Long-Term-Release wird im April veröffentlicht
Ubuntu 10.04: Erster Blick auf das neue Linux
Alle zwei Jahre erscheint eine so genannte LTS-Version von Ubuntu, die über längere Zeit mit neuen Funktionen und Sicherheitsupdates versorgt wird. Im April dieses Jahres soll die nächste Ausgabe, genannt Lucid Lynx, erscheinen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Lucid Lynx als Daily-Nightly-Build laden
- 2Download und Installation der Nightly-Version
- 3Erster Start und Auswahl der Software
- 4KDE, kein Gimp - dafür soziale Netzwerke
- 5Aktueller Browser, Suche und OpenOffice
- 6Unter der Haube: Nvidia-Grafik mit neuem Treiber
- 7Fazit: Solides Linux-Betriebssystem
Damit wird Canonical, das Unternehmen hinter Ubuntu, das dritte Long-Term-Release der Distribution veröffentlichen. Darunter versteht das Unternehmen bestimmte Ausgaben, denen die Entwickler besondere Aufmerksamkeit schenken - sie sind für den Einsatz in Unternehmen gedacht und werden über drei bis fünf Jahre mit Updates versorgt. Bei den anderen Ubuntu-Versionen, die zweimal im Jahr erscheinen, ist nach spätestens einem Jahr Schluss.
Lucid Lynx als Daily-Nightly-Build laden
Mit Ubuntu 10.04 wird gleich die erste Version im neuen Jahrzehnt ein LTS-Release sein. Daher liegt der Fokus weniger auf neuen Funktionen gegenüber Ubuntu 9.10, als vielmehr auf möglichst hoher Stabilität und Sicherheit. Für März ist die erste Beta-Version geplant, in der dann auch die Benutzeroberfläche fertig sein wird.
Bereits seit Mitte Februar ist die neue Version fertig (Feature Complete), d.h. alle geplanten Funktionen sind im System enthalten. Jetzt wird noch getestet und kleinere Änderungen vorgenommen.
Da täglich immer noch viele Änderungen an Ubuntu passieren, ist es sinnvoller, auf die so genannten Nightly Build zurückzugreifen. In jeder Nacht erstellen die Entwickler vollautomatisch eine aktuelle Ausgabe von Ubuntu 10.04, in die alle Änderungen des Vortages einfließen. Damit haben Vorabtester immer die aktuellste Version auf dem Rechner. Auch hier gibt es ein komfortables ISO-Image, das nach dem Brennen direkt auf CD direkt gebrannt werden kann.
Download und Installation der Nightly-Version
Im Test wird Ubuntu 10.04 in der Ausgabe vom 26.02.2010 verwendet. Nach dem Herunterladen der ISO-Datei mit knapp 690 Megabyte ist der Brennvorgang auf CD schnell erledigt. Die aktuelle Vorabversion gibt es sowohl als alternative CD als auch als klassisches Live-Image für die 32bit- und 64bit-Architekturen. Wer ein System mit Ubuntu 9.10 oder 8.04 LTS besitzt, kann bereits jetzt mittels des Update Manager auf die neue Ausgabe umsteigen. Dazu startet man den Vorgang mit dem Befehl "update-manager -d".
Nach dem ersten Start erwartet einen die gewohnte Umgebung: Entweder kann Ubuntu 10.04 direkt installiert werden, alternativ geschieht es aus der Desktop-Umgebung aus der Live-CD heraus. In beiden Fällen warnt der Installationsassistent den Anwender eindringlich, dass er nicht mit der fertigen Ausgabe des Betriebssystems arbeitet und daher Fehler möglich sind.
Am gesamten Installationsprozess hat sich kaum etwas verändert. Es fällt lediglich ein kleiner Button auf, über den aus dem Live-System heraus der Assistent direkt aktualisiert werden kann. Das ist hilfreich, wenn nach dem Erscheinen des Programms der Benutzer mit einer älteren CD das System installieren möchte. Die Hardwareerkennung zeigte im Test auf einem MacBook Pro 13 keine Fehler, sogar das MultiTouch-Pad funktioniert nun problemlos. Die Partitionierung der Festplatte gelingt wie immer schnell und übersichtlich.
Erster Start und Auswahl der Software
Nach der Installation fällt auf, dass das System im Vergleich mit Ubuntu 9.10 nochmals deutlich schneller hochfährt. Offenbar haben die Entwickler hier an dem erklärten Ziel weiter gearbeitet, in einer der nächsten Ausgaben den Startvorgang auf unter zehn Sekunden zu optimieren. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Wechsel von HAL auf DeviceKit, das die Hardware gegenüber dem Betriebssystem verwaltet, nun komplett vollzogen wurde.
Wenig verändert hat sich an der Oberfläche: Der Splash-Screen ist identisch mit dem Vorgänger und auch das Desktop-Thema wurde beibehalten. Erfahrene Anwender fühlen sich so schnell heimisch.
Ubuntu 10.04 enthält eine aktuelle Auswahl der wichtigsten Programme: Neben dem Linux-Kernel 2.6.32 ist als visuelle Umgebung der aktuelle Gnome Desktop 2.30 in der Beta-Version dabei. Ob es der Kernel 2.6.33 noch in die endgültige Ausgabe schafft, ist fraglich - er hätte bessere Treiber, z.B. für Grafik-/TV-Karten und den Umgang mit SSD-Festplatten. Es wurde angekündigt, dass Ubuntu 10.04 die letzte Ausgabe mit altem Gnome der 2er-Serie sein soll. Zukünftige Ausgaben werden den Fokus auf Gnome 3 legen.
Ubuntu 10.04: Erster Blick auf das neue Linux
Ubuntu 10.04 ist zur Zeit noch als laufende Entwickler-Version erhältlich, die täglich aktualisiert wird.
Open office 3.2 ist als office-Software installiert. um 3.3 zu integrieren fehlte den Entwicklern die Zeit.
Gimp wurde als Bildbearbeitungsprogramm entfernt und F-Spot integriert.

Ubuntu 10.04 LTS Seit dem 29.04.2010 steht die neue Version zum Download zur Verfügung :D
Zitat: Wer nicht auf das neue System umstellt, bekommt tatsächlich keine Updates mehr - wenn auch erst nach einer Übergangszeit. Ich finde mit April 2011 ist das doch recht...
@Markus Franz: Der Unterschied zur Aktualisierung bei Microsoft ist, daß bei MS eine neue Version Geld kostet. Bei Ubuntu kostet ein Update auf eine neue Version keinen Cent und wenn man so will ist es...
@U20100301: Danke für die Ergänzungen. Einige weitere Hinweise dazu: Wer nicht auf das neue System umstellt, bekommt tatsächlich keine Updates mehr - wenn auch erst nach einer Übergangszeit. Ich...
@U20100301 Vielen Dank für die Ergänzung, war schon irritiert :)