Neuvorstellungen im Kompaktsegment

Samsung Digicams: Highend fürs Hobby

Samsung Digicams: Highend fürs Hobby Mit vier neuen Digicams zieht Samsung in die Foto-Saison. Darunter auch zwei Highend-Kameras für ambitionierte Hobbyfotografen. Die WB2000 erlaubt sogar das gleichzeitige Aufnehmen von Fotos und Videos.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Fotos beim Video-Dreh: WB2000
  2. 2Schlicht und lichtstark: EX1
  3. 3Bunte Allwetterkamera: WP10
  4. 4Dezent: ES73

Fotos beim Video-Dreh: WB2000

Samsung neue WB2000 ist ganz auf Tempo ausgerichtet. Sie nimmt in der Serienbildfunktion bis zu zehn Bilder pro Sekunde auf, dreht Highspeed-Videos mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde und macht Full HD-Videos (1080p) bei 30 Bildern pro Sekunde. Das Besondere daran: Die WB2000 kann während der Videoaufnahme gleichzeitig ein Foto in höchster Auflösung schießen.

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Samsung WB2000

Das Highspeed-Modell unter den neuen Samsungs: Die WB2000 schafft im Videomodus bis zu 1.000 Bilder pro Sekunde. (Bild: Samsung)

Das Objektiv mit Fünffach-Zoom von Schneider Kreuznach macht bei einer kürzesten Brennweite von 24 Millimetern auch richtige Weitwinkelaufnahmen. Für gute Bildqualität ist ein CCD-Sensor zuständig, der sich auf zehn Megapixel beschränkt und damit das Bildrauschen in Grenzen hält, das sich einzustellen pflegt, wenn zu viele Pixel sich auf einer zu kleinen Grundfläche drängen.

Ambitionierten Anwendern bietet sich der RAW-Modus beim Fotografieren an, der dann bei der Bildbearbeitung am PC größeren Gestaltungsspielraum verleiht. Das 7,62 Zentimeter (drei Zoll) große AMOLED-Display lässt eine sehr kontrastreiche und farbechte Darstellung erwarten. Die Highspeed-Digicam kostet 399 Euro und ist ab Mai im Handel.

Schlicht und lichtstark: EX1

Canon hat es mit der S90 vorgemacht. Jetzt zieht Samsung mit der EX1 nach. Ähnlich wie die S90 ist die EX1 eine ambitionierte Kompaktkamera mit lichtstarkem Objektiv und einer klugen Beschränkung auf zehn Megapixel. Bei der Lichtstärke des Objektivs haben sich die Ingenieure besonders ins Zeug gelegt, um den Konkurrenten auszustechen.

Samsung EX1

Schlichte Highend-Kamera mit hoher Lichtstärke: Die EX1 bietet 1.8 als größte Blendenöffnung und ist damit auch für Aufnahmen bei schwachen Lichtverhältnissen geeignet. (Bild: Samsung)

Während Canons S90 bisher mit dem Wert 2.0 die lichtstärkste Kompakte auf dem Markt war, hat das Schneider-Kreuznach-Objektiv der Samsung EX1 nun 1.8 als größte Blendenöffnung und darf sich deshalb mit der Bezeichnung "weltweit erste Kamera in diesem Format" mit Lichtstärke 1.8 schmücken. Auch die Brennweite von 24 Millimetern (Kleinbild) ist nicht zu verachten, bietet sie doch eine echte Weitwinkel-Perspektive.

Die Canon S90 hat in der kürzesten Brennweite nur 28 Millimeter, was moderatem Weitwinkel entspricht. Dafür ist die Samsung mit 549 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) aber deutlich teurer als die S90, die in Onlineshops schon für ungefähr 350 Euro zu haben ist. Wie sich der Preis nach der Markteinführung im April entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Auch vom Gehäusedesign und den weiteren technischen Daten her ist die EX1 auf Bildqualität und anspruchsvolle Fotografie getrimmt. Der Sensor im Format 1/1,17 Zoll soll ein besonders niedriges Bildrauschen produzieren, da ähnlich wie bei der WB2000 nur zehn Millionen Pixel auf der Grundfläche ums Licht kämpfen. Der Fotograf kann alle Belichtungswerte manuell einstellen. Daneben stehen auch Modi wie Programmautomatik, Zeitvorwahl oder Blendenvorwahl zur Verfügung.

Mit den acht unterschiedlichen Blendenstufen reguliert der Anwender die Schärfentiefe, und lichtet beispielsweise Motive mit weit geöffneter Blende und sehr geringer Schärfentiefe ab. Das ist sinnvoll, wenn man den Hintergrund eines Motivs unscharf halten will.

Die EX1 folgt auch dem Trend zu mehr "Analog-Feeling" beim Fotografieren. So ist die Kamera mit zwei Wahlrädern ausgestattet, mit denen der Nutzer die unterschiedlichen Modi ansteuert und durch die Menüs steuert. Das 7,62 Zentimeter (drei Zoll) große Display ist ebenso wie das der WB2000 mit AMOLED-Technik ausgeführt. Zudem ist das Display schwenkbar. Auf einen zusätzlichen elektronischen Sucher hat Samsung aber verzichtet, wie übrigens auch Canon bei der S90.

Bunte Allwetterkamera: WP10

Eine Ergänzung zum Kameraportfolio stellt die WP10 dar, eine Allwetterkamera mit Zwölf-Megapixel-Sensor, fünffachem optischem Zoom und wasserdichtem Gehäuse. Das in Rot, Schwarz oder Gelb erhältliche Gehäuse ist laut Samsung bis zu drei Metern wasserdicht, was für den Wasserspaß im Badesee völlig ausreichen dürfte. Die WP10 ist ab März für 249 Euro erhältlich.

Samsung WP10

Die Samsung WP10 ist bis zu drei Meter wasserdicht. Die Elektronik hinter dem Fünffach-Zoomobjektiv ist mit den klassenüblichen Automatikfunktionen ausgerüstet und taugt auch für Videoaufnahmen im HD-Format. (Bild: Samsung)

Dezent: ES73

Am wenigsten Aufhebens um Technik-Highlights macht die 179 Euro teuer ES73, eine kompakte Digicam mit Zwölf-Megapixel-Sensor, 27 Millimeter Weitwinkel und Fünffach-Zoom.

Samsung ES73

Robuste Kompaktkamera mit 27 Millimeter Weitwinkel, Fünffach-Zoom und 12-Megapixel-Sensor: Samsungs kompakte ES73. (Bild: Samsung)

Die ES73 ist durch das Metallgehäuse und Gummiverkleidung über den Eingabetasten einigermaßen robust und so laut Samsung auch für "komplizierte Umgebungsbedingungen" geeignet, sprich, man kann die Kamera auch außerhalb der eigenen Wände unbesorgt einsetzen. Was eigentlich eine fototechnische Selbstverständlichkeit sein sollte.

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