackSpace - Hosting aus der Wolke
  7. 7Cloud Sites für Windows und Linux
  8. 8Virtuelle Server und weltweite Inhalte
  9. 9Nur wenige echte Cloud-Konkurrenten
  10. 10Fazit: Spannende Angebote aus den USA

Wer mehr Geschwindigkeit wollte oder auf Sicherheitsaspekte besonderen Wert legt, musste bis vor wenigen Jahren immer einen vollen dedizierten Server buchen. Die Preise liegen hier bei meist um die einhundert Euro im Monat, aber auch deutlich höher. Der Aufwand für die Installation und durchgehende Wartung ist enorm und erfordert hohes technisches Wissen.

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Probleme bei Shared und Dedicated Hosting

Zwischen dem geteilten Hosting und dedizierten Servern liegen die virtuellen Server. Damit bieten die Provider zu einem geringeren Preis virtuelle Maschinen an, die sich wie echte Server verhalten. Hier sind diejenigen Ressourcen sauber voneinander getrennt, die sich mehrere Kunden teilen. Für anspruchsvolle Angebote mit geringem Budget ist das eine gute Alternative.

Klassische Angebote versagen oft dann, wenn die Anforderungen stark schwanken. Ein Problem ergibt sich für Betreiber einer Webseite zum Beispiel, wenn das Angebot in den Medien vorgestellt wird - und damit tausende zusätzliche Besucher die eigenen Seiten besuchen. Erfolgt der Betrieb mittels Shared Hosting, brechen viele Seiten schnell zusammen - der kurzfristige Wechsel auf virtuelle oder dedizierte Server lohnt jedoch nicht, da der Besucherstrom schon bald nachlässt.

Cloud Hosting als neuer Mittelweg

Genau hier setzt das so genannte Cloud Hosting (oder Grid Hosting) an. Darunter verstehen die Provider Angebote, bei denen die Kunden nur für die jeweils benötigten Ressourcen zahlen. Die Server sind so ausgestaltet, dass bei wenigen Besuchern eine Webseite nur geringe Kosten verursacht. Bei steigenden Besucherzahlen versprechen die Anbieter, dass durch ausgefeilte Technologien die Webseite weiter verfügbar bleibt.

Es werden quasi in Echtzeit zusätzliche Ressourcen bereitgestellt. Meist geschieht das mit Hilfe eines so genannten Clusters. Hier werden mehrere Web- und Datenbankserver zusammen geschaltet, die bei steigender Beliebtheit die Anfragen gemeinsam abarbeiten. Ein erhöhtes Besucheraufkommen einer Webseite geht auf einem System mit tausenden Kunden, deren Anfragen immer schwanken, fast unter.

MediaTemple - Pionier im Cloud Hosting

Einer der Pioniere im Cloud Hosting ist das Unternehmen MediaTemple. Seit Oktober 2006 bietet das Unternehmen überhaupt kein Shared Hosting mehr an, sondern ausschließlich den Grid Server.

Hinter dem Angebot steht ein Netzwerk aus Servern, die gemeinsam eine spezielle Aufgabe erledigen: Für E-Mail, die Auslieferung der Webseiten und Datenbanken gibt es vollkommen getrennte Computer. Sollte ein Knoten ausfallen, arbeiten die anderen Server ohne Probleme weiter. Da die Kundendaten nochmals getrennt auf einem Netzwerkspeicher abgelegt sind, gehen keine Daten verloren.

Das Angebot Grid Server startet ab 20 US-Dollar im Monat, die ausschließlich mit Kreditkarte abgerechnet werden können. Dafür bekommt jeder Kunde 100 Gigabyte Speicherplatz sowie 1 Terabyte freies Übertragungsvolumen. Mit 100 Datenbanken und bis zu 1000 E-Mail-Adresse ist das Angebot recht üppig. Neben den Skriptsprachen PHP, Ruby und Python können Inhalte in MySQL-Datenbanken abgelegt werden. Ein SSH-Zugang ist im Grid Server ebenfalls enthalten.

Abrechnung nach Grid Performance Units

Mit dem monatlichen Paketpreis sind ebenfalls 1000 GPUs abgegolten. Die so genannten Grid Performance Units berechnen, wie intensiv eine Webseite das Grid-Server-Netzwerk beansprucht. In die Berechnung der GPUs fließen neben der Belastung der Prozessoren auch die Ein-/Ausgabe auf den Festplatten sowie die Zugriffe auf Datenbanken ein. Eintausend GPUs entsprechen etwa einer dauerhaften CPU-Auslastung von 10% für einen Monat.

MediaTemple erreicht mit dem System der Grid Performance Units, dass die Auslastung der Server und des Netzwerks fair berechnet wird. Für die Mehrzahl der Kunden werden keine zusätzlichen Kosten fällig. Sollte die Website nun aber plötzlich mehr Besucher haben, berechnet MediaTemple nur die tatsächlich genutzten Ressourcen zu 10 US-Cent je GPU.

Wolkig mit Aussicht auf Hosting - Cloud-Server im Test

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Cloud Hosting von MediaTemple

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MediaTemple -  Seit Oktober 2006 bietet das Unternehmen überhaupt kein Shared Hosting mehr an
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Seit Oktober 2006 bietet das Unternehmen überhaupt kein Shared Hosting mehr an

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Media Temple - Das Angebot Grid Server startet ab 20 US-Dollar im Monat, die ausschließlich mit Kreditkarte abgerechnet werden können.
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Das Angebot Grid Server startet ab 20 US-Dollar im Monat, die ausschließlich mit Kreditkarte abgerechnet werden können.

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RackSpace  - Unter der Marke Mosso gibt es seit Mitte 2006 ebenfalls ein Cloud-Hosting-Angebot.
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Unter der Marke Mosso gibt es seit Mitte 2006 ebenfalls ein Cloud-Hosting-Angebot.

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RackSpace - Der Kunde hat bei RackSpace die Wahl zwischen drei verschiedenen Produkten: Cloud Servers, Cloud Sites und Cloud Files.
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Der Kunde hat bei RackSpace die Wahl zwischen drei verschiedenen Produkten: Cloud Servers, Cloud Sites und Cloud Files.

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Rackspace - Entwickler können sowohl PHP- als auch ASP-Skripte auf ein und derselben Hosting-Plattform betreiben.
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Entwickler können sowohl PHP- als auch ASP-Skripte auf ein und derselben Hosting-Plattform betreiben.

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1 und 1 - Von 1&1 Internet gibt es seit geraumer Zeit neben virtuellen und dedizierten Servern den sogenannten Dynamic Cloud Server.
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Von 1&1 Internet gibt es seit geraumer Zeit neben virtuellen und dedizierten Servern den sogenannten Dynamic Cloud Server.


Administration und weitere Container

Die Administration des Grid Server erfolgt über den MediaTemple-Kundenbereich. Dort können Kunden jederzeit die berechneten GPUs einsehen und bei Bedarf auch eine Obergrenze festlegen. Besondere Aufmerksamkeit hat der Provider auf die Bedienbarkeit gelegt: Der Account Center ist sehr schön gestaltet, es gibt sogar eine iPhone-App zur mobilen Konfiguration.

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Ein kleiner Nachtrag aus der Redaktion: STRATO hat uns informiert, dass auch deren Kunden auf einer "Server-Farm" gehostet werden. Wie gut das skaliert und wie robust gegen Fehler die Plattform ist, stellen wir bald...

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