Mediatheken im Netz: Das Beste am Fernsehen
RTL und VOX: Aussuchen, Anklicken und Ansehen
Bisher waren alle vorgestellten Mediatheken und deren Inhalte komplett kostenfrei. Einen anderen Weg geht dabei die RTL Gruppe, eine der größten privaten Sendergruppe in Europa. Die Inhalte der RTL-Mediathek sind stark an das TV-Programm angelehnt: Es sind fast alle Sendungen abrufbar sowie alle Dokumentationen und Nachrichten.
Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe kostenpflichtiger Inhalte: Einzelne Videos, z.B. von beliebten Serien, werden vor der Ausstrahlung auf RTL Now kostenpflichtig angeboten. Der Preis liegt dabei bei 0,99 bis 1,49 Euro. Sobald man eine Folge gekauft hat, kann man diese 24 Stunden lang beliebig abrufen.
Ebenfalls eine Mediathek gibt es beim Schwestersender VOX. Diese ist, wie bei Pro7 und Sat1, ganz ähnlich der RTL-Mediathek gestaltet. Einzelne Sendungen sind auch dort kostenpflichtig.
Deutscher Bundestag live im Internet
Nicht nur die öffentlichen Fernsehsender sind im Web mit TV-Inhalten vertreten, sondern auch die deutschen Parlamente. Insbesondere der Deutsche Bundestag produziert ein reichhaltiges Angebot, das seit dem Relaunch der Website nun auch in hoher Qualität angesehen werden kann. Zwar kann das Parlamentsfernsehen auch über Kabel oder Satellit empfangen werden, der Web-TV-Kanal hat sich mittlerweile zum wichtigsten Verbreitungsmedium entwickelt.
In Sitzungswochen überträgt der Deutsche Bundestag die Debatten live ins Internet. Zwar werden sie in der Regel auch auf Phoenix übertragen - wer aber keine Kommentare oder Einspieler hören möchte, bekommt bei der Bundestag-Mediathek die Debatten in Reinkultur. Zusätzlich überträgt der Bundestag eine ganze Reihe von Ausschusssitzungen und auch ausgesuchte Veranstaltungen der Fraktionen. Neben den Videos gibt es auch einen MP3-Stream der Inhalte.
Die Bedienung der Mediathek ist dagegen nicht optimal: Statt eines eigens eingerichteten Bereichs werden die Videos direkt auf einer Unterseite des Deutschen Bundestags eingestellt. Dafür gibt es die Videos jeweils in drei unterschiedlichen Qualitätsauflösungen, die mittels Flash-Player abgespielt werden. Zuschauer können die Videos direkt in die eigene Website einbinden oder Links zu interessanten Filmen per E-Mail versenden.
Sendungen können bei Bedarf auch aufgezeichnet werden. Für das Archiv der Plenardebatten gibt es eine komfortable Suchfunktion, mit deren Hilfe die Zuschauer gezielt nach einzelnen Rednern in einem bestimmten Zeitraum suchen können.
Wer noch mehr will: Paid-Online-TV
Wer noch mehr Inhalte sehen und dabei auf Werbung verzichten möchte, wählt die kostenpflichtige Angebote. Die größten Anbieter sind hier Maxdome und Sky, ehemals Premiere.
Maxdome ist ein Angebot der ProSiebenSat1 Media AG, das zusammen mit United Internet (1&1, Web.de, GMX) gestartet wurde. Dort kann man nicht nur kostenpflichtige Spielfilme im Web ansehen, sondern auch Free- und Pay-TV-Sender empfangen. Unpraktisch für Nutzer von Mac-Rechnern ist, dass die Silverlight-Erweiterung installiert werden muss - alle Inhalte werden mit Windows-Media-Codes übertragen. Zuschauer mit Linux-Betriebssystem schauen in die Röhre.
Neben den bekannten Sky-Kanälen für das reguläre Fernsehen gibt es mit Sky Select Internet TV eine eigene Website, auf der ausschließlich kostenpflichtige Inhalte angeboten werden. Damit kann man auch unterwegs zum Beispiel die Bundesliga in hoher Qualität ansehen. Spielfilme und Serien haben je nach Folge oder Aktualität sehr unterschiedliche Preise. Für den Empfang benötigt jeder Zuschauer mindestens DSL 1000 und ebenfalls einen Rechner mit Windows-Media-Codec.
Mediathek im Netz: Das beste am Fernsehen
Online-Angebot von 3 Sat. Auswahl der Sendungen direkt aus dem Player möglich.
Fazit: Interessante Inhalte zum individuellen TV-Konsum
Die vorgestellten Dienste zeigen, dass Fernsehen jenseits der heimischen Flimmerkiste recht praktisch ist. Dabei eignen sich die Mediatheken der Sender besonders für Menschen, die viel unterwegs sind und TV unabhängig der festen Ausstrahlungszeiten konsumieren möchten. In den vergangenen Jahren sind immer mehr Inhalte integriert worden, sodass der Verzicht auf den realen Fernseher durchaus möglich ist. Besonders bei Nachrichten- und Sport-Themen überzeugen die Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender. Durch den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag dürfen die Inhalte aber zumeist nur noch wenige Tage vorgehalten werden, die Webseite Depub.org will gelöschte Inhalte künftig aber wieder bereitstellen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.
Links zum Thema
- Bundestag
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