Entwickler konzentrieren sich auf den HTML 5-Standard
Google: Suchmaschinenanbieter stellt Google Gears ein
Der Suchmaschinen-Riese Google rückt von seiner hauseigenen Browser-Schnittstelle Gears ab. In Zukunft will sich das Unternehmen bei der Entwicklung seines Browsers Chrome wieder vollkommen auf den Webstandard HTML 5 konzentrieren.
Support für Mac-Browser Safari eingestellt
Um sich stärker auf die Umsetzung von HTML 5 konzentrieren zu können, hat der Suchmaschinenanbieter Google angekündigt, die Entwicklung seiner Brower-Erweiterung Google Gears aufzugeben. Es sollen keine neuen Funktionen mehr eingeführt werden. Nachdem in den vergangenen Monaten die API von Gears nur wenig aktualisiert worden ist, erklärt Google nun im Gears-API-Blog, sich künftig auf die bislang nur als Entwurf existierende Spezifikation HTML 5 zu konzentrieren. Deshalb hat das Unternehmen auch den Support für den Apple-Browser Safari eingestellt. Der Support für die Gears-Erweiterung für Firefox und Internet Explorer soll vorerst weitergeführt werden.
Das Open-Source-Projekt Gears startete Google, um Internetbrowsern zusätzliche Funktionen abseits der Standards zur Verfügung zu stellen. Über die Schnittstelle können Inhalte von Webapplikationen für eine Offline-Verwendung gespeichert werden. Zudem lässt Gears im Hintergrund Javascripts ablaufen, was die Leistung von Internet-Tools beschleunigen soll. So ist es zum Beispiel möglich, mehrere Daten auf einmal auszuwählen und hochzuladen.
HTML 5-Standard im Vormarsch
Dass der HTML 5-Standard immer mehr Beachtung findet, zeigen auch erste Tests von Video-Portalen: Googles hauseigener Videodienst YouTube etwa bietet bereits eine Vorabversion eines eigenen Video-Players auf HTML 5-Basis an. Dieser ist in der Lage, das komplette Video-Angebot der Seite abzuspielen ohne auf Adobes Flash-Player zugreifen zu müssen. Auch Apple-Chef Steve Jobs sieht im HTML 5-Standard die Zukunft. Nach Angaben des amerikanischen Online-Magazins Wired.com sieht Jobs keine Zukunft in externen Browser-Erweiterungen wie Flash. Demnach ist eine vollständige Flash-Unterstützung auf mobilen Geräten von Apple in nächster Zeit vermutlich nicht zu erwarten.

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