Anwalt erschießt sich in Münchner Wohnung
Selbstmord: Günther Freiherr von Gravenreuth ist tot
Der Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuth hat sich vergangene Nacht das Leben genommen. Das bestätigte die Polizei in München gegenüber dem Online-Magazin "Heise Online". Von Gravenreuth war in Folge zahlreicher Urheberrechtsprozesse als "Abmahn-Anwalt" bekannt geworden.
Inhaltsverzeichnis
- 1Selbstmord wurde angekündigt
- 2Zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt
- 3Umstrittener Jurist
Selbstmord wurde angekündigt
Der Anwalt habe nach Angaben der Polizei seinen Selbstmord im Internet angekündigt. Die Polizei sei darüber von einer Person informiert worden und habe sofort von Gravenreuths Wohnung aufgesucht. Nach Polizeiangaben hat Gravenreuth sich mit einer Schusswaffe selbst getötet. Die Münchener Polizei dementiert nach Angaben von Heise.de jedoch Berichte, denen zu Folge Gravenreuth sich vor den Augen der Polizisten erschossen haben soll.
Zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt
Zuletzt sorgte die Verurteilung des 61-jährigen Anwalts durch das Landgericht Berlin für Aufsehen. Die Richter hatten von Gravenreuth im September des Jahres 2008 wegen Betruges zu 14 Monaten Haft verurteilt . Die Urteilsbegründung: Der Jurist habe die Tageszeitung "taz" betrogen. Im Jahr 2006 hatte der Anwalt versucht, die Internetadresse taz.de des Mediums pfänden zu lassen, da er eine E-Mail erhalten hatte, die ihn aufforderte, das Abonnement für den taz-Newsletter zu bestätigen. Mit der Pfändung wollte er die angefallenen Abmahnungskosten wieder eintreiben. Die Zeitung hatte den zuvor angemahnten Betrag jedoch schon überwiesen und konnte das vor Gericht belegen. Gravenreuth versuchte mit dem Chaos in seiner Kanzlei zu begründen, dass er die Zahlung des Mediums nicht registriert hatte.
Umstrittener Jurist
In der IT-Szene und auch unter anderen Juristen hatte Gravenreuth vehemente Kritiker, die sich mit ihm zum Teil erbitterte Streitgespräche in den verschiedensten Diskussionsforen lieferten. Im Forum des Online-Magazins "Heise", wurde ihm "virtuelles Hausverbot" erteilt, und er durfte nach Unterzeichnung einer entsprechenden Unterlassungserklärung dort keine Beiträge mehr verfassen.

Weil sich die Wuppertaler Staatsanwaltschaft weigert, die Identitäten von Tauschbörsennutzern zu ermitteln, ist sie angezeigt worden. Der Vorwurf lautet Strafvereitelung und Rechtsbeugung.
Da hat er sich den Falschen ausgesucht: Der berüchtigte "Abmahnanwalt" Gravenreuth versuchte 2006 die Domain taz.de pfänden zu lassen. Die Zeitung wehrte sich und zeigte ihrerseits den Anwalt wegen Betruges an. Das Ergebnis: 14 Monate Haft ohne Bewährung.
Weil er versucht hatte, die Tageszeitung "taz" zu betrügen, muss der Münchner Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth nun für 14 Monate in Haft. Der als "Abmahnanwalt" zu zweifelhaften Ruhm gelangte Gravenreuth hatte 2007 versucht die "taz" zu betrügen. Seine Revision wurde diese Woche verworfen. Das Urteil aus dem September 2008 ist damit rechtskräftig.
Das Karlsruher Amtsgericht hat eine Münchner Anwältin zum Zahlen von Schadenersatz verurteilt. Die Anwältin hatte im Auftrag eines Webseitenbetreibers von einer Verbraucherin aufgrund eines Internet-Abonnements Geld gefordert. Diese wehrte sich erfolgreich vor Gericht und musste die Abo-Kosten nicht tragen. Die Anwältin muss zudem die der Betroffenen entstandenen Anwaltskosten erstatten.
Ein 19-Jähriger Brite wurde zu 16 Monaten Haft verurteilt, nachdem er sich weigerte, sein Computer-Passwort an die Polizei herauszugeben. Der Jugendliche wurde wegen Verdachts auf Kindesmissbrauch bereits im Mai 2009 festgenommen.
Wieder sorgt ein Selbstmordfall beim Elektrozulieferer Foxconn für Aufsehen. Das Unternehmen steht seit längeren wegen miserabler Arbeitsbedingungen in der Kritik. Nach zehn Selbstmorden im vergangenen Jahr, nahm sich nun eine 25-jährige Ingenieurin das Leben.
Ist eine Nachricht bei Facebook Auslöser eines Mordes an einem 22-jährigen Amerikaner? In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde Corey White tot aufgefunden. Im Mai hatte seine Freundin auf Facebook zur Ermordung ihres Freundes aufgerufen. 





Beiträge
insgesamt 30 Beiträge@Waldorfjäger Du wurdest ermahnt. Es wurden Beiträge gelöscht. Du wurdest verwarnt. Und jetzt haben wir erst mal genug von Dir. Ich sperr auch das Thema jetzt mal zu. Bitte PN an...
Zitat: Krieg Dich mal wieder ein. Anscheinend hast Du noch keine Bekanntschaft mit den Abmahnabzockern gemacht. Denn dann würde selbst ein Menschfreund wie Du verstehen, warum so ein Hass auf...
Krieg Dich mal wieder ein. Anscheinend hast Du noch keine Bekanntschaft mit den Abmahnabzockern gemacht. Denn dann würde selbst ein Menschfreund wie Du verstehen, warum so ein Hass auf diese FEINEN ...
Wenn ich mir das hier so durchlese, muss ich einfach nur den Kopf schütteln. Was manche Leute hier ablassen, ist sowas von arm. Unfassbar. Nicht zu fassen, dass manche Hobbyneurotiker solche...
Zitat: Niemand hier kannte den Mann persönlich und er war wahrscheinlich auch niemandem hier sympathisch. Du musst kein Mitleid mit ihm haben und die eine oder andere zynische Bemerkung ist...