Netzwelt-Wissen: Grafikkarten

Der Vergleich: Onboard-Chip oder PCIe-Karte

Beim Kauf eines Computers verfügt das Mainboard des Öfteren über eine interne Grafiklösung. Die Onboard-Chips sind kostengünstig, aber genügen meist nur den einfachsten Anwendungen, da der Prozessor viele Berechnungen allein durchführen muss. Nutzer, die mehr tun möchten als im Internet zu surfen und Schreibarbeiten zu erledigen, sind mit einer speraten Karte besser beraten.

Die Leistung der Grafikkarte richtig einschätzen

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Anhand weniger technischer Angaben lässt sich die Leistung der eigenen Grafikkarte abschätzen. Programme wie Everest oder GPU-Z geben einfach und unkompliziert Einblick in die verbaute Hardware. Dort erfahren Sie zum Beispiel, über wie viel Megahertz ihr Grafikprozessor oder Megabyte ihe Arbeitsspeicher verfügt. Mittels einer Benchmarksoftware wie 3DMark wird ermittelt, wie die GPU unter Volllast arbeitet. Eine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Grafikkarten ist in der Kaufversion von Everest integriert.

Das Analyseprogramm Everest.
Das Analyseprogramm Everest.

Fazit: So behalten Sie beim Kauf den Überblick

Um beim Kauf die Grafikkarte richtig einzuschätzen, bedarf es nur wenig technischer Eckdaten. Soll ihr PC-System zum Spielen, der Videobearbeitung oder für diverse Grafikprogramme genutzt werden, ist es ratsam, auf einen Grafikchip der Hersteller AMD und Nvidia zu setzen. Generell sollte sich der Anwender darüber im Klaren sein, was für Aufgaben der Computer in Zukunft bewältigen soll.

Ein erstes Kaufkriterium ist die Angabe zum Grafikprozessor und dessen Zahl der Shader, der GPU-Recheneinheiten. Je höher diese ist, umso besser ist die Grafikkarte, Gleiches gilt für den Speichertakt. Beachtet werden muss in diesem Zusammenhang, dass eine schnelle Grafikkarte von einem langsamen Prozessor ausgebremst wird. Besitzer eines Dual-Core-Prozessors mit einem Takt über 2,4 Gigahertz steht einer Neuanschaffung nichts im Weg.

Ein zweites Kaufkriterium stellt die Größe des Arbeitsspeichers dar. Neu erscheinende Grafikkarten verfügen in der Regel über einen Gigabyte RAM vom Typ GDDR5. Die Vorläufer GDDR3 und GDDR2 sind weniger leistungsstark. Für aufwendige Spiele, 3D- oder CAD-Anwendungen sollte der Arbeitsspeicher so groß wie möglich ausfallen.

Weiterhin lohnt sich der Blick auf die Datenbus-Breite der Grafikkarte. Diese gibt an wie schnell die Daten vom Speicher auf den Monitor gelangen. Ein schmaler 64-Bit-Bus wirkt wie ein Flaschenhals und bietet nur 64 Kanäle für den Datentransport. Die neueste Serie von AMD verfügt über 128 Bit Speicherbus.

Da so genannte Komplett-PCs meist über ein zu schwaches Netzteil verfügen, muss vor dem Kauf einer neuen Karte kalkuliert werden, ob die Leistungsaufnahme im Betrieb gewährleistet ist. Beim Kauf aktueller Grafikkarten empfiehlt sich daher die Investition in ein hochwertiges Markengerät mit mindestens 450 Watt.

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