Das Internetimperium vor dem Kartellamt
Google: EU-Untersuchung über manipulierte Suchmaschinenergebnisse
Drei Klagen gingen beim Kartellamt der Europäischen Union gegen das Internet-Unternehmen Google ein und werden nun untersucht. Der Vorwurf: Google soll bei Rankings von Suchmaschineneinträgen Ergebnisse der Konkurrenz aktiv untergraben. Google erwidert, dass es sich lediglich an den Wünschen seiner Nutzer orientiere.
Der Internetriese Google muss sich gleich gegen drei Beschwerden vor dem Kartellamt der Europäischen Union (EU) behaupten. Die Konkurrenzdienste Foundem, ejustice und Ciao werfen dem Unternehmen vor, dass es beim Ranking von Suchmaschinenergebnissen ihre Einträge bewusst auf ein Minimum reduziere, sodass diese kaum oder gar nicht gefunden würden könnten. Google gehe dabei laut der Preisvergleich-Website Foundem mit einem Algorithmus vor, der im Wesentlichen für Spam-Seiten gedacht ist und nun völlig legitime Dienstleistungen untergrabe, da diese für das Unternehmen eine Konkurrenz darstellen würden.
Google liefert nach eigenen Angaben nur das, wonach Nutzer suchen
Google widerspricht mit dem Argument, dass seine Dienste dem Nutzer das geben, wonach er suche, nämlich nützliche Suchergebnisse, geordnet nach Aktualität und Inhalten. Das Unternehmen versuche nach eigenen Angaben nicht, Konkurrenzkämpfe zu stiften. Foundem und die Suchmaschine ejustice verfügten über Inhalte von Dritten, vor allem Werbelinks, die nicht gut in das Konzept Googles passen würden. Der 2008 von Microsoft aufgekaufte Dienst Ciao stand nach Angaben von Googles Senior Wettbewerbs-Counsellor Julia Holtz zuvor in guter Beziehung zu den Google AdSense terms. Nach der Übernahme durch Microsoft sei es vermehrt zu Beschwerden gekommen.
Die Klagen liegen nun den EU-Kartellamt vor und werden nach Angaben des US-Magazins Wall Street Journal im frühen Stadium untersucht. Wann es zu einem gerichtlichen Entschluss kommt, steht noch nicht fest.

Ausgerechnet Ciao! Das ist ein Datensammler, gegen den Google nun wirklich nicht mehr als "Evil" erscheint, und der sich mit allen Mitteln in alle Suchergebnisse zu drängen versucht, ohne wirklich relevante...